Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fall Schiavo: Sterbehilfe -> "Ja" oder "Nein"?
seelenfaenger
31. März 2005, 18:38
http://www.directupload.net/images/050331/K9fif5lG.jpg
Ich weiß, ist ein heikles Thema, aber dennoch:
Sicherlich habt ihr alle in den Nachrichten und überall in den Zeitungen mitbekommen, was in Florida um die Wachkoma-Patientin Terri Schiavo abgelaufen ist. Der Ehemann setzte ein Aussetzen der künstlichen Ernährung durch, wogegen ihre Eltern, bis hin zum obersten Gerichtshof, klagten. Letzten Endes jedoch ohne Erfolg. Die Frau ist heute verstorben.
Topic: Sollte Sterbehilfe gesetzlich erlaubt sein, oder nicht? Wie seht ihr das?
Wie gesagt, da es ein sensibles Thema ist, bitte sachlich bleiben. Keine Flames, etc.
Meine Meinung: Sterbehilfe sollte in gewissen Ausnahmen erlaubt sein. D.h., wenn bei dem/der Bertoffenen absolut keine Hoffnung mehr auf ein normales Leben besteht. Was bringt es denn, wenn man jemanden Jahre lang am leben hält und dadurch eigentlich nur die Leiden des Betroffenen in die Länge zieht.
Vielleicht erinnern sich ja noch viele von euch an das Metallica-Video "One".
Also, wie seht ihr das?
MentionsX
31. März 2005, 19:12
Das Problem dabei ist:
Wer entscheidet, ob es keine Hoffnung mehr gibt?
Wenn Menschen im Koma liegen, kann es vorkammen, dass sie entweder nach ein paar Tagen wieder aufwachen, oder eben erst nach 14 Jahren - ganz unerwartet? Erstens weißt du nicht, ob und wann diese Menschen wieder aufwachen, zweitens bekommen die Leute im Koma alles, was um sie herum geschieht, mit. Ist nun natürlich nur ein Beispiel, aber gerade da ist es auch strittig, was passieren soll. Soll man den Menschen einfach den Lebenshahn abdrehen, oder ewig darauf warten, bis sie wieder aufwachen.
nicht_nett
31. März 2005, 19:19
Dazu gibt es eine Patientenverfügung die man vorher ausfüllen und hinterlegen kann. Damit kann man alles für den Fall der Fälle regeln.
Lieber keine Leben als so eins!
n_n
MentionsX
31. März 2005, 19:31
Gut, eine Patientenverfügung wäre der Idealfall, aber wer hat sowas schon, und wie präzise muss das ausgefüllt sein, etc....
Ich meine, soll jeder - wirklich JEDER - ab dem 6. / 12. / 14. /16. oder 18. Lebensjahr eine zu Hause liegen haben? Soll man dann bei jedem möglichen Fall hinschreiben, was weiter passieren soll? "Wenn es mir so schlecht geht, dann soll das passieren; wenn sich die Lage dann eventuell gerade noch etwas verbessert, möchte ichh doch noch lieber drei tage länger leben"...
Außerdem, wie aktuell muss die Bescheinigung sein? Gilt die ein Leben lang? Wie soll man das überhaupt vorher entscheiden, bevor man im Koma liegt? Vielleicht spürt man ja im Koma, dass man sich auf dem Weg zur Besserung befindet; und gerade dann kommt der Arzt und schaltet neben dir die Geräte ab, du bekommst alles mit....
Wie fälschungssicher muss die Bescheinigung sein?
Also für mich ist das auch keine 100% ige lösung
Dominik
31. März 2005, 20:15
Mal ein interessantes Zitat aus dem cstrike.de Forum:
"Es ist einfach nur eine Sauerei einen Menschen wie ein Tier verhungern zu lassen. Wenn man schon die Versorgung einstellen will, dann doch bitte direkt Sterbehilfe. Dieses Gewäsch von wegen Fremdeinwirkung ist doch eine Farce und eine unnötige Quälerei, egal wie man zur Sterbehilfe steht."
seelenfaenger
01. April 2005, 14:21
Ok, ne Patientenverfügung würde alles regeln. Aber was ist, wenn der Patient nicht mehr in der Lage dazu ist, eine solche zu erstellen? In einem sochen Fall können und dürfen die Ärzte nix anderes machen, als den Betroffenen weiter am Leben zu halten. Auch dann, wenn sie ganz genau wissen, dass es keinen Hoffnung mehr auf Besserung gibt.
Naja, es ist halt so eine Sache. Die Frage ist halt: Wer darf über Leben und Tod entscheiden? Eingentlich darf das niemand, außer man selbst. Aber wenn man es nicht mehr kann bzw. nicht mehr fähig ist anderen die eigene Position zu schildern? Hm, sehr schwierig...
Chckn
01. April 2005, 14:36
Also, zumindestens möchte ich nicht der Richter sein, der so etwas entscheiden muss....
Leonheart
01. April 2005, 14:51
Ich finde es generell verlogen, was da für ein Wirbel um diese eine Person gemacht wird. Täglich verhungern tausende Kinder qualvoll in den Entwicklungsländern und keiner verliert darüber ein Wort.
seelenfaenger
01. April 2005, 14:58
Original geschrieben von Leonheart
Ich finde es generell verlogen, was da für ein Wirbel um diese eine Person gemacht wird. Täglich verhungern tausende Kinder qualvoll in den Entwicklungsländern und keiner verliert darüber ein Wort.
Doch, ich denke da auch dran. Aber hier, also in diesem Topic, geht es momentan um etwas anderes.
Es geht ja nicht nur um diese eine Person, sondern um das Thema "Sterbehilfe" an sich.
ronimog
01. April 2005, 15:00
Original geschrieben von Leonheart
Ich finde es generell verlogen, was da für ein Wirbel um diese eine Person gemacht wird. Täglich verhungern tausende Kinder qualvoll in den Entwicklungsländern und keiner verliert darüber ein Wort.
#2
es ist einfach lächerlich das um eine lebende leiche so ein wirbel gemacht wird... Ist eigentlich nur für die verwanten/bekannten tragisch... alle anderen reden bloss zu viel.
lg
TargetAlpha
01. April 2005, 15:07
Lebende Leiche is aber komplett falsch.
Bei Gehirntot ist das ja noch was anderes aber da ist eben noch ein Unterschied zu jemandem der im Koma liegt.
edit: Vielleicht bleibt man auch besser mal beim Thema. Der Fur Farm Thread war auch abgeschlossen nachdem festgestellt wurde das arme kleine Kinder im Ausland Turnschuhe herstellen müssen. Man kann immer was schlimmeres rauskramen und sagen regt euch doch nicht da drüber auf. Das is doch gar nix.
lordhelmchen
02. April 2005, 01:12
ich würde sagen,dafür,denn wie schon seele gesagt hat,die schmerzen werden nur in die länge gezogen und ich glaube kaum dass sich dass irgendjemand wünschen würde,denn sie sind ja in einem wachkoma (die meisten) und merken was mit ihnen geschieht und sie empfinden schmerzen,wie ein "richtiger" mensch
dagegen spricht natürlich dass man nie weiss,ob er noch aufwacht,da aber fälle wo ein koma patient nach 10 jahren und länger aufgewacht ist,so extrem selten sind und sie danach denke ich auch noch höllische schmerzen hatten,ist sterbe hilfe für mich eine lösung die für mich in ordnung wäre
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