Valve geht gegen OPSkins vor

Die Anwälte von Valve haben wieder eine Skin-Seite im Visier. Diesmal trifft es die durchaus beliebte Handelsplattform OPSkins. In der Vergangenheit, als Valve die Schließung aller CS:GO-Glücksspielseiten erzwungen hat, blieb OPSkins verschont. Doch vor wenigen Tagen hat sich die Plattform selbst ins Visier von Valve befördert.

OPSkins Express Trade als Auslöser

Es ist sicherlich nicht der erste Verstoß gegen die Nutzervereinbarung von Steam, doch bisher wurde OPSkins von Valve vermutlich nicht als großes Problem angesehen und deshalb verschont. Allerdings hat die Seite am 6. Juni das sogenannte „Express Trade“ Feature gestartet. Und dieses ist Valve ein Dorn im Auge.

Das Feature entschärft die 7-Tage-Handelssperre für CS:GO Items mehr oder weniger, in dem es die Skins nicht zwischen Bots hin und her schiebt, sondern auf einem Bot belässt und nur einem neuen Besitzer zuweist. Problematisch ist das, weil es dank einer eigenen API Glücksspielseiten neue Türen öffnet. Valve hat bereits im Juli 2016 massive Schritte gegen sogenannte „Gambling Sites“ eingeleitet und sie zur Einstellung ihres Betriebs aufgefordert.

Einige solcher Seiten haben nun ihre Rückkehr angekündigt und wollten auf das Feature von OPSkins aufbauen. Valve hat schnell reagiert und eingegriffen. Die gesendete Nachricht wurde sogar über den offiziellen Blog veröffentlicht. Auch wenn es sich dabei um einen einfachen Tweet handelt, kann man natürlich davon ausgehen, dass OPSkins diese Warnung über verschiedene offizielle Wege erhalten hat.

valve opskins shutdown message

OPSkins-Nutzer sollen ihre Skins retten

Die Betreiber der Seite wurden darauf hingewiesen, dass das Benutzen von Valves intellektuellem Eigentum sowie Steam Accounts für kommerzielle Zwecke gegen die Nutzervereinbarung von Steam verstößt. Valve wird deshalb alle Steam Accounts, die von OPSkins als Trade Bots genutzt wurden, am 21. Juni schließen.

Für alle Nutzer von OPSkins bedeutet das, dass sie ihre dort abgelegten Items noch vor dem 21. Juni zurückziehen sollten, um einen dauerhaften Verlust zu vermeiden. Nach dieser Frist werden die entsprechenden Trade Bots für immer deaktiviert sein.

Glücksspiel ist das Problem

Als Reaktion auf Valves Benachrichtigung hat OPSkins ein Statement veröffentlicht. Darin wird Valve unterstellt, dass dieser Schritt profitorientiert sei und nur dazu diene, um den Handel wieder vermehrt auf den Steam Marktplatz zu verlagern. Es ist aber unwahrscheinlich, dass das der Grund für Valves handeln ist. Aufgrund diverser Verstöße gegen die Steam Nutzervereinbarung hätte Valve die Plattform schon längst schließen lassen können.

Dass die Anwälte erst jetzt eingeschaltet werden, liegt wie bereits erwähnt am Express Trade Feature. Valve möchte verhindern, dass Glücksspielseiten wieder in Erscheinung treten, da die Firma sonst selbst rechtliche Schwierigkeiten bekommen könnte. In dem kurzen Text auf dem offiziellen Blog wird das Wort Glücksspiel zwar nicht erwähnt, aber geschickt umschrieben.

OPSkins wird übrigens weiterhin bestehen bleiben, da die Seite mittlerweile auch den Handel in anderen Spielen ermöglicht. Nur wie es in Bezug auf CS:GO weitergeht, bleibt natürlich fraglich.

Quelle: counter-strike.net, opskins.com

CZ75-Auto Nerf, Anpassungen an Mirage und Canals Panorama Update kurz vor der Veröffentlichung?
Comments
Du musst eingeloggt sein, um kommentieren zu können!