FaZe Clan-Eigentümer gibt zu eine CS:GO-Glücksspielseite betrieben zu haben

Im Jahr 2016 kaufte der FaZe Clan ein Team auf und stieg damit relativ spät in CS:GO ein. Im gleichen Jahr gab es auch Hinweise darüber, dass Mitglieder von FaZe eine Glücksspielseite namens „CS:GO Wild“ betreiben. Auch wenn diese es bestritten, so waren die Hinweise doch bedrückend. Jahre später hat nun der Miteigentümer Richard „Banks“ Bengston zugegeben, damals eine Glücksspielseite betrieben zu haben.

FaZe Clan hat CS:GO Wild betrieben

Vor rund vier Jahren litt CS:GO unter einem Glücksspielproblem. Auf unzähligen Webseiten konnten Waffen-Skins eingesetzt werden und es wurde mit großen Gewinnen gelockt. Diese Art des Glückspiels war völlig unreguliert und auch Minderjährigen zugängig. Dabei kam ein Skandal nach dem anderen ans Tageslicht, denn viele Betreiber täuschten und tricksten im Hintergrund.

Im Kreuzfeuer stand auch der FaZe Clan, der eine unübersehbare Verbindung zu CS:GO Wild hatte. Das große Problem war, dass die Organisation das nicht öffentlich bekanntgab, sondern bewusst geheim hielt. Dadurch wurden – teilweise minderjährige – Zuschauer getäuscht, die in Videos sahen wie Faze-Mitglieder beim Glücksspiel auf besagter Seite groß abräumten. Der eSport-Journalist Richard Lewis berichtete auf seinen YouTube-Kanal darüber:

Jetzt hat der FaZe Clan-Miteigentümer Richard „Banks“ Bengston in Episode #11 des Podcasts BADNWZ überraschend offen über dieses Thema gesprochen. Er gibt zu, dass er und weitere, ungenannte Personen, Eigentümer einer CS:GO-Glücksspielseite waren. Ein Grund dafür sei gewesen, dass viel Geld benötigt wurde, um mit einem anständigen Team in der CS:GO Profi-Szene Fuß zu fassen.

Angeblich wurden durch die Glücksspielseite zu dieser Zeit Einnahmen um die $200,000 pro Tag generiert. Er und weitere Personen seien auf die karibische Insel Antigua geflogen, auf der das Betreiben einer solchen Seite legal sei und hätten sich dort eine Lizenz besorgt. Durch diese Aussage bestätigt er auch, dass es sich wirklich um CS:GO Wild handelte, da die Insel auf der damaligen Webseite genannt wurde. Seiner Aussage nach sei das Geschäft mit der Seite vollkommen legal gewesen. Trotzdem wurde die Seite nach einigen Monaten geschlossen, als Valve begann gezielt gegen Gambling-Seiten vorzugehen.

Vor Jahren wurde alles geleugnet

Damals machten sowohl „Banks“ selbst, als auch Miteigentümer Nordan „Rain“ Shat mit zahlreichen YouTube-Videos Werbung für CS:GO Wild. Mit reißerrischen Titeln und Thumbnails demonstrierten sie große Gewinne durch das Glücksspiel. Wie bereits angesprochen war ein großes Problem, dass sie ihre Verbindung zu dieser Glücksspielseite nicht offenlegten. Das ist zum einen Täuschung und zum anderen konnten sie als Besitzer natürlich auch ganz einfach das „Glück“ beeinflussen und somit Gewinne fälschen.

Dass sie tatsächlich ihr eigenes System manipuliert haben ist sehr wahrscheinlich, aber kann wohl nie wirklich nachgewiesen werden. Allerdings bestritten sowohl „Banks“ als auch „Rain“ unter anderem über Twitter öffentlich, dass ihnen die Plattform gehört. Es gab sogar ein Statement, für das scheinbar eine neue Person erfunden wurde, der CS:GO Wild angeblich gehört. Doch die verschiedenen Aussagen waren nie ganz stimmig und durch die Entlarvung von Phantoml0rd kam ein weiterer Beweis gegen FaZe ins Spiel.

„Banks“ gesteht, „Rain“ streitet ab

Übrigens streitet „Rain“ weiterhin ab ein Eigentümer von CS:GO Wild gewesen zu sein. Allerdings lassen sein Verhalten und seine Aussagen zu diesem Thema in der Vergangenheit berechtigte Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit zu.

Unklar ist, warum „Banks“ jetzt plötzlich so offen über dieses Thema geredet hat. Sich selbst und seiner Organisation hat er damit sicher keinen Gefallen getan. Denn trotz seiner Aussage, dass die Glücksspielseite legal gewesen sei, wurde die Grenze des Erlaubten doch an mehreren Punkten übertreten.

Quelle: podcasts.apple.com

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