inCounterStrike.de Jahresrückblick 2018

CS:GO ist aktuell nicht unterzukriegen. Auch 2018 war ein erfolgreiches Jahr für den Online-Shooter von Valve. Dafür sorgten diverse Ereignisse wie beispielsweise die Major Championshps sowie zahlreiche Updates für das Spiel. Weil die Jahreswende kurz bevorsteht, möchten wir noch einmal auf die wichtigsten Geschehnisse des Jahres zurückblicken.

Cloud9 überraschte beim Major

Die ELEAGUE durfte zum zweiten Mal ein CS:GO Major veranstalten und sorgte mit dem Turnier in Boston für einen interessanten Start in das Jahr. Schon bevor das Turnier überhaupt startete gab es Schlagzeilen. So konnte das chinesische Team cn TyLoo nicht teilnehmen, weil es offenbar Visum-Probleme gab. Es rückte dafür cn Flash Gaming nach. Valve tauschte noch schnell die Sticker und Graffitis aus.

Doch damit nicht genug, denn das neu geformte Team br 100 Thieves konnte wegen Einreiseproblemen der Spieler auch nicht am Turnier teilnehmen. br 100 Thieves wäre erst in der Gruppenphase gestartet. Dort wurde also ein weiterer Platz frei, der an ein neuntes Team der Prelimination-Phase, aus der normalerweise nur acht Teams weitergekommen wären. Es gab deshalb zusätzliche Entscheidungsmatches am Ende der ersten Turnierphase. Die Sticker und Graffitis von br 100 Theives hat Valve direkt aus dem in-game Shop entfernt, so dass auch diese nicht mehr erwerbbar waren.

eleague major boston 2018

Neben diesen Schlagzeilen blieb das ELEAGUE Boston Major aber vor allem wegen des extrem spannenden Finales in Erinnerung. Dort standen sich eu FaZe Clan und us Cloud9 gegenüber. Dieses absolut sehenswerte Match endete auf jeder Map mit einem knappen Ergebnis und erst nach zwei Verlängerungen auf der alles entscheidenden dritten map stand ein Sieger fest. us Cloud9 galt eigentlich als das schwächere Team in dieser Partie, zeigte aber einen unglaublichen Kampfgeist und holte sich – wenn auch nur knapp – seinen ersten Major-Titel.

Unbeliebte Maps?

Nachdem der Jahresanfang im Zeichen des Majors stand, ging es im Februrar dann wieder mit Updates für CS:GO weiter. Neben der neuen Clutch Case gab es auch inhaltliche Veränderungen am Spiel. Valve hat sich mit Nuke und Canals zwei weniger beliebte Maps ausgesucht und versucht diese ansprechender zu machen. Es gab große Veränderungen an beiden Maps, die sich spürbar auf das Gameplay auswirkten. Bei Nuke wurden beispielsweise Layout-Änderungen zurückgenommen, die mit Remake im Jahr 2016 eingeführt wurden.

de_nuke outside heaven

Im Mai legte Valve bei Nuke noch einmal nach und passte den Bombenplatz B sowie die untere Ebene etwas an. Auf Canals wartete später im Jahr ein anders Schicksal, aber dazu kommen wir noch.

Valve geht in die Offensive

Nur geringfügige inhaltliche Änderungen gab es im März, doch dafür sorgte Valve auf andere Weise für Aufsehen. Zum einen wurde eine 7-Tage-Handelssperre für Skins und Items aus CS:GO eingeführt. Führt man einen Handel mit einem anderen Spieler durch, können die erhaltenen Items seither für sieben Tage nicht weitergegeben werden. Diese Maßnahme soll besser vor Betrug und Ausnutzung des Handelssystems durch gewisse Internetseiten schützen. Über zwei Monate später ging das Unternehmen sogar direkt gegen eine solche Internetseite vor, als OPSkins ins Visier genommen wurde. Diese Plattform versuchte die Handelssperre mit einem eigenen Handelssystem zu umgehen und hätte damit Glücksspielseiten – gegen die Valve schon früher massiv vorgegangen ist – wieder die Türen geöffnet.

Ein ungewohnter Schritt von Valve war auch, dass mit dem Programmierer John McDonald ein Angestellter des Unternehmens öffentlich über die Anti Cheat-Maßnahmen redete. Das tat er im Rahmen der Game Developers Conference in San Francisco, die vom 19. bis 23. März stattfand. Dort sprach er über VACnet, ein intelligentes Anti Cheat-System, das eine eigenen Serverfarm benötigt. Valve ist so von der Effizienz des Systems überzeugt, dass das öffentliche Sprechen darüber als unbedenklich erachtet wurde.

Da ist das Ding!

Für lange Zeit war bekannt, dass Valve an der Implementierung eines neuen User Interfaces namens „Panorma“ arbeitet und dieses wurde sogar einmal als eines der Hauptziele für das Jahr 2017 benannt. Im Juni 2018 bekamen die Spieler das neue UI im Rahmen einer optinalen Beta erstmals zu sehen. Es handelt sich dabei um ein von Valve selbst entwickeltes UI, das den Entwickler die Arbeit erleichtert und den Spielern neue Features bietet. Anfang August wurde es schließlich veröffentlicht und ersetze damit das alte Scaleform UI. Um den Release zu feiern wurde mit den selben Update die Horizon Case mit vier neuen Messern mitgeliefert.

cs go panorama ui

Etwas später im selben Monat wurde mit der MP5-SD eine neue Waffe ins Spiel integriert. Valve brachte damit einen Favoriten der älteren Counter-Strike-Spiele zurück, diesmal allerdings in einer schallgedämpften Variante. Vorerst war die Waffe aber nur im Casual Mode verfügbar und wurde dann schrittweise zunächst noch im Wingman-Modus aktiviert und war erst im Oktober, nach dem zweiten Major-Turnier des Jahres, dann schließlich auch im Competitive Matchmaking verfügbar.

cs go mp5sd

Go BIG?

Der September stand ganz im Zeichen des gerade schon erwähnten zweiten Major Championships. Dabei durfte FACEIT erstmals als Veranstalter agieren. Für eSport Fans aus Deutschland war es ein interessantes Turnier, denn das Team de BIG schlug sich diesmal deutlich besser als beim ELAGUE Major im Januar. Bereits im Juli sorgte das Team rund um Fatih „gob b“ Dayik für Begeisterung unter deutschen Fans, als es sich auf der ESL One in Köln bis ins Finale spielte.

Das FACEIT Major bot die größte Möglichkeit für das Team sich ganz nach obne zu spielen. Nach einem leider etwas schwachen Start sicherte sich das Team in der letzten Runde der Challengers Stage noch einen Platz für die nächste Turnierphase. Dort blühte de BIG dann etwas auf und musste nur eine Niederlage einstecken, bevor es sich einen Platz in den Top 8 sichern konnte. Das Viertelfinale gegen ua Natus Vincere war zwar die Endstation, doch dank der Teilnahme an den Playoffs ist das deutsche Team auf jeden Fall auch beim nächsten Major wieder dabei und startet direkt unter den Top 16.

Im Finale des Turniers kam es schließlich zu einem Aufeinandertreffen von ua Natus Vincere und dk Astralis. Nach zwei gespielten Maps stand dk Astralis als strahlender Sieger des Turniers fest.

18 Jahre

Bevor wir uns dem spektakulären Jahresende widmen, wollen wir aber noch kurz den 30. Oktober hervorheben. An diesem Tag durften wir ein Jubiläum feiern: inCounterStrike.de erreichte seinen 18. Jahrestag. Was für Menschen ein wichtiger Meilenstein ist, das kann für eine Webseite zumindest als stolzes Alter angesehen werden.

Am 30. Oktober 2000 startete diese Seite hier, wenn auch noch unter einem anderen Namen. Da auch das Counter-Strike Franchise seit fast zwei Dekaden nicht unterzukriegen ist, fanden sich auch immer wieder Leute, die dieses Projekt hier über die Jahre weitergeführt haben. Und so verging die Zeit, bis wir dieses Jahr unser 18 jähriges Bestehen feiern durften. Übrigens sind wir auch stets auf der Suche nach begeisterten Spielern, die Lust haben bei uns einzusteigen und die Seite in ihrer Freizeit mitzugestalten, so dass wir auch noch viele weitere Jubiläen feiern können.

Keine Operation

Nach dem Ende des Majors waren viele Spieler der Meinung, dass es mal wieder Zeit für eine Operation wäre. Schließlich war bereits ein ganzes Jahr vergangen, seit die letzte Operation endete. Valve entschied sich aber für einen anderen Weg und mischte den Map Pool etwas auf, indem zwei weitere Community Maps aufgenommen wurden: de_biome von jd40 und de_subzero von FMPONE. Die beiden Maps waren zunächst nur im Casual Mode verfügbar. Mit dem gleichen Update führte Valve aber auch eine entscheidende Änderung am Economy System des Competitive Mode durch. Das Team, das die Pistol Round der jeweiligen Halbzeit verloren hat, überspringt eine Stufe beim Loser Bonus.

de_subzero cs go

Im November wurden de_biome und de_subzero schließlich für das Competitive Matchmaking freigeschaltet. Die beiden Autoren waren weiterhin bemüht ihre Maps zu verbessern und haben noch im selben Monat größere Veränderungen daran vorgenommen. Neben den beiden erwähnten Maps aht Valve übrigens auch die schon länger enthaltene Map de_austria befördert und ebenfalls im Competitive Matchmaking verfügbar gemacht. Als Ausgleich flogen die Community Maps de_shipped und cs_insertion raus. Zusätzlich entfernte Valve seine neueste Map de_canals, die im März 2017 integriert und auch einige Male überarbeitet wurde.

de_canals cs go

Im November drehte sich also vieles um Maps. Dabei hat sich Valve auch noch einmal eine Map vorgenommen, die von einigen geliebt und von anderes gehasst wird: Cobblestone erhielt eine erneute Überarbeitung, die sich massiv auf das Gameplay auswirkte. Dabei wurden manche Teilke der Map, wie beispielsweise der komplette T-Spawn, einfach gelöscht. Zuvor konnte die neue Varinate von Cobblestone bereits in einer speziellen Halloween-Version ausprobiert werden.

Alles umsonst?

Der Dezember brachte das größte Updates des Jahres mit sich. Die Entwickler machten sich einen Spaß daraus und deuteten ein paar Tage vorher schon über Twitter an, dass estwas größeres auf die Spieler zukommen wird. Am 6. Dezember ließen sie dann die Bombe platzen: Mit „Danger Zone“ erhielt CS:GO einen eigenen Battle Royale Modus und das Spiel wurde auf Free to Play umgestellt.

cs go danger zone update

Das Update wurde von der Community mit gemischten Gefühlen aufgenommen, sorgte aber natürlich für einen plötzlichen Anstieg der Spielerzahlen. Der Battle Royale Modus ist in einem kleineren Rahmen gehalten und wird mit maximal 18 Spielern gespielt. Die Entwickler haben außerdem eigene Ideen integriert und das spezifische Verhalten der Waffen trägt natürlich auch zum Gameplay bei. Mit den klassichen Spielmodi hat „Danger Zone“ aber ansonsten nichts gemeinsam.

Die Umstellung auf Free to Play freut natürlich alle, die das Spiel bisher nicht gekauft haben, erweckte bei anderen Spielern aber die Sorge, dass die Cheater-Problematik dadurch stärker wird. Auf der anderen Seite wist da natürlich noch das Prime-System, das Valve entsprechend umstellen musste. Es dient weiterhin dazu eine bessere Spielerfahrung im Matchmaking zu ermöglichen. Neben dem Erreichen eines bestimmten Rangs und dem Hinterlegen einer Telefonnummer kann man nun aber auch einfach ein Upgrade auf den Prime-Status kaufen. Das kostet soviel, wie das Spiel bisher im Steam Store gekostet hat. Alle Spieler, die CS:GO bereits gekauft haben, bekamen ein automatisches Upgrade auf Prime.

Zum Ausklang des Jahres hat Valve dann noch ein Winter Update abgeliefert, dass sogar Schneeballschlachten ermöglicht. Außerdem kehrte Militia, eine Map die seit über einem Jahr fehlte, in einer verschneiten Version zurück ins Spiel. Ganz vergessen werden die scheinbar unbeliebten Maps also nicht.

cs_militia winter edition

2019

Wir dürfen gespannt sein, was das kommende Jahr für uns CS:GO-Spieler bereit hält. Da es weiterhin zu den am meisten gespielten Spielen gehört, hat Valve sicher großes Interesse daran, dass das auch so bleibt. Wir werden also sicher auch in den kommenden 12 Monaten mit einigen inhaltlichen Neuerungen und Veränderungen konfrontiert werden. Außerdem findet im Februar mit der IEM katowice 2019 das nächste Major-Turnier statt.

Abschließend wünschen wir euch natürlich noch einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Rund 600 000 VAC Bans im Dezember Winter Update mit Schneebällen und Militia
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