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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studiengebühren in Hessen / Großdemonstrationen



Alpha
10. Mai 2006, 21:31
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Gestern fand in Frankfurt am Main eine massive Demonstration gegen Studiengebühren statt. Los ging es nach der Vollversammlung der FH Frankfurt und nicht wie vorher falsch berichtet der Uni Frankfurt Richtung CDU-Nordend, später weiter über die Zeil, die Konstablerwache nun Richtung Hauptbahnhof. Gefordert wurde der Stopp der Einführung allgemeiner Studiengebühren sowie der Klassiker "die CDU zu verbieten".

Die Stimmung war sehr gut, laut und entschlossen.

Auch die Frankfurter Studierenden sind entschlossen, die Proteste auszudehnen und fortzusetzen, bis das Gesetz zur Einführung allgemeiner Studiengebühren ersatzlos gestrichen wird. Die Demonstration ist erst ein Anfang der Aktionen, beweist aber, daß bereits jetzt wirkungsvolle spontane Aktivitäten möglich sind. Die Mobilisierung hat begonnen.

ich war dabei part #1

http://img47.imageshack.us/img47/8589/b86813b1678fz.jpg (http://hessen.uebergebuehr.de/de/aktuell/)

Ueber 6000 auf Vollversammlung in Frankfurt

Ueber 6.000 Studierenden haben sich heute auf der Vollversammlung der Uni Frankfurt gegen die Studiengebuehrenplaene der hessischen Landesregierung ausgesprochen.

Amin Benaissa, Geschaeftsfuehrer des Aktionsbuendnis gegen Studiengebuehren (ABS) griff in seiner Rede auf der Vollversammlung die Gebuehrenplaene der Regierung Koch scharf an: „Die Gebuehrenplaene von Koch und Co. sind der Gipfel sozialer Kaelte. 1.500 Euro fuer auslaendische Studierende – da koennte Koch sie auch gleich ausweisen. 1.500 Euro fuer Masterstudiengaenge ab 2010 – deutlicher kann Koch nicht sagen, dass er eine Zweiklassenbildung will.“

Benaissa wies noch einmal deutlich daraufhin, dass die hessische Landesverfassung Studiengebuehren verbietet. Eine Aenderung der Verfassung erfordert unter anderem eine Volksabstimmung. Benaissa, selbst Hesse, kommentierte: „Irgendwelche dubiosen Rechtsgutachten der Landesregierung koennen die Verfassung nicht aendern, das kann nur eine Volksabstimmung. Koch und Co. sollten den Mut haben sich unser Nein abzuholen.“

Im Anschluss an die Vollversammlung kam es zu einer spontanen Demonstration mit ueber 6.000 TeilnehmerInnen. Bereits gestern waren in Frankfurt nach einer Vollversammlung der Fachhochschule ungefaehr 1.500 Studierende durch die Strassen gezogen.

Benaissa zeigte sich fuer die Proteste in den kommenden Wochen optimistisch: „Das Protestpotenzial ist gigantisch. Die Gebuehrenplaene liegen erst ein paar Tage auf dem Tisch, aber schon brennt es fast ueberall an den Hochschulen. Wir Hessen sind diese Bildungspolitik der Regierung Koch entgueltig leid.“

"Wir sind hier, wir sind Laut -
Weil man uns die Bildung klaut!"

ich war dabei part#2
http://img47.imageshack.us/img47/8589/b86813b1678fz.jpg (http://hessen.uebergebuehr.de/de/aktuell/)

Am 24. Mai ist Großdemo in Darmstadt.
Sei dabei! (http://www.asta.tu-darmstadt.de/)

Schlussendlich interessiert mich natürlich auch noch eure Meinung gegenüber Studiengebühr und Elitenbildung.
1500 für nicht Eu mitbürger pro Semester plus Studiengebühr
Langzeitstudienkosten sind etwas anderes!
500€ für jeden Student und jede Studentin deutscher Staatsangehörigkeit.
1500€ wenn man vorher schonmal zwei Semester an einer anderen Uni/FH studiert hat ... (was wäre ich ein Thor wenn ich zur einer Freundin in die ferne ziehen würde um dort zu studieren.)

Meinungen plz.

lalala4
10. Mai 2006, 21:42
richtig so, das kann net so weitergehen, steuerhöhungen ohne ende, und jetz auch noch sowas lol un die cdu wollt sich noch für bessere bildungsmöglichkeiten einsetzen:lol: armes deutschland

THE ONE2
11. Mai 2006, 08:19
Die schwache Deutsche Wirtschaft bietet nun mal keinen Platz mehr für soviele Sonderausgaben und dann muss das Volk nun mal Bluten auch Studenten,ich finde es richtig so,dann müssen sich die Studenten halt ihr Studium finanzieren und nicht dem Arbeitenden Steuerzahler auf der Tasche liegen,außerdem ist das ein mittel gegen diese dauerstudierer die mit 30 noch nichts auf die reihe bekommen,die werden sichs dann 2mal überlegen und wenn es weiterhin so berg ab geht gibt es bald keinen Sozialstaat mehr sondern Amerikanische verhältnisse und das brauchen wir wircklich nicht !

deftones
11. Mai 2006, 08:35
Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung.
-John F. Kennedy

bumby
11. Mai 2006, 13:58
mein gitarrenlehrer studiert auch und weil er ja damit kein geld verdient gibt er gitarrenunterricht und ich glaub kaum, dass er beí studiengebühren weiter studieren könnte.
und er wird sicher nicht der einzigste sein.

ich will ja auch mal studieren und daher gefallen mir studiengebühren auch nicht.

NIEDER MIT DEN STUDIENGEBÜHREN
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zählt denn eigentlich nur noch geld?

lalala4
11. Mai 2006, 14:38
Original geschrieben von THE ONE
Die schwache Deutsche Wirtschaft bietet nun mal keinen Platz mehr für soviele Sonderausgaben und dann muss das Volk nun mal Bluten auch Studenten,ich finde es richtig so,dann müssen sich die Studenten halt ihr Studium finanzieren und nicht dem Arbeitenden Steuerzahler auf der Tasche liegen,außerdem ist das ein mittel gegen diese dauerstudierer die mit 30 noch nichts auf die reihe bekommen,die werden sichs dann 2mal überlegen und wenn es weiterhin so berg ab geht gibt es bald keinen Sozialstaat mehr sondern Amerikanische verhältnisse und das brauchen wir wircklich nicht !

:lol: ach un weil wir soviel steuern bezahlen soll die bildung den bach runtergehen? an diesem faktor sollte man echt net sparen.

was meinsten mit amerikanischen verhältnissen?die amis müssen für ihr studium blechen!!

Alpha
11. Mai 2006, 16:37
Original geschrieben von THE ONE
Die schwache Deutsche Wirtschaft bietet nun mal keinen Platz mehr für soviele Sonderausgaben und dann muss das Volk nun mal Bluten auch Studenten,ich finde es richtig so,dann müssen sich die Studenten halt ihr Studium finanzieren und nicht dem Arbeitenden Steuerzahler auf der Tasche liegen,außerdem ist das ein mittel gegen diese dauerstudierer die mit 30 noch nichts auf die reihe bekommen,die werden sichs dann 2mal überlegen und wenn es weiterhin so berg ab geht gibt es bald keinen Sozialstaat mehr sondern Amerikanische verhältnisse und das brauchen wir wircklich nicht !

also wenn man keine ahnung hat..

langzeitstudenten werden zur kasse gebeten und das nicht zur knapp.
ein kurzes rechenbeispiel

Mein sozialarbeitsstudium dauert 7 Semester regelstudienzeit.
Höchstudienzeit hab ich 3 Zusatzsemester macht insgesamt 10 Semester.

Der staat hat in dieser zeit 10*96€ 960€ von mir bekommen nur an Semesterbeitrag.
Der Beitrag ist natürlich höher, aber es gehen 50€ für die Mensa ab und den rest schluckt der RMV. Insgesamt sind es bei uns 258€ Semesterbeitrag.

Nach diesen 3 Freisemestern wirds dann aber richtig teuer.
Im ersten Semester darüber hinaus kostet es 500€ mehr
Im zweiten Semester kostet es 700€mehr
Im dritten sind es dann 900 mehr

Zusätzlich zu den Semestergebühren und dem Semesterbeitrag.
Das macht im Worst Case, also als Ausländische Langzeit Student
1500+900+258
= 2658,00€ pro Semester!
oder eben

Du sieht die langzeit Studenten trifft es doppelt, denn sie werden bereits zur Kasse gebeten und das nicht zu Knapp.
Außerdem fließt das erwirtschaftete Geld von den Studiengebühren nicht 1:1 in die Universitäten und in die Fh, wofür ja bezahlt wird, sondern in den Staat.
Es ist ja keine Steuer sondern es ist Gebühr!
Ihr vergleicht hier also zwei völlig verschiedene Dinge.

Und bevor ihr als Schüler euch für Studiengebühr aussprecht, überlegt zweimal, ob ihr nicht doch lieber Studieren wollt.

Liebe Grüße
Benni :>

NarTeX
12. Mai 2006, 02:11
Eigentlich bleibt uns nur noch eins:

REVOLUTION

deftones
12. Mai 2006, 07:57
Original geschrieben von NaRteX
REVOLUTION
hmm....
klingt gut :lol:

Alpha
12. Mai 2006, 12:07
ich würde mich freuen, wen ihr konstruktiv demonstrieren/diskutieren würdet.

THE ONE2
12. Mai 2006, 12:26
Und bevor ihr als Schüler euch für Studiengebühr aussprecht, überlegt zweimal, ob ihr nicht doch lieber Studieren wollt.

Liebe Grüße
Benni :>

Ich geh seit 5 Jahren arbeiten ;)

seelenfaenger
12. Mai 2006, 13:45
Also Studiengebühren generell sind sicherlich mittel- bis langfristig notwendig, da die Haushaltskassen mehr oder weniger leer sind. 1500€ sind aber einfach zu viel. 500€ wären okay, aber nicht 1500. Man muss sich nämlich vergegenwärtigen, dass z.B. bei Familien mit 3-4 Kindern vllt nur noch 1 Kind studieren gehen kann, und die anderen eine Ausbildung starten müssen, obwohl sei evtl Abi haben. Schlichtweg weils sonst einfach zu teuer für die Eltern wird. 3000€ im Jahr ist ein Haufen Geld. Auf der anderen Seite gibt es Mittel wie BaföG, also von daher wäre es eigentlich trotzdem möglich. xD Eine weitere Möglichkeit wäre natürlich in den Semesterferien zu arbeiten oder während des Studiums zu jobben um sich das Studieren leisten zu können. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man jobben kann und gleichzeitig mit dem Studium voran kommen kann, ohne Zeit zu verlieren. 400€ Jobs lassen einem immer noch genug Zeit für die Uni. Leute die anderes behaupten sie Faulpelze unter dem Deckmantel von "zu viel Arbeit". ;)

Wie dem auch sei, 1500€ sind zu viel. Das wirkt einfach zu abschreckend auf Studienanfänger. Die Konsequenz könnte (wird) sein, dass Fachbereiche, die nicht so gut besucht sind, schließen müssen aufgrund mangelnder Nachfrage. Bei 1500€ überlegt sich jeder zweimal, ob er Philosophie, Kunstgeschichte oder Archäologie studiert. D.h., dass Studienangebot wird reduziert. Es studieren sowieso schon zu viele BWL und Maschbau, das wird dann noch schlimmer. Auch wenn die CDU vieles richtig macht, 1500€ ist das falsche Signal.

In anderen EU-Ländern sind Studiengebühren längst Usus. Hier wird es auch kommen, bzw. es gibt sie ja schon, aber bald werden sie deutschlandweit verallgemeinert werden, auch in SPD-Ländern.

Zuletzt noch eine Sache: Auch wenn man 1500€ blechen muss, wenn man studieren will und zeitig fertig werden möchte, dann würde ich mich davon nicht abschrecken lassen. Wer Sitzfleisch hat und die Arschbacken zusammenkneifen kann, der wird 4-5 Jahre Scheisse fressen, aber danach hat er einen Abschluss und mit etwas Glück einen guten Job und dann wird er es sich danken.

Alpha
12. Mai 2006, 14:39
Original geschrieben von THE ONE
Ich geh seit 5 Jahren arbeiten ;)

das zeigt aber nicht, das du in deinen Postings Ahnung hast von dem was du sagst.

bumby
12. Mai 2006, 15:06
REVOLUTION
früher oder später kommt es dazu, immer in der geschichte wenns schlechter für die mensch würde, brach dann das ganze system zusammen und wurde durch ein neues ersetzt.

meiner meinung entwickelt sich die ganze gesellschaft zurück in richtung des unmenschlichen kapitalismus zur der zeit der industrielen revolution:
bildung nur mehr für die reichen (den anfangen machen die studiengebühren), die immer reicher werden. kürzung beim sozialwesen (z.b. rente mit 67 [frankreich und gb haben rente ab 62 und bei der anhebnung auf 62 gabe es heftige proteste]) oder auch praxisgebühren). und auch die immer längeren arbeitszeiten.

leute lasst euch nicht verarschen und denkt selber mit! glaubt nicht blind was die politiker sagen ( unter hitler wars auch so, die leute dachteten der weiß schon was er macht und man hat ja gesehen was dabei rausgekommen ist).

deftones
12. Mai 2006, 17:35
Meistens kommt dann in so einer Depression die Opposition an die Macht. Was nicht unbedingt heißen würde, dass sich alles bessern würde.
Dieses Pendel kann man übrigens in der Geschichte schon seit langem mitverfolgen.
Einmal rechts einmal links an der Macht, aber eine richtig gute Regierung gibt es nie :cry: .

seelenfaenger
12. Mai 2006, 17:41
Jungens, Thema ist Sudiengebühren und nicht Staatsformen. :P

deftones
12. Mai 2006, 18:13
schade.. aber ok:
Ich finde dass wie schon oben gepostet Studiengebühren die Schere zwischen Armen und Reichen Menschen nur noch größer macht.
Wenn ärmere Menschen nicht mehr studieren DÜRFEN/KÖNNEN, haben sie automatisch so gut wie keine Chancen auf einen angemessen Job.
Und was machen dann schon immerhin arme Menschen?
Sie müssen ein schlecht bezahlten Beruf ausüben von dem sie auch nicht gerade reich werden.
Reiche Leute werden somit die gut bezahlten Berufe erlernen und werden somit noch reicher.
Zusammenfassung:
Studiengebühren:
Arme ärmer.
Reiche reicher.

Außerdem sollten kreative/intelligente Menschen möglichst viel gefördert werden, egal wie arm oder reich sie sind.

Lösungsvorschläge von def:
Demonstrieren gehen (Probleme aufzeigen)
Regierungswechsel

Ich wiederhol mich mal:
Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung.
-John F. Kennedy

NarTeX
12. Mai 2006, 19:41
Ich muss bumby zustimmen. Und mein Posting war konstruktiv :p

Demonstrationen sind sehr gut, Regierungswechsel wird aber nicht uebermaessig viel bringen. Staatsformwechsel schon.

Und richtig, Studiengebuehren sind ne Schweinerei.

xonip
12. Mai 2006, 19:42
hmm.. mein Studiengang kostet 700€/Monat und dagegen tut niemand was

bumby
12. Mai 2006, 19:55
hmm.. mein Studiengang kostet 700€/Monat und dagegen tut niemand was

musst du dich beschweren. die frage ist nur wo...


Demonstrationen sind sehr gut, Regierungswechsel wird aber nicht uebermaessig viel bringen. Staatsformwechsel schon.
nur leider kommunismus(auf den du hinaus willst) klappt höchst wahrscheinlich nicht, weil die menschen zuselbstsüchtig sind um sich nicht auf kosten anderer zubereichern

xonip
12. Mai 2006, 21:52
kann ich nicht, weil PrivatUni^^