128 Tick Server nicht ausgeschlossen, Panorama UI weiterhin in Arbeit

Ein seltenes Phänomen, dass sich gestern auf Twitter abgespielt hat: Einer der Entwickler, die gerade an CS:GO arbeiten, hat über den Kurznachrichtendienst verschiedene Fragen von Usern beantwortet. Normalerweise sind die Entwickler bei Valve für ihr Schweigen bekannt. Programmierer John McDonald machte gestern offenbar eine Ausnahme.

128 Tick Server für CS:GO?

Drittanbieter bieten es schon lange an und viele Spieler wünschen sich, dass auch Valve bei seinen offiziellen Servern für das CS:GO Matchmaking die Tickrate von 64 auf 128 erhöht. Das würde die Präzision von Berechnungen der Server erhöhen, weil jede Sekunde in doppelt so viele Zeitschritte aufgeteilt werden würde.

Das erfordert aber auch wesentlich mehr Leistung und John McDonald lieferte die gleiche Antwort, die auch schon in der Vergangenheit gegeben wurde: Die Umstellung wäre tatsächlich ein Nachteil für die meisten Spieler, weil deren PCs oder Internetverbindungen nicht mit der Tickrate mithalten könnten.

Ganz Ausschließen wollte er die Einführung von 128 Tick Servern aber nicht. Allerdings müsste die Spielergemeinschaft dann aufgeteilt werden, was wiederum zu längeren Wartezeiten beim Matchmaking führen würde.

Panorama UI kommt so bald wie möglich

Was Valve für CS:GO geplant hat, ist nicht so wirklich bekannt. Manchmal bekommt man kleine Info-Häppchen, mehr aber nicht. Ein Feature, das schon lange angekündigt, aber bisher nicht umgesetzt wurde, ist ein neues User Interface namens „Panorama“. Letztes Jahr gaben die Entwickler bekannt, dass das „Panorama UI“ zusammen mit ein paar anderen Features im Fokus steht. Veröffentlicht wurde es aber bis heute nicht.

Das Panorama UI befindet sich noch in Entwicklung und steht weiterhin im Fokus. Es soll veröffentlicht werden, sobald es fertig ist.

Keine Gnade für Cheater und Betrüger

Natürlich kam auch die Frage auf, ob Valve mittlerweile in Betracht ziehen würde, die Anfang 2015 wegen eines Wettskandals von allen Major-Turnieren verbannten Spieler (unter anderem ehemaliges Lineup von iBUYPOWER) wieder zu entsperren. Doch wie zu erwarten war, bleibt Valve seiner Linie treu und lässt die Sperren weiterhin bestehen.

Auch Fälle in denen Profi-Spieler als Cheater entlarvt wurden, wird Valve nicht überdenken und auch auf keinen Dialog dazu eingehen – egal wann diese Fälle waren. Diese Spieler würden der Integrität des Spiels und der Szene schaden.

Übrigens gab John McDonald zu wissen, dass er so gut wie jeden Fall, in dem sich ein Spieler über einen unrechtmäßigen Bann in CS:GO beschwert, selbst überprüft. Er antwortet nur nie darauf, weil die sich beschwerenden Spieler quasi immer schuldig sind und er ihnen keine Informationen liefern möchte.

Und falls tatsächlich ein Spieler unrechtmäßig gesperrt wurde, dann kümmert er sich darum und macht den Bann rückgängig. Das sei bei den geschätzten 5000 Fällen, die er bisher überprüft hat, aber keine fünf Mal der Fall gewesen.

35 Leute arbeiten an CS:GO

In letzter Zeit gab es Vorwürfe von Profi-Spielern und anderen bekannten Persönlichkeiten aus der Szene, dass Valve sich nicht um CS:GO kümmern würde. Auch in der Community herrscht allgemein die Meinung, dass bei Valve kaum jemand am Spiel arbeiten würde. Tatsächlich arbeiten aktuell aber rund 35 Leute an CS:GO. Und jeder davon sei mit Herz und Seele dabei.

Allerdings konnte John McDonald nichts über die Zukunftspläne für CS:GO verraten. Die gibt es zwar, aber bei Valve redet man nicht öffentlich darüber. Die Pläne könnten sich auch jederzeit ändern.

Alle Antworten von John McDonald

Auch wenn John McDonald mit konkreten Infos sparsam war, so wurde seine Gesprächigkeit von der Community sehr positiv aufgenommen. Bereits im März machte er auf der GDC 2018 mit einer ausführlichen Rede über das Anti-Cheat-System VACnet auf sich aufmerksam.

Alle seine Antworten auf die User-Fragen gibt es gesammelt in einem Thread auf Reddit.

Panorama UI zunächst ohne neuen Server Browser und Demo Viewer? Streaming Audio aktiviert und Laufanimationen bei SMGs ersetzt
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