inCounterStrike.de Jahresrückblick 2019

Was wäre das Jahresende ohne Rückblicke. An jeder Ecke wird einem das erzählt, was man sowieso schon weiß. Allerdings ist es manchmal doch ganz interessant einem Überblick über die Geschenisse der letzten Monate zu haben. Wir haben deshalb zusammengetragen, was sich 2019 an CS:GO verändert hat und welche Themen in der Community heiß diskutiert wurden.

Vertigo: Ein fortlaufender Prozess

Zu Beginn des Jahres überraschte usn Valve mit der Rückkehr der Map Vertigo, die im November 2017 zusammen mit ein paar anderen Maps aus dem Spiel verschwand. Zunächst war das Vertigo Remake nur im Wingman-Modus spielbar. Doch schon zu dieser Zeit war zu erkennen, dass die neue Version mit der ursprünglichen Map nicht mehr viel gemeinsam hat.

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Ob das Testen im kleineren Rahmen viel gebracht hat, bleibt auch fragwürdig. Die Entwickler haben an Vertigo das ganze Jahr über immer wieder gravierende Änderungen vorgenommen. Die Map ist qausi ein fortlaufender Prozess. Beim StarLadder Berlin Major im September war Vertigo ein Teil des Map Pools.

IEM Katowice mit Viewer Pass

Zunächst fand aber im Februar mit der IEM Katowice das erste Major des Jahres statt. Dafür gab es erstmals einen Viewer Pass zu kaufen. Besitzer einen Passes konnten unter anderem Missionen erfüllen, darüber eine virtuelle Medaille aufwerten und als Belohnung die begehrten Souvenir Drops erhalten. Neu war auch, dass man sich aussuchen durfte, für welches Match man einen Souvenir Drop erhalten wollte.

Anfang März endete das Turnier schließlich. Überraschend konnte sich ENCE bis ins Finale durchkämpfen. Das „EZ4ENCE“ Meme war nicht mehr zu stoppen. Doch am Ende ging Astralis als strahlender Sieger hervor und gewann zum dritten Mal ein CS:GO Major.

Mehr Geld für Loser

Den Reset beim Loser Bonus gibt es nicht mehr. Dafür hat Valve mit einem Update im März gesorgt. Wenn man eine Runde gewinnt, dann wird der Loser Bonus nur noch um eine Stufe zurückgestellt anstatt vollständig zurückgesetzt zu werden. Das Ergebnis sind mehr Runden, in denen beide Team brauchbare Waffen haben. Außerdem kann eine einzige verlorene Runde nicht mehr so große Auswirkungen auf den Matchverlauf haben wie bisher.

Im gleichen Update haben die Entwickler noch etwas am Waffen-Balancing geschraubt. Dabei wurden Preise angepasst und das Magazin der M4A1-S von 20 auf 25 Kugeln vergrößert. Davon abgesehen wurde auch die Map Canals zurückgebracht und teilweise verändert. Seither ist sie aber nur im Casual Mode spielbar und hat auch keine nennenswerten Updates erhalten. Ob Valve mit dieser Map noch etwas vorhat!?

de_canals bridge

Danger Zone im Fokus

Der Battle Royale-Modus Danger Zone hat im Mai eine neue Map erhalten. Sirocco spielt in einer Wüstengegend und erinnert von der Optik her an Dust 2. Doch damit nicht genug. Nachdem Monate vorher der Spielmodus bereits die Möglichkeit zu dritt im Team zu spielen gestrichen wurde, hat Valve nun eine Respawn-Mechanik eingeführt. Seither ist es möglich bis zu einem gewissen Zeitpunkt im Match nach dem Ableben wieder einzusteigen, allerdings nur solange man ein lebendes Teammitglied hat.

cs go danger zone update

Außerdem hat Valve den Spielmodus um neue Items erweitert. So feierte das Ballistische Schild, das vielleicht dem ein oder anderen noch aus Counter-Strike 1.6 bekannt ist, seine Rückkehr im Battle Royale-Modus von CS:GO. Wenig später kam beispielsweise auch noch eine steuerbare Drohne dazu. Diese speziellen Items machen das Gameplay in diesem Spielmodus einzigartiger und vielseitiger.

Zwei Dekaden

Am 19. Juni feierte Counter-Strike sein 20. Jubiläum. Am 19.06.1999 erschien nämlich die erste Beta-Version des Spiels. Von da an nahm alles seinen Lauf und aus der damaligen Modifikation für Half-Life wurde ein weltweiter Hit. Zur Feier veröffentlichte Valve ein Update, dass eine Retro-Version von Dust 2 beinhaltete. Diese bildete die Map genauso ab, wie sie im originalen Counter-Strike aussieht.

cs go update dust 2 retro version

Valve machte das klassische Dust 2 online im Casual Mode verfügbar. Dabei wurde jede Runde zwischen der normalen und der Retro-Version gewechselt. Für langjährige Spieler war es pure Nostalgie und für neuere Spieler vielleicht ein interessanter Blick in die Vergangenheit.

Unranked Matchmaking

Weil das Competitive Matchmaking gewisse Beschränkungen bezüglich der Ränge hat, kommt aus der Community schon lange der Wunsch nach einem Unranked Matchmaking, in dem man frei mit seinem Freunden spielen kann. Valve hat Anfang August ein solches Feature eingeführt, allerdings auf einer anderen Grundlage.

Die „Scrimmage Maps“ sind hautpsächlich Maps aus der Community, manchmal aber auch offizielle Maps, die eine Testphase benötigen. Spielt man eine solche Map, dann hat der Ausgang des Matches keine Auswirkung auf den eigenen Rang. Vielleicht trauen sich dadurch mehr Spieler, mal eine andere Map auszuprobieren. Allerdings ist es trotzdem schade nun im Competitive Matchmaking eine Trennung zu haben, die von den Maps abhängt.

de_breach cs go

Astralis schreibt Geschichte

Im selben Monat begann mit dem StarLadder Berlin Major das erste CS:GO Major in Deutschland, das nicht in Köln, sondern in der Hauptstadt ausgetragen wurde. Diesmal war es das Team von AVANGAR, das sich überraschend bis ins Finale spielte.

Doch wieder ging Astralis als Turniersieger hervor und erbrachte damit eine historische Leistung. Drei Major-Siege in Folge und insgesamt vier Major-Titel konnte bisher kein anderes Team erreichen. Ob die Dominanz der Dänen auch im kommenden Jahr weitergehen wird!?

Valve spricht ein Machtwort

Das StarLadder Major sorgte in der Community für große Aufregung, da der Veranstalter diverse Community Streams zum Turnier abschalten ließ. Grund dafür: Die jeweiligen Kanäle hatten keine Übertragungsrechte. In der Vergangenheit war das selten ein Problem, doch Valve äußerte in einem späteren Statement, dass StarLadder durchaus das Recht dazu hatte so zu handeln. Gleichzeitig legte Valve allen Veranstaltern nahe, dass sie offen auf die Community zugehen sollen und Möglichkeiten für alternative Streams gewährleisten.

Apropos Turniere und Preisgeld: Als Gerüchte aufkamen, dass die ESL plant Teams mit Exklusivverträgen an sich zu binden und die Teilnahme an anderen Ligen und Turnieren einzuschränken, entbrannte ebenfalls eine hitzige Diskussion in der Community. Auch hierzu äußerte sich Valve öffentlich und machte klar, dass derartige Praktiken nicht unterstützt werden. Zwar sei man offen für Experimente, doch sollte dadurch der Wettbewerb eingeschränkt werden, dann wird dem entsprechenden Veranstalter keine Lizenz zum Veranstalten eines CS:GO Events ausgestellt.

Franzosen kennen Lootbox-Inhalt

Lootboxen in Videospielen sind ein leidiges Thema. Regierungen einzelner Länder versuchen mittlerweile mit Gesetzen den ungeregelten glücksspielartigen Mechaniken in Spielen entgegenzuwirken. Eins dieser Länder ist Frankreich, das dieses Jahr Valve dazu brachte eine regionale Änderung am Lootbox-System in CS:GO vorzunehmen.

Mit einem „X-Ray Scanner“ können Spieler aus Frankreich den Inhalt einer Kiste sehen, ohne vorher dafür bezahlen zu müssen. Klingt vielleicht unfair, aber Valve hat das natürlich so absurd umgesetzt, dass diese Spieler keinen Vorteil bei Lootboxen haben. Als ersten Skin erhalten sie immer die „P250 | X-Ray“, die kurze Zeit später auch für alle anderen Spieler verfügbar gemacht wurde.

cs go p250 x-ray skin france

Um weitere Kisten zu öffnen, muss ein Spieler aus Frankreich zunächst den Inhalt der bereits durchleuchteten Kiste freikaufen. Erst dann kann die nächste Kiste mit dem Scanner durchleuchtet werden. Es ist also nicht möglich wahllos Kisten zu durchleuchten und nur die guten Items zu kaufen. Außerdem ist es in Frankreich nicht mehr möglich Waffenkisten und andere virtuelle Container aus CS:GO über den Steam Marktplatz zu kaufen. Das Verkaufen ist aber weiterhin erlaubt.

Cache Remake

Nachdem Valve so gut wie alle Wettkampfkarten in CS:GO überarbeitet hat, entschloss sich letztes Jahr auch FMPONE seine Map Cache von Grund auf zu überarbeiten. Nach ein paar kleinen Teasern folgte im September die Enthüllung auf der ESL One New York und im Oktober der Release des Remakes.

cs go cache remake 2019

Vor allem die neue Optik mit viel mehr Vegetation sticht heraus. Am Gameplay gab es nur kleinere Anpassungen. Am auffälligsten ist wohl das neue Fenster in der Mitte auf CT-Seite. Eine geplante neue Position beim Bombenplatz B wurde kurz vor Release wieder gestrichen.

OMG! Operation!

Sehr lange mussten wir auf eine neue Operation warten. Zwischenzeitlich wurde es sogar fraglich, ob es überhaupt jemals noch eine klassiche Operation geben wird. Und tatsächlich unterscheidet sich Operation Shattered Web, die im November über zwei Jahre nach dem Ende von Operation Hydra erschien, etwas von den früheren Varianten.

cs go operation shattered web

Da Valve mittlerweile Custom Maps einfach so im Matchmaking austauscht, haben Operations eines ihrer Hauptmerkmale verloren. Deswegen bringt die mittlerweile neunte Operation lediglich zwei Community Maps mit sich: Studio als Scrimmage Map für das Matchmaking und Jungle für Danger Zone. Stattdessen liegt der Fokus auf Missionen und haufenweise neuer Skins, die man durch den Erwerb eines Premium Passes erhalten kann.

Im Zentrum der Operation stehen die neuen Agents. Das sind Player Skins, die in allen Modi und allen Maps – mit Ausnahme von Danger Zone – verwendet werden können. In der Community machte sich schnell Ärger über diese Neuerung breit, da unterschiedliche Spielermodelle nicht als wettkampfgeeignet gelten. Auf Plattformen wie FACEIT wurden die Player Skins deshalb schon verbannt.

cs go agent female

Valve setzt eher darauf die allgemeine Sichtbarkeit auf den Maps durch mehr Licht und bessere Kontraste zu verbessern. Allerdings wurde auch schon an dem ein oder andere Player Skin nachgebessert, um den Kontrast zu bestimmten Hintergründen zu erhöhen.

Half-Life ist zurück

Es hat zwar nichts mit CS:GO zu tun, aber es ist eine der größten Gaming News des Jahres: Valve hat im November tatsächlich ein neues Half-Life angekündigt. Allerdings handelt es sich nicht um Half-Life 3. Es ist ein Ableger namens Half-Life: Alyx, chronologisch angesiedelt zwischen Half-Life und Half-Life 2. Außerdem ist es ein VR-Spiel.

half-life alyx

Valve nutzt also das Half-Life Franchise für einen VR-Vorstoß. Wer das hauseigene VR-Kit „Valve Index“ (oder zumindest die dazugehörigen Controller) besitzt, bekommt das Spiel sogar gratis. Allerdings ist die Hardware ziemlich teuer. Doch das Spiel wird auch mit diversen anderen VR-Kits kompatibel sein.

Eigentlich sollte Half-Life: Alyx bei der Awardshow „The Game Awards“ diesen Monat näher vorgestellt werden, aber daraus wurde leider doch nichts. Die Entwickler sind offenbar schwer damit beschäftigt, das Spiel bis zum geplanten Release im März 2020 fertigzustellen.

Majors in den kommenden Jahren

Was uns nächstes Jahr in Bezug auf CS:GO erwartet ist ungewiss. Voraussagen zu treffen ist bei Valve immer schwer. Die Entwickler geben nur selten Preis, was sie noch vorhaben. Nur bezüglich der großen Turniere sieht es anders aus.

Valve hat bereits Termine für vier weitere CS:GO Majors in den kommenden zwei Jahren festgelegt. Diesen finden jeweils im Mai und November statt. Diesen Monat wurde schließlich bekanntgegeben, wo das nächste Major stattfinden wird. Im Mai 2020 wird die ESL One Rio 2020 als erstes CS:GO Major in Südamerika stattfinden. Die finale Turnierphase mit den acht besten Teams wird in der Jeunesse Arena in Rio de Janeiro ausgetragen. Das Preisgeld wird wieder $1 Million betragen.

Mit dieser kleinen Information möchten wir euch in das neue Jahr schicken. Auch wir sind gespannt, was das nächste Jahr für CS:GO und die Community bereithält. Das Team von inCounterStrike.de wünscht euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Große Änderungen an Studio, Suchleiste für Coupon Items Individuelle Ärmel für Agents
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