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Hohe Pings bzw. starke Schwankungen scheinen bei Versatel keine Seltenheit zu sein und so muss auch ich mich mit diesem Problem herumschlagen. Vor allem für Online-Spieler scheint Versatel die schlechteste Wahl zu sein. Bei Arcor waren bei mir Pings zwischen 10 und 20 ms mit DSL3000 an der Tagesordnung; bei Versatel komme ich mit DSL 6000 + FP in CS bzw. CSS nicht unter die 50ms Schranke (und das bei über 10000 Servern). Nachdem man mich zur Behebeung des Problems auf DSL2000 gedrosselt hatte, versuchte ich Kontakt aufzunehmen, da dieser Schritt keine Änderung mit sich gebracht hatte. Allerdings wurde ich lediglich verarscht - und zwar nach Strich und Faden.
Aus diesem Grund schrieb ich am Mittwoch vergangener Woche folgende Mail an Versatel und habe bis heute noch keine Antwort erhalten. Nun ist es natürlich sehr problematisch sich mit seinem Provider über den Ping zu streiten und darum wollte ich euch fragen, ob es Möglichkeiten gibt, Versatel eine Frist zu setzen...

MfG
Invisible

Hier meine Nachricht:

Sehr geehrte Damen und Herren,


Ich möchte Ihnen hiermit nochmals mein Problem bezüglich meines verhältnismäßig hohen Pings darlegen. Des Weiteren werde ich Ihnen nebenbei erklären, weshalb Ihr Kundenservice, trotz der relativ schnell behobenen Störungen, nur als mangelhaft einzustufen ist.

Bereits im vergangenen Jahr suchte ich die Heilbronner Versatel Filiale auf, um mich über Ihre Produktpalette zu informieren. Der ausgesprochen freundliche Mitarbeiter gab mir auf meine explizite Nachfrage zu verstehen, dass die Pings bei Versatel mit denen anderer Provider vergleichbar seien.
Einige Zeit darauf ging mein Vater in die Filiale und unterschrieb dort den Vertrag über das „Rundumsorglospaket“, bestehend aus einer DSL 6000 Flatrate sowie einer Telefon-Flatrate. Außerdem hatte Ihn der Mitarbeiter aus der Filiale darauf hingewiesen, dass es sinnvoll sei für einen Euro Aufpreis im Monat Fastpath aktivieren zu lassen – vor allem, wenn doch die beiden Söhne ausschließlich online spielen würden.
Ich muss sagen, dass die Beratung soweit wirklich gut zu sein schien.

Nachdem unser Vertrag mit Arcor ausgelaufen war, kamen wir zu Ihnen. Ehrlich gesagt war ich wirklich überrascht … negativ überrascht.
Am ersten Tag musste ich feststellen, dass die Leitung auf 200kbyte/s begrenzt war. Ein kurzer Anruf genügte und die Leitung stand. Daraufhin begab ich mich auf die Website www.speedmeter.de und führte eine Messung durch und die Ergebnisse schienen wirklich sehr überzeugend. Up- und Downloadrate schwankten zwar etwas, aber es war in Ordnung.

Dann die große Ernüchterung: zu allen Gameservern hatte ich einen Ping, den ich meinerseits als Grenzwert des Spielbaren oder als unspielbar, bezeichnen würde.
Zuvor waren wir wie bereits erwähnt Kunden bei Arcor und erwarteten mit dem Wechsel zu Ihnen eigentlich nur Eines: gleiche Qualität zum niedrigeren Preis. Bei Arcor hatten wir einen Vertrag über eine DSL 3000 Leitung. Diese lieferte erstklassige Ergebnisse – es waren beispielsweise Pings im Bereich von 10-20ms möglich; um es deutlicher zu sagen: mein Ping lag auf den ganzen Servern, die ich besuchte, nie über 30ms.
Bei Ihnen kann ich leider keinen Server mehr finden, der die 50ms Grenze unterschreitet und auf dem sich andere Spieler befinden. Selbst wenn diese leer sind, ist es nicht möglich 45ms zu erreichen. Hinzu kommen starke Schwankungen des Pings.

Daraufhin meldete ich mich bei Ihrer Hotline und nach einigem Hin und Her, welches ich Ihnen später an einem konkreten Beispiel verdeutlichen werde, war ich endlich bei einem mehr oder weniger kompetenten Gesprächspartner angelangt, der mir erklärte, dass es notwendig sei einige Server mit dem „tracert-Befehl“ anzupingen und die Ergebnisse Ihnen zukommen zu lassen.
Einige Wochen später, genauer gesagt am Montag, den 24.04. führte ich die Messungen durch und ließ Ihnen diese am Dienstag, den 25.04. zukommen.

Als ich am Donnerstag nach Hause kam, erfuhr ich über eine Nachricht auf meinem Anrufbeantworter, dass die Störung behoben sei. Folglich ging ich online und stellte kurzerhand fest, dass der Seitenaufbau extrem schleppend voranging. Aus diesem Grund besuchte ich erneut die Website www.speedmeter.de. Das Ergebnis mehrmaliger Messungen ergab, dass die Downloadrate durchschnittlich bei 19kbyte/s lag – die Uploadrate lag bei durchschnittlich 12kbyte/s.
Wie ich der Nachricht auf dem Anrufbeantworter entnehmen konnte, sollte ich mich bei weiteren Fragen an die 0800 8888884 (Entstörungs-Hotline Nordrhein-Westfalen) wenden. Also wählte ich diese Nummer und bat um Hilfe, da es sich doch offensichtlich um eine Störung handelte. Allerdings gab mir mein Gesprächspartner zu verstehen, dass ich mich an die kostenpflichtige Hotline 0180 5661044 (12ct/min) wenden müsse. Die Begründung war Folgende: „Es handle sich hierbei jedenfalls nicht um eine Störung und außerdem könnten nur die Kollegen unter der 0180 5661044 meine Übertragungsrate einsehen“.
Immer noch der Meinung, dass es sich hierbei um eine Störung oder einen Fehler Ihrerseits handeln würde, entschied ich mich zunächst einmal unter der 0800 8230823 (Entstörungs-Hotline für Baden-Württemberg – ich wohne schließlich in BW und nicht in NRW) nachzufragen. Das Ergebnis war dasselbe und ich weiß noch immer nicht, warum man mein Anliegen nicht über bei diesem Anruf bearbeiten konnte. Man muss davon auszugehen, dass hierbei sicherlich finanzielle Aspekte eine zentrale Rolle spielen.

Machtlos etwas anderes zu tun, wendete ich mich an die 0180 5661044. Diesmal wurde mir erklärt, dass ich das Modem kurzzeitig vom Netz nehmen müsste und das Problem damit eigentlich behoben sein müsste. Also habe ich das Modem resettet und war danach genau so weit wie zuvor. Also wendete ich mich nochmals an die 0180 5661044. Hier erfuhr ich auf einmal, dass man die Leitung gedrosselt habe, um eine störungsfreie Verbindung zu garantieren. Auf die niedrige Downloadrate ging man nicht ein, ebenso wenig konnte man mir Auskunft darüber geben, wie weit meine Leitung gedrosselt wurde. Man gab mir lediglich wieder eine Nummer, unter welcher ich mich melden sollte, um monatlich ein paar Euro zu sparen, da man mir (ohne Absprache!) die Leitung gedrosselt hatte. Wegen der miserablen DSL-Geschwindigkeit verwies man mich auf die 0800 8230823, mit der Begründung, dass diese eigentlich nicht normal sei.

Kommt Ihnen diese Nummer ebenfalls bekannt vor? –Richtig; es handelt sich hierbei um die Entstörungs-Hotline für Baden-Württemberg, an die ich mich zuerst gewendet hatte!

Also meldete ich mich unter der 0800 8230823. Leider konnte mir unter dieser Nummer wieder niemand helfen. Man erklärte mir, dass es zunächst notwendig sei, dass eine andere Abteilung der Versatel einen internen Eintrag ändere, sodass die Technik sehe, dass man die Leitung von DSL 6000 heruntergedrosselt habe. Wie es der Zufall (?!) so wollte, gab es auch diesmal ein Problem. Es war nämlich nicht möglich diese Änderung des Eintrags intern durchzuführen und so wurde letztlich ich dazu gebraucht…(auf die dadurch entstandenen Folgen werde ich später eingehen).
Folglich meldete ich mich unter der 0800 1444444, um mitzuteilen, dass bei der DSL-Geschwindigkeit eine Änderung durchgeführt worden war und man den Eintrag ändern müsse, um sich meinem Problem anzunehmen. Dieser Eintrag wurde dann auch geändert – wieso ist hierzu eine andere Nummer notwendig???

Nun sollte ich mich an die 0180 5661044 wenden, da die Mitarbeiter hier nun in der Lage seien, meine DSL Geschwindigkeit von läppischen 20kbyte/s anzuheben. Ich erklärte, dass ich soeben einen Speedtest durchgeführt hätte und die Leitung nicht in Ordnung sei. Der Herr seinerseits meinte nun, es wäre erforderlich den Speedtest durchzuführen, wenn ein Mitarbeiter der Verstael am Apparat sei. Da ich zu diesem Zeitpunkt mittlerweile meinen Rechner ausgeschalten hatte, meinte er, ich solle alles vorbereiten und mich nochmals melden; er würde meinen Anruf vermerken.
Machtlos wie ich war, meldete ich mich nochmals unter der 0180 5661044. Ich erklärte meinem Gegenüber unter welchen Nummern ich mich schon gemeldet hatte und, dass ich nun den Speedtest durchführen würde. Blieb mir was anderes übrig? –Nein!
Seltsam nur, dass der Mitarbeiter wohl keine Ahnung hatte, weshalb ich den Speedtest durchführen solle, wenn ich ihn am Telefon habe.
So meinte er lediglich ich solle doch den Test durchführen und dabei kam schon seine unglaubliche Fachkenntnis zum Vorschein. Nach ein paar Sekunden meinte er wie die Ergebnisse aussähen? Jeder einigermaßen erfahrene DSL-Nutzer kann sich doch denken, dass bei max. 20kbyte/s eine Messung etwas länger dauert…
Die Krönung war dann aber, als er sich die Ergebnisse durchgeben ließ. Wozu musste ich mich nochmals melden? Um dieselben Ergebnisse durchzugeben? Meinen Sie es macht mir Spaß Ihnen ständig hinterher zu rennen, nur weil Sie mir nicht das Produkt zur Verfügung stellen, für welches ich bezahlt habe und welches Sie mir in einer anderen Form versprochen haben?!
Ursprünglich dachte ich, dass Ihr Mitarbeiter hierbei meine Übertragungsrate sehen würde, aber Sie haben sich selbst reingelegt: jeder „Kunden(betreuer)/verarscher“ sagt etwas anderes und auf längere Sicht werden Sie sehen, was Sie damit erreicht haben. Dass ich mich betrogen fühle, können Sie sich ja denken.
Aber das ist noch nicht alles. Nachdem ich ihm zunächst sagte, dass die Messung wieder dieselben Werte ergeben habe, wollte er mir erklären, dass „mein Rechner spinne“. Erst die Erläuterung, dass ich daheim 3 verschiedene PCs habe, veranlasste ihn mein Problem aufzunehmen. Ganz sicher dachte er bei sich: „Schade, leider hat der Kunde etwas Ahnung und ich kann ihn nicht schon wieder abwimmeln, oder an eine andere Nummer verweisen.

Bereits am nächsten Morgen erhielt ich eine SMS, die mir mitteilte, dass das Problem behoben sei. Leider kann ich keine wirkliche Veränderung feststellen. Nun ja, der Ping schwankt nicht mehr so stark in Onlinegames (ist aber immer noch sehr hoch) und die Downloadrate wurde von ca. 500kbyte/s auf 230kbyte/s reduziert. Wenn Sie mir jetzt noch erklären könnten, inwiefern sich die Reduzierung positiv auswirkt, wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Überaschenderweise erhielt ich am Samstag den 30.04. ein Schreiben von Ihnen, in welchem Sie mir meinen „Auftrag für DSL flatrater 6000 (reduziert)“ bestätigen.
Das Problem ist, dass ich die Reduzierung gar nicht in Auftrag gegeben habe. Sie haben die Leitung nämlich reduziert und mich daraufhin mit der Begründung, dass es notwendig sei in einer bestimmten Abteilung anzurufen (Intern war es ja zu dem Zeitpunkt nicht möglich.), um mein Problem bearbeiten zu können, die Änderung ohne mein Wissen durchgeführt. Ich habe lediglich gesagt, dass ich hier anrufen solle und man müsse einen Eintrag ändern, um mein Problem zu bearbeiten.


Sie locken Kunden mit dem Anbieter vor Ort und niedrigen Preisen. Auf den ersten Blick sicher ein brillantes Angebot, bei genauerem Hinsehen leider ein absoluter Flop, da die Qualität hinten und vorne nicht stimmt. Da Sie sich vor allem in diesen Bereichen gerne mit der Konkurrenz vergleichen, müssen Sie sich auch bei den Pingzeiten mit der Konkurrenz vergleichen lassen – und wenn bei den anderen Providern der Ping nur ein Drittel so hoch ist, so kommen Sie wohl Ihren Verpflichtungen mit gegenüber nicht nach.
Dazu konnte ich zwei wichtige Aussagen auf Ihrer Homepage finden (http://www.versatel.de/hilfe/faq/faq_adsl.html#7b, am 04.05.):

• „Bei dem Produkt DSL flatrater 20000 ist das Modul fastpath plus für schnellere Pingzeiten automatisch kostenfrei enthalten.“
• „Die maximale Geschwindigkeit des von Ihnen gebuchten Produktes ist auf die Leitungen im Versatel-Netz ausgelegt. Nutzen Sie eine Verbindung im Internet bzw. ein Download über das Versatel-Netz hinaus, so ist diese Verbindung genau so schnell wie das langsamste Teilstück der Verbindung. Und diese wird Ihnen als Geschwindigkeit angezeigt.“(Anmerkung: Der Ping zu den Versatel-Servern ist immer der höchste!)


Nochmals vielen Dank für Ihren wunderbaren Service und weiterhin viel Erfolg!

Werden wir für mich keine zufrieden stellende Lösung finden, so sehe ich mich gezwungen weitere Schritte gegen Sie einzuleiten. Außerdem werde ich dann diverse Zeitschriften auf diese Mängel hinweisen sowie auch über zahlreiche Foren meine Beanstandungen einem breiteren Publikum zur Verfügung stellen.

Mit freundlichen Grüßen
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