Valve spricht sich gegen Exklusivitätsregeln aus

Während in den letzten Wochen das Major in Berlin lief, gab es in der CS:GO Community auch noch andere heiße Diskussionsthemen. Diese drehten sich zwar zum Teil auch um das Major, doch vor allem die vermeintlichen Zukunftspläne der ESL sorgten für Aufruhr. Um für klare Verhältnisse zu sorgen, hat Valve heute ein offizielles Statement abgegeben. Dieses behandelt unter anderem die Themen Übertragungsrechte und Exklusivität.

Wer hat das Recht ein Major zu streamen?

Am zweiten Tag des Berlin Majors gab es einen großen Aufschrei, als StarLadder diversen Community Streams wegen Urheberrechtsverletzung den Saft abdrehte („DMCA Takedown“). Ohne Erlaubnis durfte kein alternativer Stream des Majors angeboten werden. Da es soetwas – zumindest in diesem Ausmaß – bisher noch nicht gab, war die Fangemeinde wütend und forderte ein Einschreiten von Valve.

Das Unternehmen aus Bellevue sagte aber kein Wort dazu. Doch StarLadder lenkte von selbst ein und nahm die Sperrungen zurück. Zumindest einigen Streamern wurde es danach erlaubt, das Major unter gewissen Voraussetzungen zu übertragen.

Jetzt gibt es auch von Valve ein offizielles Statement dazu. In diesem heißt es, dass der Organisator eines Majors schon immer die einzige Partei mit Übertragungsrechten ist. Dieses Recht wurde eben nur in der Vergangenheit nicht so durchgesetzt wie es dieses mal der Fall war. Allerdings erwartet Valve von den Organsiatoren auch, dass diese mit Streamern zusammenarbeiten, um den Zugang zu wertvollen alternativen Inhalten zu gewährleisten und Streams in unterrepräsentierten Sprachen zu fördern.

Valve möchte keine Exklusivverträge

Die neue ESL Pro Tour mit insgesamt $5 Millionen Preisgeld klingt erst einmal nicht schlecht. Allerdings gab es neben der Ankündigung auch einen Bericht darüber, dass die ESL plant die Teams mit Exklusivverträgen an sich zu binden. Die Verträge schränken die Möglichkeiten der Teams zur Teilnahme an Ligen und Turnieren anderer Betreiber deutlich ein. Auch zu diesem Thema hat Valve nun eine klare Haltung bezogen.

Generell vergibt Valve Lizenzen zum Veranstalten von CS:GO Turnieren völlig kostenlos und überlässt den Organisatoren die Einzelheiten. Valve ist dabei auch offen für Experimente in den verschiedensten Bereichen wie Präsentation, Technologie und Turnierformat. Das Ziel solcher Experimente sollte aber stets ein Mehrwert für die Teams, Spieler und Fans sein.

Das Blatt wendet sich, wenn diese Experimente so groß sind, dass sie bei einem Fehlschlag der ganzen Wettkampfszene schaden könnten. Dieses Risiko von Langzeitschäden sieht Valve bei Exklusivverträgen. Die exklusive Bindung an eine Veranstaltung beschränkt Betreiber anderer Veranstaltungen in ihren Möglichkeiten. Konkurrenz ist aber wichtig, um die Wettkampfszene am Leben zu erhalten.

Valve hat deshalb kein Interesse daran Lizenzen an Events zu vergeben, die Teams davon abhalten an anderen Events teilzunehmen. Sofern die Berichte über die Exklusivregeln stimmen, muss die ESL die Klauseln in den entsprechenden Verträgen also wieder entfernen, da Valve sonst die Lizenz zum Veranstalten eines CS:GO Events nicht ausstellt.

Interessenkonflikte dürfen nicht bestehen

Die Gelegenheit hat Valve gleich genutzt, um seinen Standpunkt zu einem älteren Thema noch einmal zu wiederholen. Für den Organisator, ein Team oder einen Spieler darf es bei CS:GO Majors keine finanzielle Verbindung mit einem anderen Team oder dessen Spielern geben. Dabei wird explizit auch der Besitz mehrerer Teams genannt.

Der Organisator sowie alle Teams und Spieler eines CS:GO Majors müssen im Vorfeld bestätigen, dass bei ihnen kein Interessenkonflikt besteht. Falls ein solcher Konflikt doch besteht, muss er aus der Welt geschafft werden. Valve hat die Bedingungen, die alle involvierten Parteien bei einem CS:GO Major akzeptieren müssen, zur öffentlichen Einsicht in seinem Blog Post hinterlegt.

Quelle: counter-strike.net

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