inCounterStrike.de Jahresrückblick 2020

Wer noch nicht gemerkt hat, dass die Welt in einer Krise steckt, bekommt das sicher in den vielen anderen Jahresrückblicken gesagt. Wir wollen uns an dieser Stelle größtenteils auf CS:GO beschränken und uns in Erinnerung rufen, was dieses Jahr rund um Counter-Strike und Valve so alles passiert ist.

Eine Flut an neuen Maps

Bis in den März lief der Mapcore Mapping Contest und bescherte uns damit Anfang des Jahres eine große Zahl an richtig guten Cutsom Maps. Einige davon wurden später von Valve vorübergehend ins Spiel übernommen. Namentlich waren das Anubis, Chlorine, Swamp und Mutiny. Anubis ist immer noch im Spiel, sogar im Competitive Matchmaking.

de_anubis cs go

Zusätzlich werden diese und andere Custom Maps auch auf den Mapcore Hubs bei FACEIT zelebriert. Die aktuelle Season 15 hält diesbezüglich eine Besonderheit parat. Wer Abwechslung braucht, ist dort genau richtig.

Valve selbst hat indessen in den ersten Monaten einige kleine, aber wirksame Änderungen an CS:GO vorgenommen. Dazu gehören eine automatische Stummschaltung toxischer Spieler, das überarbeitete Kaufmenü, eine Fadenkreuzvorschau in den Optionen und dass die Report-Funktion jetzt auch nach einem Match genutzt werden kann. Und ein neues Ranking-System für die Teilnahme an Majors wurde geplant.

Die Rückkehr des Jahres

Im März gab es für Gamer ein ganz besonderes Datum: Am 23. März erschien ein neues Half-Life, das nur wenige Monate vorher angekündigt wurde. Valve ist tatsächlich zu der Spieleserie zurückgekehrt, die das Unternehmen groß gemacht hat und die seit über einem Jahrzenz keinen neuen Release mehr verzeichnete. Half-Life 3 war es aber nicht.

Mit Half-Life: Alyx wagte Valve den Vorstoß in die virtuelle Realität. Das Spiel erschien nämlich ausschließlich für gängige VR-Headsets und ist nicht klassisch am Bildschirm spielbar. Das stieß vielen Fans sauer auf. Trotzdem war die Nachfrage groß. Valves hauseigenes VR-Set „Index“ war nach der Ankündigung des Spiels monatelang ausverkauft.

Im Nachhinein lässt sich sagen, dass Valve das mit Abstand hochwertigste VR-Spiel und damit einen Meilenstein abgeliefert hat. Außerdem sind die Entwickler heiß darauf in Zukunft wieder mehr mit dem Half-Life-Universum zu machen. Wir dürfen also gespannt sein, was da noch kommt.

Höhen und Tiefen

Die Pandemie hat sich zu dieser Zeit breit gemacht und in den Nachrichten gab es quasi kein anderes Thema mehr. Auf CS:GO hat sich die Situation sowohl positiv als auch negativ ausgewirkt. Im März und April stellte CS:GO immer wieder neue Rekordzahlen auf, bis es mit über 1,3 Millionen gleichzeitigen Spielern sogar die Bestmarke von Dota 2 knackte.

Auf der anderen Seite musste die ESL Rio 2020, das für Mai geplante CS:GO Major, auf den November verschoben werden. Wie wir aber heute wissen hat es auch dann nicht stattgefunden. Seit der Einführung der Majors im Jahr 2013 ist nun also das erste Jahr, in dem keines dieser großen Turniere stattfand. Damit hört es aber nicht auf. Auch das für Frühling 2021 geplante Major wird wohl ausfallen.

Fans müssen also geduldig sein und hoffen, dass sich die Situation bald verbessert. Erst dann können Valve und die Turnierorganisatoren wieder zuverlässig an die Sache herangehen. Pläne für das Major Ende nächsten Jahres gibt es offenbar schon.

Wo wir schon bei schlechten Nachrichten sind: Im April ist der Quellcode von CS:GO und Team Fortress 2 offen einsehbar im Internet gelandet. Nachdem zunächst unklar war, was das bedeutet, machte sich unter den Spielern etwas Angst breit. Nur wenig später meldeten sich aber die Entwickler von Valve mit einem Statement zu Wort. Für Spieler bestehe keine Gefahr hieß es. Der Vorfall wurde weiter untersucht, es gab aber keine weiteren offiziellen Aussagen mehr.

In Trusted we trust

Nicht erst seit der Umstellung auf Free to Play hat CS:GO ein Problem mit Cheatern – wie fast jedes andere bliebte Onlinespiel auch. Untätig ist Valve aber nicht, nur spielt sich das meiste im Hintergrund ab. Mitte des Jahres haben die Entwickler aber einen weiteren Schritt getan, der aufgrund seiner Auswirkungen geteilte Meinungen in der Community hervorbrachte.

Der für alle Spieler automatisch aktivierte Trusted Mode hält sämtliche Programme von Drittanbietern davon ab mit der csgo.exe zu interagieren. Das blockiert aber beispielsweise auch Aufnahmeprogramme wie z.B. OBS, was natürlich einige Spieler ärgert. Alternativ gibt es aber noch den „Untrusted Mode“, in dem solche Programme weiterhin funktionieren. Allerdings kann sich dieser Modus negativ auf den eigenen Trust Factor auswirken. Dieser beurteilt wie verdächtig ein Spieler ist.

cs go trusted mode failed

In der Zwischenzeit hat Valve auch noch andere wichtige Änderungen vorgenommen. Beispielsweise wurde wildes Drehen beim Entschärfen der Bombe verhindert und die Sichtbarkeit der Spielermodelle wurde verbessert.

Coaches mit Durchblick

Die Rolle von Coaches ist schon immer ein Streitthema in der Profi-Szene, da Valve und die Teams hier unterscheidliche Ansichten vertreten. Der Zuschauermodus hatte allerdings einen Bug, der von den Coaches ausgenutzt werden konnte. In seltenen Fällen konnte die Kamera an einen beliebigen Ort auf der Map hängen bleiben. Dadurch konnten die Coaches teilweise auch Positionen und Laufwege der Gegner sehen.

Nicht alle Coaches waren so ehrlich und haben diesen Fehler in ihren Matches direkt gemeldet. Als das herauskam, wurde es zu einem großen Thema in der Community. Da der Bug offenbar schon eine Weile existierte, wurden unzählige Matches aus der Vergangenheit untersucht. Einige Coaches wurden entlarvt und unfreiwillig von ihrem Job befreit. In einem Statement äußerte Valve, über stärkere Einschränkungen für Coaches anchzudenken.

Hypetrain! Choo! Choo!

Im letzten Viertel des Jahres wurde es sehr ruhig um CS:GO. Die sonst recht regelmäßigen Updates blieben aus. Gleichzeitig brodelte aber die Gerüchteküche immer mehr, dass eine neue Operation bald an den Start gehen soll. Es dauerte aber noch bis in den Dezember, bis schließlich Operation Broken Fang präsentiert wurde.

cs go operation fang

In dessen Zentrum stehen zwei neue Spielmodi. Zum einen gibt es den Broken Fang Premier Mode, bei dem wie in Ligen oder Turnieren vor dem match Maps gebannt werden. Am Ende bleibt eine Map übrig, die dann gespielt wird. Neu ist auch der Retakes Mode, in dem das Verteidigen und Einnehmen von Bombenplätzen trainiert wird.

Durch das Erfüllen von Missionen, die jede Woche mehr werden, können sich die Spieler Sterne verdienen. Diese Sterne können in einer Art Shop gegen kosmetische Items wie neue Spielermodelle, Waffen-Skins, Sticker oder auch Kisten eingetauscht werden. An neuen kosmetischen Items mangelt es der Operation keineswegs.

Brandneu ist die Map Ancient, die vom Setting her stark an Aztec erinnert. Möglicherweise war zunächst auch ein Aztec Remake geplant, da die verwendeten Assets alle „hr_aztec“ im Namen tragen. Bekommen haben wir aber eine komplett neue Map mit Tempelruinen in einem Dschungel. Sie ist aktuell als „Scrimmage Map“ im Matchmaking sowie in diversen anderen Modi spielbar.

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Jubliäen

Die Jahre ziehen ins Land. Vor zwanzig Jahren erschien Counter-Strike in seiner Release-Version 1.0 und konnte damals auch als CD im Laden gekauft werden. Das war am 8. November 2000. Aber auch CS:GO hat mittlerweile schon einige Jahre auf dem Buckel. Am 21. August waren es acht Jahre seit Release.

Für uns war dieses Jahr ein ganz besonderes Jubiläum. Genau wie die Release-Version von Counter-Strike durften wir unser 20-jähriges Bestehen feiern. Am. 30. Oktober wurde diese Fanseite hier zwei Jahrzehnte alt, auch wenn sie nicht von Anfang an auf den Namen inCounterStrike.de hörte. Auf diese Errungenschaft sind wir schon ein bisschen stolz und werden das zum Jahreswechsel auch ohne Böller und Raketen etwas feiern.

incounterstrike.de 20 jahre

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Abschließend wünschen wir euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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