Alpha
03. September 2005, 14:27
Erhöhung um acht Cent je Liter
ölö 8[
1.43 für Super
wo soll das hinführen t.t
Washington/Hamburg - Nach den Verwüstungen durch den Monster-Hurrikan «Katrina» in den USA sind die Benzinpreise in Deutschland explodiert. Esso und Shell erhöhten die Preise für die meistgetankte Benzinsorte Super um acht Cent je Liter - so viel wie noch nie auf einen Schlag.
Super kostet damit an Markentankstellen im Durchschnitt 1,39 Euro. Auch Diesel ging mit drei Cent weiter kräftig nach oben und kostet rund 1,16 Euro je Liter. Entspannung ist nicht in Sicht: Experten erwarten im Laufe der Woche weitere Steigerungen. Ökonomen warnten vor einer Energiepreiskrise in den USA. Dort soll jetzt die strategische Ölreserve angezapft werden.
Während Marktführer Aral den Spritpreis am Mittwoch zunächst um vier Cent erhöht hatte, legten ExxonMobil (Esso) und Shell am Nachmittag um das Doppelte nach. Angesichts explodierender Preise am europäischen Benzinmarkt in Rotterdam nach dem Hurrikan «Katrina» seien vier Cent Erhöhung nicht ausreichend, um Verluste zu vermeiden, sagten Sprecher der beiden Unternehmen in Hamburg. In Rostock, der Stadt mit dem laut ADAC teuersten Benzin in Deutschland, stieg der Preis für Super bis auf 1,42 Euro, berichtete der Radiosender Ostseewelle.
In den USA zeichnet sich unterdessen ab, dass die Schäden durch «Katrina» dramatische Auswirkungen für die Wirtschaft haben könnten. US-Energieminister Samuel Bodman kündigte an, dass die strategische Ölreserve angezapft werden soll, um Ausfälle durch den Hurrikan auszugleichen. Wie viel Öl aus der 700 Millionen Barrel (je 159 Liter) umfassenden Reserve freigegeben wird, sagte Bodman nicht. Diese Bestände wurden in den USA bisher erst ein Mal eingesetzt: im ersten Golfkrieg 1991.
Nach der Ankündigung entspannte sich die Situation an der New Yorker Warenterminbörse Nymex: Rohöl zur Oktoberauslieferung notierte im elektronischen Handel mit 69,20 Dollar um 61 Cent niedriger als am Vortagsschluss. Am Dienstag war der Ölpreis im Tagesverlauf auf ein Rekordniveau von 70,85 Dollar gestiegen. Der Heizölpreis gab am Mittwoch um 1,42 Prozent nach. Dagegen setzten die bereits hohen Erdgas- und Benzinpreise ihren Höhenflug fort und legten um 2,67 Prozent und 1,64 Prozent zu. An der Frankfurter Börse zog der wichtigste Aktienindex DAX nach der Ankündigung der Freigabe der US- Ölreserve leicht an.
In Rotterdam legten die Preise für Normal- und Superbenzin binnen zweier Tage um mehr als 100 Dollar je Tonne zu, berichteten Sprecher der Mineralölwirtschaft in Hamburg. So verteuerte sich Normalbenzin am Montag um 50 und am Dienstag um weitere 59 Dollar auf 758 Dollar je Tonne. Der Preisanstieg setzte sich am Mittwoch weiter fort. Grund dafür ist eine steigende Nachfrage aus den USA, wo vor allem Superbenzin gebraucht wird. Im Laufe der Woche sind nach Einschätzung der meisten Marktbeobachter weitere Preissteigerungen zu erwarten, weil der europäische Markt leergefegt ist.
Nach Einschätzung von Ökonomen zeichnet sich in den USA wegen der Verwüstungen durch «Katrina» eine Energiepreiskrise ab. Während der Verlust von Förderkapazitäten durch das Anzapfen der Rohölreserven in den USA und möglicherweise auch in Europa ausgeglichen werden könne, gebe es für zerstörte Raffineriekapazitäten keinen Ersatz.
Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) bezeichnete die Situation als sehr ernst. Clement forderte die USA auf, längerfristig für mehr Raffineriekapazitäten zu sorgen. «Die USA müssen hier zu Korrekturen kommen.» Vom Preis von rund 70 US-Dollar pro Barrel sind nach Einschätzung Clements etwa 18 Dollar «spekulativ». Dabei spielten die hochriskanten Hedge Fonds ein Rolle. Diese Rolle müsse beobachtet werden.
«Katrina» hatte über dem Golf von Mexiko und mehreren Bundesstaten im Süden der USA gewütet. Im Golf von Mexiko wird mehr als ein Viertel des amerikanischen Öls und Erdgases gefördert. Die Ölproduktion ist nach Angaben des staatlichen Minerals Management Service (MMS) zu 95 Prozent unterbrochen. Damit fehlen 1,4 Millionen Barrel Öl pro Tag. Üblicherweise werden täglich etwa 1,5 Millionen Barrel gefördert. Bei Erdgas liegt die Ausfallrate bei rund 88 Prozent.
Wegen des Sturms waren 645 bemannte Ölplattformen - fast 79 Prozent aller Bohrinseln - sowie 90 andere Anlagen in der Meeresregion evakuiert worden, berichtete MMS. Bisher habe es bei Öl seit der vergangenen Woche einen Produktionsausfall von insgesamt 4,6 Millionen Barrel gegeben, erklärte die Behörde.
Die Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) will ab Oktober die Förderung des Kartells um 500 000 Barrel pro Tag erhöhen. Das bestätigte am Mittwoch der Ölminister von Katar, Abdullah al- Attiya. Die OPEC wolle helfen, den globalen Ölmarkt zu stabilisieren. Einige Produzenten könnten zusätzliche Mengen fördern, sagte er der katarischen Nachrichtenagentur.
web.de
Ich hätt ja jetzt gern ein Elektroauto oder so
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Washington/Hamburg - Nach den Verwüstungen durch den Monster-Hurrikan «Katrina» in den USA sind die Benzinpreise in Deutschland explodiert. Esso und Shell erhöhten die Preise für die meistgetankte Benzinsorte Super um acht Cent je Liter - so viel wie noch nie auf einen Schlag.
Super kostet damit an Markentankstellen im Durchschnitt 1,39 Euro. Auch Diesel ging mit drei Cent weiter kräftig nach oben und kostet rund 1,16 Euro je Liter. Entspannung ist nicht in Sicht: Experten erwarten im Laufe der Woche weitere Steigerungen. Ökonomen warnten vor einer Energiepreiskrise in den USA. Dort soll jetzt die strategische Ölreserve angezapft werden.
Während Marktführer Aral den Spritpreis am Mittwoch zunächst um vier Cent erhöht hatte, legten ExxonMobil (Esso) und Shell am Nachmittag um das Doppelte nach. Angesichts explodierender Preise am europäischen Benzinmarkt in Rotterdam nach dem Hurrikan «Katrina» seien vier Cent Erhöhung nicht ausreichend, um Verluste zu vermeiden, sagten Sprecher der beiden Unternehmen in Hamburg. In Rostock, der Stadt mit dem laut ADAC teuersten Benzin in Deutschland, stieg der Preis für Super bis auf 1,42 Euro, berichtete der Radiosender Ostseewelle.
In den USA zeichnet sich unterdessen ab, dass die Schäden durch «Katrina» dramatische Auswirkungen für die Wirtschaft haben könnten. US-Energieminister Samuel Bodman kündigte an, dass die strategische Ölreserve angezapft werden soll, um Ausfälle durch den Hurrikan auszugleichen. Wie viel Öl aus der 700 Millionen Barrel (je 159 Liter) umfassenden Reserve freigegeben wird, sagte Bodman nicht. Diese Bestände wurden in den USA bisher erst ein Mal eingesetzt: im ersten Golfkrieg 1991.
Nach der Ankündigung entspannte sich die Situation an der New Yorker Warenterminbörse Nymex: Rohöl zur Oktoberauslieferung notierte im elektronischen Handel mit 69,20 Dollar um 61 Cent niedriger als am Vortagsschluss. Am Dienstag war der Ölpreis im Tagesverlauf auf ein Rekordniveau von 70,85 Dollar gestiegen. Der Heizölpreis gab am Mittwoch um 1,42 Prozent nach. Dagegen setzten die bereits hohen Erdgas- und Benzinpreise ihren Höhenflug fort und legten um 2,67 Prozent und 1,64 Prozent zu. An der Frankfurter Börse zog der wichtigste Aktienindex DAX nach der Ankündigung der Freigabe der US- Ölreserve leicht an.
In Rotterdam legten die Preise für Normal- und Superbenzin binnen zweier Tage um mehr als 100 Dollar je Tonne zu, berichteten Sprecher der Mineralölwirtschaft in Hamburg. So verteuerte sich Normalbenzin am Montag um 50 und am Dienstag um weitere 59 Dollar auf 758 Dollar je Tonne. Der Preisanstieg setzte sich am Mittwoch weiter fort. Grund dafür ist eine steigende Nachfrage aus den USA, wo vor allem Superbenzin gebraucht wird. Im Laufe der Woche sind nach Einschätzung der meisten Marktbeobachter weitere Preissteigerungen zu erwarten, weil der europäische Markt leergefegt ist.
Nach Einschätzung von Ökonomen zeichnet sich in den USA wegen der Verwüstungen durch «Katrina» eine Energiepreiskrise ab. Während der Verlust von Förderkapazitäten durch das Anzapfen der Rohölreserven in den USA und möglicherweise auch in Europa ausgeglichen werden könne, gebe es für zerstörte Raffineriekapazitäten keinen Ersatz.
Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) bezeichnete die Situation als sehr ernst. Clement forderte die USA auf, längerfristig für mehr Raffineriekapazitäten zu sorgen. «Die USA müssen hier zu Korrekturen kommen.» Vom Preis von rund 70 US-Dollar pro Barrel sind nach Einschätzung Clements etwa 18 Dollar «spekulativ». Dabei spielten die hochriskanten Hedge Fonds ein Rolle. Diese Rolle müsse beobachtet werden.
«Katrina» hatte über dem Golf von Mexiko und mehreren Bundesstaten im Süden der USA gewütet. Im Golf von Mexiko wird mehr als ein Viertel des amerikanischen Öls und Erdgases gefördert. Die Ölproduktion ist nach Angaben des staatlichen Minerals Management Service (MMS) zu 95 Prozent unterbrochen. Damit fehlen 1,4 Millionen Barrel Öl pro Tag. Üblicherweise werden täglich etwa 1,5 Millionen Barrel gefördert. Bei Erdgas liegt die Ausfallrate bei rund 88 Prozent.
Wegen des Sturms waren 645 bemannte Ölplattformen - fast 79 Prozent aller Bohrinseln - sowie 90 andere Anlagen in der Meeresregion evakuiert worden, berichtete MMS. Bisher habe es bei Öl seit der vergangenen Woche einen Produktionsausfall von insgesamt 4,6 Millionen Barrel gegeben, erklärte die Behörde.
Die Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) will ab Oktober die Förderung des Kartells um 500 000 Barrel pro Tag erhöhen. Das bestätigte am Mittwoch der Ölminister von Katar, Abdullah al- Attiya. Die OPEC wolle helfen, den globalen Ölmarkt zu stabilisieren. Einige Produzenten könnten zusätzliche Mengen fördern, sagte er der katarischen Nachrichtenagentur.
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