Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lumbricus terrestris



Naturzauberer
06. April 2005, 15:12
Hi @ll!
ich habe heute einen Aufsatz über Lumbricus terrestris (den Regenwurm) fertiggestellt und möchte diesen hiermit allen Bio-Interessierten zum 'Korrekturlesen' präsentieren:

Lumbricus terrestris

Der Körperbau des Regenwurms ist homonom, d.h. jeder einzelne Ring besitzt innen dieselben Organe und außen dieselbe Körpergliederung. Die Ausnahme davon sind das Prostomium(=Kopflappen=1.Ring des Wurms) und das Pygmidium(Afterring=letzter Ring des Wurms). Neue Segmente werden in der Wachtumszone an bestimmten Ringen des hinteren Endes erzeugt. Dies nennt man teloblastische Erzeugung neuer Segmente. In den Segmenten 32-37 verläuft das Clitellum. Diese Segmente sind mit grossen Drüsenzellen ausgestattet, die während der Paarung ein Sekret absondern, das den Zusammenhalt während der Begattung sichert. Auch zur Eiablage ist dieses Sekret wichtig: Es wird ein Sekretring abgestreift und während dem Abstreifen werden die Eier als auch die Spermien aus der Receptula seminis in diesen hinein abgelegt. Längs- und Ringmuskulatur, die sich subepidermal befinden, bilden einen Hautmuskelschlauch, der zum Kriechen notwendig ist. Erst streckt sich die Ringmuskulatur vor, worauf die Längsmuskulatur nachgezogen wird. Die 4 Paar Borsten pro Segment sichern den Halt zwischen diesen beiden Schritten. Dieser Hautmuskelschlauch übernimmt überdies auch eine Hydroskeletfunktion. Auf jedem Segment befinden sich Rückenporen, die die Verbindung zwischen Coelom(=Leibeshöhle) und Außenwelt gewährleisten. Wenn man diese Poren reizt, wird durch Öffnung der ringförmig um die Poren angeordneten Muskulatur ein Teil der Coelomflüssigkeit als Abwehrfunktion gegen Fressfeinde ausgestoßen.
Der Verdauungsapparat von Lumbricus terrestris besteht aus mehreren Teilen. Er beginnt mit dem Mund, der sich im Prostomium befindet. Darauf folgt die Mundhöhle und direkt anschleissend der mit starken Muskeln befestigte Pharynx, dessen Muskelbewegung die Nahrung in den Oesophagus weiterdrückt. Die aus der Innenseite des Pharynx vorhandenen Drüsenzellen scheiden Verdauungsenzyme aus. Im 7.-13. Segment verläuft nun der Oesophagus. Dieser besitzt im hinteren Bereich 3 Paar Ausstülpungen, auch Kalksäckchen genannt. Diese regulieren den pH-Wert in der Coelomflüssigkeit durch Ausschüttung von Calciumcarbonat. Nur die beiden hinteren Paare scheiden Calciumcarbonat aus, das verbleibende vordere Paar speichert dieses nur. Vor dem Magen befindet sich ein Kropf, in dem die Nahrung angesammelt wird, im darauf folgenden Muskelmagen wird die Nahrung mittels starker Muskelkontraktionen mithilfe der gleichzeitig aufgenommenen Sandkörner zerkleinert. Weiterhin gelangt die Nahrung in den Mitteldarm, der sich nach hinten verschmälert. Dieser ist bedeckt von Chloragogzellen, die die sezernierende und resorbierende Fläche des Darms vergössern. Dies ist möglich, da ein sehr dichtes Kapillarnetz die Chloragogzellen umgibt. Diese Zellen sind ein im Laufe der Evolution vergrössertes Coelomepithel. Der Mitteldarm besitzt zur weiteren Vergrösserung der Sezernations- und Resorptionsfläche eine Einstülpung, auch Typhlosolis genannt.
Das Blutgefäßsystem ist aus relativ wenigen Adern aufgebaut. Im Ventralgefäß fließt das Blut von vorn nach hinten, während es im Dorsalgefäß von hinten nach vorne zu den Lateralherzen, die im 7.-11. Segment liegen, gelangt. Diese Lateralherzen pumpen das Blut vom Rückengefäß ins Bauchgefäß. Überdies ist unterhalb des Nervenstranges ein Subneuralgefäß vorhanden, in dem das blut ebenfalls wie im Ventralgefäß von vorn nach hinten fliesst. Den Übergang vom Subneuralgefäß zum Rückengefäß nennt man Dorsoparietalgefäß. Es gibt 2 wichtige Systeme im Körper die mit Blut versorgt werden müssen und von denen das Blut abgeführt werden muss. Dabei handelt es sich um das Verdauungssystem und um die Körperwand. Den Zufluss vom Ventralgefäß ins Verdauungsystem bezeichnet man als Ventrointestinalgefäß, während der Abfluss ins Dorsalgefäß als Dorsointestinalgefäß bezeichnet wird. Bei der Körperwand nennt man den Zufluss vom Ventralgefäß Ventroparietalgefäß und den Abfluss ins Dorsalgefäß Dorsoparietalgefäß.
Als Exkretionssystem dienen Metanephridien. In den dünnen Häuten, die die Segmente voneinander trennen, den Dissepimenten, ist pro Segment ein Wimperntrichter, auch Nephrostom genannt, vorhanden. Dieser entnimmt aus der Coelomflüssigkeit die auszuscheidenden Abfallstoffe, leitet diese über ein Exkretionskanälchen, dass diese Stoffe weiter verdichtet. Zur Ansammlung dieser Abfallstoffe dient die nun folgende Harnblase, bis diese voll ist und die Exkretion über den Exkretionsporus, der in der Körperwand eingelassen ist, vollzogen wird.
Das Nervensystem ist bei Lumbricus terrestris relativ weit entwickelt, er besitzt im 3. Segment ein Cerebralganglion, aus dem nach vorne 2 Nervenpaare austreten, um die im Prostomium enthaltenen Lichtsinneszellen zu versorgen. Das Cerebralganglion verfügt über Lichtsinneszellen. Vom Cerebralganglion ausgehend, befindet sich das Unterschlundganglion direkt ventral vom Oesophagus. Dieses besteht aus 4 Ganglienpaaren, anschließend spaltet sich das Bauchmark beiderseits des Pharynx auf und verläuft im Rest des Körpers als paariger Strang. Aus jedem Ganglion des Bauchmarks entspringen 2 Nervenpaare zum Hautmuskelschlauch. Zur schnellen Erregungsweiterleitung sind im ganzen Mark 3 Riesenfasern enthalten. Diese Fasern sind auch für den Zuckreflex bei der Reizung eines der hinteren Ringe verantwortlich. Überdies besitzt Lumbricus einen Nervenplexus subepidermal am ganzen Tier.
Da Lumbricus ein Hermaphrodit ist, sind männliche und weibliche Geschlechtsorgane in den Segmenten 9-13 vorhanden. Die männlichen Geschlechtsorgane bestehen aus Samenblasen, in denen die Follikel zu Spermien heranreifen. Diese werden dann in die Samenkapseln weitergeleitet, die die Spermien in den Samentrichter abgeben. Über den Samentrichter gelangen diese dann in den Samenleiter. Dieser mündet im 15. Segment in einer von Lippen umgebenen Geschlechtsöffnung. Die Samenrinne befindet sich außen am Tier von dieser Öffnung bis hin zum Clitellum.
Der weibliche Geschlechtsapparat umfasst Ovarien im 13. Segment und einen Eileiter, der Aussackungen=Eihälter besitzt. Außerdem sind noch die Receptula seminis vorhanden, die die Spermien des Partners speichern und zur Befruchtung der Eizellen in den Eileiter gebracht werden. Die Geschlechtsöffnungen des weiblichen Geschlechtsapparates liegen im 14. Segment.
Bei der Paarung bildet das Clitellum ein Sekret, dass den Zusammenhalt sichert, während Spermien ausgetauscht werden und in den Receptula semini gespeichert werden.

Geschrieben von:
Denis Meuthen

Frazzaz
06. April 2005, 15:38
Danke, das wollte ich schon immer wissen ...... :top:

]Wow[Hunter
06. April 2005, 15:50
Ich checks ned, ist mir zu kompliziert. Gehe wieder CS zock0rn...

^^ :D


BTW: :top:

WoDkA8
06. April 2005, 16:32
das sind mir zu viele buchstaben ... :/

aber trotzdem :top:

Alpha
06. April 2005, 17:02
zusammenfassung plz 8[

Frazzaz
06. April 2005, 17:10
Ich hab keine Zeit mir das ganz durchzulesen, aber ich würd erst mal einen Einleitungssatz schreiben, das macht den Text ein wenig "runder"

Azrael 2000X
06. April 2005, 17:45
wenn das´n referat sein soll: weg damit
wir brauchen so was net

Chckn
07. April 2005, 00:33
Original geschrieben von Alpha
zusammenfassung plz 8[

Geht um nen Schniedel....so mit Sekret absondern und so....mieser Pornostuff halt :D

Alpha
07. April 2005, 08:11
Original geschrieben von =SOD=Chicken
Geht um nen Schniedel....so mit Sekret absondern und so....mieser Pornostuff halt :D

P0rn? wtf?
BAn PLZ!

seelenfaenger
07. April 2005, 09:22
Sehr geehrter Dennis Meuten (Naturzauberer),

was Du uns hier präsentierst, ist im großen und ganzen eine gelungene Arbeit. Ich stelle mir allerdings die Frage, welche Zielgruppe Du mit Deinem Aufsatz erreichen willst. Für den Otto-Normal Verbraucher kann der häufige Gebrauch, der in dem Text vorkommenden Fremdwörter, etwas einschläfernd wirken. Leider verfehlst Du es, den ein oder anderen wichtigen Fachbegriff genauer zu erläutern, so dass der Laie nicht vermag hier und da Verständnis aufzubauen. WTF zB ist eine Receptula seminis? Wie schon mein Vorredner erwähnte, hätte ein Einleitungs- und imo auch ein Schlussteil der ganzen Arbeit etwas mehr Methode verliehen. Auch folgende, meiner Meinung nach wichtige Fragen, bleiben unbeantwortet:

1. Wie alt kann der Lumbricus terrestris werden?
2. Wie viel cm kann seine Körperlänge max. betragen?
3. Aus wie viel Ringen (Segmenten) besteht er? Das geht aus Deiner Arbeit leider nicht klar hervor.
4. Wer ist der natürliche Feind des Regenwurms?

Trotz diverser Bedenken noch die Note:

gut (-)

Seelenfänger

Alpha
07. April 2005, 09:24
Original geschrieben von Seelenfänger


1. Wie alt kann der Lumbricus terrestris werden?
2. Wie viel cm kann seine Körperlänge max. betragen?
3. Aus wie viel Ringen (Segmenten) er? Das geht aus Deiner Arbeit leider nicht klar hervor.
4. Wer ist der natürliche Feind des Regenwurms?

Trotz diverser Bedenken noch die Note:

gut (-)

Seelenfänger

1) bis zum nächsten kindergeburtstag, wo jungs vor den mädchen zeigen das sie nen wurm essen können :D

2.) alles eine frage der dehnbarkeit wie die oben gennatne jungen uns beweisen können.

3.) das ist allerdings eine gute frage

4.) die sonne und die lupe :elefant:

tobi4s
07. April 2005, 11:05
oke ich habe es gelesen und nun beschaeftigt mich eine einzige frage

WARUM STELLST DU SOWAS IN EIN FORUM AUF www.cs-scene.de ??

muss man nicht verstehen oder ? wäre es vllt nicht eher angebracht auf www.anonyme-biologen.de ?

btw .. gabs kein interessanteres tier als nen regenwurm ??

Naturzauberer
07. April 2005, 12:10
Original geschrieben von Seelenfänger
WTF zB ist eine Receptula seminis?


Außerdem sind noch die Receptula seminis vorhanden, die die Spermien des Partners speichern[...]




1. Wie alt kann der Lumbricus terrestris werden?

Die thematik ist Anatomie, nicht Allgemeinwissen. Ich habe es nicht erwähnt, weil es nicht nachgewiesen werden kann. Unter Freilandbedingungen schätzt man 2 Jahre, obwohl unter Laborbedinungen schon 10 Jahre alte Exemplare gehalten wurden



2. Wie viel cm kann seine Körperlänge max. betragen?
Hängt vom Alter ab...


3. Aus wie viel Ringen (Segmenten) besteht er?

Wenn du den Text gelesen hättest, hättest du mitbekommen, dass im Laufe des Lebens städnig neue Ringe entstehen und es somit auch vom Alter abhängt..


4. Wer ist der natürliche Feind des Regenwurms?

soviel zu Anatomie ~~

Nazguel
07. April 2005, 12:59
wenn du sowieso alles besser weisst warum fragst du erst nach? o_O

Alpha
07. April 2005, 13:22
Ach denis, ich bin mir sicher das du mit deiner Klasse bei Zooprojekten( google.de "denis meuthen")
genausoviel Erfolg haben wirst, ebenso wie du ihn hier mit dem Aufsatz erhälst.

Wir das Team von Inhl.de wünschen dir alle erdenklich Gute bei deinem Aufsatz über den Regenwurm.

Wir wünschen dir bei "animal behaviour" mit geklautem Wc3.de Layout ebenso guten Erfolg.

Viele liebe Grüße



Alpha

Forenmoderator &
Community-Manager auf Inhalflife.de


Ps: Meiner meinung nach ist der Text

a) schlecht leserlich (nicht leserfreundlich verfasst)
b) zu sachlich (Sachinhalte können in angenehmerer Form übermittelt werden)
c) jenseits von gut und böse was das Communityinteresse betrifft

pps: cls~

bladi
07. April 2005, 15:27
Kraft meines Amtes öffne ich den Thread wieder und da er ein ganz normaler Off-Topic Thread ist, passt er wunderbar in das Community-Forum, hier wird ja nichtmal gespamt wie in gewissen anderen Threads.

Mir gefällt der Text recht gut, obwohl ich als Schüler vermutlich beim Vortrag sowieso nicht zu hören würde, es sei denn wir müssten dann später einen Test darüber schreiben ;)

Gude

bladi

seelenfaenger
07. April 2005, 16:15
Naturzauberer, würdest Du in Zukunft bitte unterlassen, Posts, auf die Du antwortest, zu zerpflücken, so wie Du es mit meinem gemacht hast! Antworte mir bitte in einem ganzen, zusammenhängenden Text. Das kömmt besser rüber. ;)

Also, du sagst zwar, dass Receptula seminis vorhanden sind, welche die Spermien des Partners speichern, aber was sind den jetzt genau R. s.? Spermaspeicher oder was? Wie gesagt, die Fremdwortakkumulation wirkt ein wenig verwirrend.

Die max. Körperlänge eines Regenwurms kann, soweit ich mich noch recht erinnere, ca. 30 cm betragen. Bio ist bei mir schon lange her.

Richtig, in Deinem Aufsatz geht es um Anatomie und nicht um Allgemeinwissen, aber wenn Du nur die reine Anatomie auflistest, ohne ein wenig auf die... äh wie sagt man... "Basics"? einzugehen, wirst Du keine Zuhörer für Dein Werk begeistern können. Da kann Dein Aufsatz auch noch so präzise und stilistisch einwandfrei sein. Wie ich schon sagte, es ist eine gute Arbeit, halt nur nicht für jedermann gut zu lesen.

Du wolltest, dass man Deinen Artikel Korrektur liest. Das habe ich getan. Beherzige meine Punkte und füge noch eine Einleitung und einen Schluss hinzu und du hast ne prima Abhandlung eines Lumbricus terrestris. ;)