Nach Freiheitsstrafe: CS-Erfinder Jess Cliffe wieder auf freiem Fuß

Vor über einem Jahr ging die Nachricht wie ein Schock durch die Community: Der damals für Valve arbeitende Jess Cliffe, einer der Erfinder von Counter-Strike, wurde wegen angeblichem Kindesmissbrauch festgenommen. Der Vorwurf: Cliffe soll wiederholten sexuellen Kontakt zu einem 16-jährigen Mädchen gehabt haben und diese Taten dabei gefilmt haben. Was darauf folgte war ein kompliziertes Gerichtsverfahren sowie eine kurze Freiheitsstrafe. Von Valve wurde er für diesen Zeitraum suspendiert.

Cliffe äußert sich auf Reddit

Nun befindet Cliffe sich wieder auf freiem Fuß und erläutert auf Reddit seine Sicht der Dinge. So erzählt Cliffe, dass weite Teile der offiziellen Version der Geschichte gelogen seien. So streitet er jeglichen Vorwurf der sexuellen Übergriffe ab. Laut eigener Aussage habe er nie Filmaufnahmen von sich oder dem Mädchen gemacht. Die Polizei hatte vollen Zugriff auf sein Handy und ein Lügendetektortest hat die Vorwürfe ebenfalls nicht bestätigen können. Das Mädchen habe hier schlicht Lügen erzählt. So soll sie ebenfalls bei ihrem Alter gelogen haben. Laut Cliffe soll sie damit schon mehrere Männer hinters Licht geführt haben.

Der Grund für die Verurteilung

Trotzdem wurde Cliffe verurteilt. Der Grund darin liegt in einem sogenannten „Alford Plea“, eine komplizierte Sonderregel im amerikanischem Rechtssystem. Bei einem Alford Plea hält sich der Angeklagte weiterhin für unschuldig, doch könnte die Beweislage trotzdem den Eindruck erwecken, dass der Angeklagte schuldig sein könnte. Dies kann oft passieren, wenn die Beweislage nicht eindeutig in eine Richtung zeigt. In diesem Fall, kann die Staatsanwaltschaft einen Deal vorschlagen, indem sich der Angeklagte für ein weniger schlimmes Vergehen schuldig bekennt, und somit ein geringere Strafe befürchten muss.

Da Cliffe, laut eigenen Aussagen, dem amerikanischem Rechtssystem nicht traut und er die Sache so schnell wie möglich aus Welt haben wollte, hat er sich auf einen solchen Deal eingelassen. Er hat sich also stattdessen der schweren Körperverletzung für schuldig befunden. So wurde Cliffe juristisch nie für Kindesmissbrauch verurteilt, sondern nur für eine schwere Körperverletzung, auch wenn er laut eigenen Aussagen niemals jemanden geschlagen hat.

Er wurde dadurch zu einem 3-monatigen „Work Release“ verurteilt. Dabei darf der Verurteilte weiterhin seiner normalen Arbeit nachgehen, muss aber die Nacht in einer staatlichen Sicherheitseinrichtung verbringen. Da er bei Valve aber weiterhin suspendiert war, konnte diese Strafe nicht ausgeführt werden, weshalb er die Strafe in einem „Regional Justice Center“ absitzen musste. Hier wurde er aber aufgrund von guter Führung nach 57 Tagen wieder freigelassen.

Zum Ende seines Statements geht Cliffe noch hart mit den Medien ins Gericht, welche ihn als Kinderschänder brandmarkten, obwohl er für ein solches Vergehen nicht verurteilt wurde. Er sei ein Opfer von „Catfishing“ geworden und habe die Konsequenzen dafür getragen. Jetzt möchte Cliffe mit der Sache abschließen.

Quelle: reddit.com

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