VACnet – Intelligentes Anti-Cheat benötigt 1700 Prozessoren

Gewinnt Valve den Kampf gegen die Cheater in CS:GO? In den vielen Jahren, die das Spiel schon auf dem Markt ist, gab es oft Zeiten in denen die Cheats scheinbar Überhand nahmen. Das ging nicht spurlos an Valve vorbei. Neben Valve Anti Cheat (VAC) und dem communitybasierten Overwatch begann deshalb im Jahr 2016 die Arbeit an einem neuen System. Valve setzt auf maschinelles Lernen und hat seit einigen Monaten das sogenannte „VACnet“ in Betrieb. Und scheinbar erzielt das neue System immer wieder große Erfolge im Kampf gegen Cheater.

Was ist VACnet?

Auf der diesjährigen Game Developers Conference in San Francisco, die vom 19. bis 23. März stattfand, gab der Programmierer John McDonald einen der seltenen Einblicke in die Herangehensweise von Valve an das Thema Cheats. Grund dafür dürfte sein, dass Valve mit seinem neuen System VACnet große Erfolge im Kampf gegen Cheater in CS:GO feiert.

Es handelt sich dabei um ein Projekt, an dem seit 2016 gearbeitet wird. Mithilfe von maschinellem Lernen sollen Cheats effektiv bekämpft werden. Dabei ersetzt VACnet nicht das klassische VAC und auch nicht Overwatch. Es ist ein zusätzliches System.

Das Verhalten von Spielern wird analysiert und das System lernt wie sich diverse Cheats bemerkbar machen. VACnet funktioniert vollkommen dynamisch und passt sich immer wieder neuen Gegebenheiten an. Um beispielsweise Aimbots aufzuspüren, werden einzelne Momente festgehalten, in denen geschossen wird und verschiedene relevante Faktoren einbezogen. Dann wird verglichen, ob das analysierte Verhalten noch menschlich sein kann.

VACnet schickt mittlerweile eine Menge Aufzeichnungen an Overwatch. Dort urteilen dann echte Menschen darüber, ob der verdächtigte Spieler schuldig ist oder nicht. Im Gegenzug kann das automatisierte System auch von den Menschen lernen. Wenn in der Community ein neues Cheatverhalten identifiziert wird, dann lernt VACnet das automatisch über Overwatch.

Das Anit Cheat ist effektiv

Scheinbar funktioniert das Anti Cheat mit maschinellem Lernen sehr gut. Wird ein Spieler von anderen Menschen an Overwatch gemeldet, dann wird er nur in 15-30% der Fälle tatsächlich für schuldig befunden. Meldungen von VACnet an Overwatch sind mit einer Quote von 80-95% um ein vielfaches zuverlässiger.

Hat das System einen neuen Cheat registriert, dann erwischt es vorübergehend fast 100% der Nutzer dieses Cheats. Wenn sich die Cheater an die Erfassung angepasst haben, geht die Quote wieder etwas zurück.

Als Valve Anfang des Monats endlich auch den 2on2 Wingman-Modus in Overwatch integrierte, befasste sich VACnet bereits heimlich damit. Für eine Weile wurden 99% der Cheater in diesem Modus gesperrt. Für die Entwickler des Anti Cheat war es ein wahres Fest.

Valve hat viel Geld investiert

Behauptungen Valve würde den Kampf gegen Cheats nicht ernst nehmen, können zukünftig nicht mehr so einfach aufgestellt werden. Um VACnet zu betreiben, braucht es eine unvorstellbare Menge an Rechenleistung. Jeden Tag werden rund 600 000 Matches in CS:GO gespielt, die alle ausgewertet werden müssen.

Um diese Aufgabe bewältigen zu können, hat Valve mehrere Millionen US-Dollar investiert. Ein Rechenzentrum mit 1700 Prozessoren ist aktuell nötig, um das maschinell lernende Anti Cheat zu betreiben. Valve hat gleich die doppelte Menge an Hardware arrangiert, um das System auf absehbare Zeit problemlos erweitern zu können.

Quelle: youtube.com, pcgamer.com

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