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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie weit reicht Meinungsfreiheit?



Alpha
23. März 2005, 14:46
Der Nachrichten-Robot Google News ist in Deutschland und in den USA in die Kritik geraten, weil er rechtsextreme Publikationen ausgewertet und den Lesern zugänglich gemacht hat. So hatten sich deutsche Web-Surfer darüber erschrocken gezeigt, dass Recherchen auch Treffer auf den Seiten der Deutschen National-Zeitung ergaben. Die Münchner Wochenzeitung, die der Vorsitzende der rechtsradikalen Partei DVU Gerhard Frey herausgibt, ging in den sechziger Jahren aus der Deutschen Soldaten-Zeitung hervor und gilt als eines der führenden Nachrichtenorgan der rechtsextremen und neofaschistischen Szene.

Test-Recherchen ermittelten keine Treffer auf den Seiten der Zeitschrift unter dem Namen "National-Zeitung". Das Blatt hat sich jedoch 1999 mit der im gleichen Verlag veröffentlichten "Deutschen Wochen-Zeitung" zusammengeschlossen, unter deren Namen nach wie vor zahlreiche Artikel rubriziert sind.

In den USA findet Google News Artikel des rassistischen und antisemitischen National Vanguard. Der an die Zeitschrift angeschlossene Buchverlag verbreitet hierzulande verbotene nationalsozialistische Propaganda; das Unternehmen wurde von William Pierce ins Leben gerufen, der in seinen Romanen kaum verhüllt zu rechtsradikalen Terroraktionen aufrief.

Google beruft sich auf seine weltanschauliche Neutralität. Beide Publikationen sind in ihren Herkunftsländern nicht verboten und werden damit vom Grundrecht auf Meinungsfreiheit gedeckt. Stefan Keuchel, Sprecher von Google Deutschland, sagte, dass es gegenwärtig eine "intensive interne Diskussion" über das Thema gebe.

quelle: heise.de

rabauk3
23. März 2005, 16:10
tyo so kommtet halt..was will man machen ._.

ronimog
23. März 2005, 17:11
Ich find das eigendlich voll in ordnung. Man kann sich ja wohl auch für solche dinge interresieren ohne gleich ein nazi zu sein...

lg

Chckn
23. März 2005, 17:38
Original geschrieben von ronimog
Ich find das eigendlich voll in ordnung. Man kann sich ja wohl auch für solche dinge interresieren ohne gleich ein nazi zu sein...

lg

Hmm...naja sagen wir mal besser "drüber informieren" als "interessieren" - sonst könnte man schon falsch verstanden werden.

Aber zu Google:
Da die Google Robots sich alles untern Nagel reissen was im Inet steht, ist es ja nicht verwunderlich das auch solche Sachen dabei sind....dann müssen die halt von Hand indizieren.

Alpha
23. März 2005, 17:43
naja, man kann das schon differenzieren, indem man schlagwörter in eine -"antisuch liste"- reinsetzt., welche von den bots dann nicht aufgeführt -gelistet werden.

H4d3s
23. März 2005, 17:50
das problem daran ist, daß neutrale menschen auf diese art und weise bedenkliche nachrichten als normal präsentiert bekommen. und daß die meinungsfreiheit z.b. in den usa auch menschenverachtende meinungen deckt macht die sache nicht besser.

wenn artikel aus solchen machwerken einbezogen werden sollte man ganz genau darauf achten, daß sie eben nichts menschenverachtendes beinhalten. inhaltliche fehler und tendenziöse berichterstattung gibt es überall, wie wir ja alle wissen, da muß man dem verstand der leser eben die bewertung der artikel überlassen.

btw: solche artikel in die news miteinbeziehen, aber dann in deutschland verweise auf rechte seiten aus der suchmaschiene entfernen? da sollte google mal lieber an anderer stellen zensieren...