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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : amokläufe durch ballerspiele



Gast
08. März 2005, 14:59
wit machen in der schule eine arbeit über amokläufe durch ballerspiele, mich würde interessieren wass die zocker dazu sagen die mal eine ahnung haben um was es geht und nicht irgendein scheiss lallen.

xavir
08. März 2005, 15:39
ich glaub da musst du net uns fragen oder ist schon einer amok gelaufen?? :ugly:

Moebius_inaktiv
08. März 2005, 15:47
Amokläufe durch Ballerspiele??....naja...ich weiss ja nich..das is mal wieder das übliche gequake nachdem nen schüler mal wieder ausgetickert is....denke ich gehöre hier eher zu der älteren generation und muss sagen ich pack mir jedesmal an den kopf wenn ich sowas höre/lese.. jeder halbwegs klardenkende mensch muss isch doch mal über verschiedene dinge im klaren sein. ES KANN NICHT NUR AN DEN BALLERSPIELEN LIEGEN. ich mein...sorry..aber da muss schonmal richtig schön was in der erziehung der kids schiefgelaufen sein -kein wunder wenn man sich überlegt, dass es heutzutage üblich ist die Kinder schnellstmöglich in Kindertagesstätten etc abzuliefern um möglichst wenig stress mit den lieben kleinen zu haben... Frei nach dem Motto: der erziehungsauftrag wird auf ausserfamiliäre Institutionen (kindergarten,KiTa, Schule etc) abgewälzt -das diese dem Erziehungsauftrag nicht gerecht werden können, da die dortigen aufsichtspersonen mit 20-30 kindern locker überfordert sind wird gerne übersehen. Wenn das Kind dann nach hause kommt /geholt wird dann wollen die Eltern Ihre ruhe haben und lassen dem Kind unter dem deckmantel der ANTIAUTORITÄREN ERZIEHUNG:rolleyes: (allein bei dem wort dreht sich mir schon der magen um..wie soll nen kind grenzen gesetzt bekommen wenn keiner was sagt ..hin und wieder mal nen machtwort oder nen leichter klaps -NEIN ICH BIN NICHT FÜR PRÜGELSTRAFE o.ö.- hat noch niemandem geschadet) alle freiheiten die es möchte -man will das kind ja nicht einschränken und sich selber nicht zu viel stress machen (derartigen stuss erleb/hör ich dauerns auch aus meinem bekanntenkreis).:ulol:

Klartext: Nicht die computerspiele machen Kinder/Maniacs/wasauchimmer zu dem was sie sind, sondern die regeln und grenzen die ihnen die ihnen gesetzt und auferlegt werden. natürlich spielen mit sicherheit auch die sozialen kontakte eine relevante rolle -hier zu intervenieren ist allerdings auch wieder Sache der eltern.
Selbiges betrifft auch den Medienkomsum ...wenn ein Kind sich nur splatterfilme ab dem 13. lebensjahr oder so reinzieht, und nur -ohne aufsicht- irgendwelche gewaltorgien am computer feiert:rolleyes: dann darf man sich auch nicht wundern wenn es einen psychsichen knacks bekommt!!!!:autsch:

So...und jetzt kommen wir mal zum relevanten punkt hinsichtlich der amokläufe....WO BITTE KRIEGT DAS KIND NE WUMME HER??? Im Normalfall mit sicherheit nicht von kumpels auf dem schulhof oder so (obwohl das teilweise sicherlich auch denkbar wäre..dann wär man aber wieder bei den sozialen kontakten angelangt).
Diese kids kriegen die Waffen a) aus dem Schützenverein oder b) direkt aus "Nachtschränkchen" Ihrer Eltern, die die waffen meist ganz legal besitzen dürfen :confused:
Werden deshalb alle schuützenvereine oder die Hobyjäger etc. direkt schuldig gesprochen hinsichtlich ihrerpassiven mittäterschaft an solchen amokläufen??..Nein....es ist ja auch wesentlich einfacher sich ein Medium mit einer wenig beachteten -oder aber dank diverser Reportagen missachteten/missverstandenen- Community als Schuldigen zu suchen....wofür auch erst die Fehler bei sich selber suchen , wenn der feind doch wesentlich leichter andernorts zu finden ist??


noch fragen?

sry für die rechtschreibfehler im text

lordhelmchen
08. März 2005, 16:11
erster post und gleich ein meisterwerk :D

es ist aber nun wirklich so dass ein mensch der nur halbwegs klar im kopf ist oder einen iq von über 70 hat,wissen sollte,dass man das nicht nachmachen sollte und nicht alles mit gewalt lösen kann. auch ein hauptschul kind sollte mal darüber nach denken,wie es wäre wenn sein vater z.b. tot wäre.

ausserdem wollte ich sagen dass den lehrern wirklich nicht in den sinn kommt,dass es nicht an den pc spielen liegen könnte sondern an der elterlichen erziehung,die kinder mit 6 jahren frei durchs programm zappen lassen um das kind zu beschäftigen.

wer ein spiel noch nie gespielt hat sollte auch nichts drüber sagen,es ist ja wohl (fast) nie so,dass man einfach leute abschlachten soll,sondern man z.b. sein leben retten muss oder im krieg mitmacht oder eine spezialeinheit ist oder oder
einzige ausnahme ist painkiller

H4d3s
08. März 2005, 16:33
ähnliche diskussionen wurden auch schon geführt, als das einfache volk lesen lernte bzw in modernen zeiten beim auftreten von rock'n'roll, und dem fernsehen. spiele als sündenbock werden auf mittlere frist nix mehr hergeben, 50 jahre nach elvis kommen ja heute auch nur noch etwas verschrobene gestalten darauf rockmusik die schuld am gesellschaftlichen übel zu geben.

was ich auch immer wieder gerne wiederhole: wenn jemand durch spiele amok laufen sollte, dann muß er auch schon so einen an der waffel gehabt haben. allerdings sind spiele wohl kaum der auslöser für einen amoklauf. ich meine, es laufen ja immer noch mehr erwachsene menschen amok oder bringen ihre familien um als jugendliche. und da sind wohl kaum pc-spiele verantwortlich zu machen. dort könnte man schon den vielzietierten blödsinnigen zusammenhang des brotessens vor der tat heranziehen. oder im falle der erwachsenen vielleicht autofahren. ich wette praktisch jeder erwachsene amokläufer fuhr regelmäßig auto. klingt nach einem an den haaren herbeigezogenen zusammenhang? ist es auch. genauso an den haaren herbeigezogen wie der zusammenhang mit den spielen.

ich bestreite nicht, daß medienkonsum egal welcher art einfluß auf die geistige gesundheit oder die entwicklung eines kindes hat, und daß es da durchaus auch negative einflüsse gibt. deswegen finde ich jugendschutz von der idee her ja auch richtig, deswegen müssen auch altersbeschränkungen sein. aber es ist eben wenn, dann nur ein faktor unter vielen. ich ziehe mal wieder robert steinhäuser heran: wohnt zuhause und seine eltern wissen nicht, daß er seit über einem halben jahr nicht mehr zur schule geht, er hat waffen aus dem schützenklub (und auch welche, die er nicht haben durfte) und per schulgesetz keine perspektive für die zukunft. daß dies alles zeichen sind, daß da was nicht stimmt wird geflissentlich ignoriert und stattdessen ein computerspiel beschuldigt, das er erstens legal besitzen durfte und zweitens das noch so viele andere spielen, ohne daß sie auch nur auf die idee kämen auch nur eine echte waffe anzufassen.

was schon angesprochen wurde hier: waffenbesitz. ich zitiere mich mal selbst aus dem doom3 forum "daß niemand auf die idee kommt privaten waffenbesitz komplett zu verbieten (wozu braucht ein privatmensch in D eine waffe?), außer für polizisten und evtl. berufssoldaten, sagt mir genug über den verstand und die analysefähigkeit der politikerkaste." auch jäger und mitglieder eines schützenklubs brauchen zuhause wohl kaum eine waffe. oder werden sie etwa von wildwechsel in ihrem wohnzimmer überrascht oder tauchen schießstände bei ihnen in der nacht auf? niemand kommt auf die idee waffenbesitz einzuschränken.

achja: wenn man einen zusammenhang zwischen "gewaltverherrlichenden" pc-spielen und gewalttaten herstellen will zeige ich mal, was man mit statistik tolles machen kann. deutschland hat zensierte spiele und filme und liegt was gewalt angeht im europäischen oberen mittelfeld, in der bildung relativ weit hinten. skandinavien hat keine zensur und hat weniger gewalt und höhere bildung. kann man daraus ableiten, daß unzensierte shooter und freie verfügbarkeit von splatterfilmen zu weniger gewalt und höherer bildung führen? oder kann man daran nicht viel eher sehen, daß das eine gar nichts mit dem anderen zu tun hat?

über das thema elternverantwortung will ich mich mal gar nicht auslassen, da mir die laissez-faire-erziehung - eine hübsche umschreibung für ich-kümmer-mich-nicht-erziehung - das frühe abschieben der kinder vor die glotze, und der allgemeine werteverfall unter dem decknamen liberalität eh tierisch auf den sack gehen (wenn die formulierung nicht ok ist editier ich sie raus).

dmflo
08. März 2005, 16:39
x

H4d3s
08. März 2005, 16:56
@q3dmFlo: den gedanken hatte ich auch, ich habe es aber nicht geschrieben, da um ernsthafte beiträge gebeten wurde :p

crispin
08. März 2005, 23:53
das ist einfach viel zu sehr pauschalisiert: "amoklauf durch ballerspiel"

das hat ganz andere faktoren als hintergrund: die familie, der umgang, das soziale umfeld, die erziehung, die bildung, der einzelne mensch selbst und seine psyche, die fähigkeit mit psychischem druck fertig zu werden, geiste reife, die fähigkeit zwischen realer und fiktionaler welt unterscheiden zu können... usw. usf. etc. pp...

davon abgesehen gibt es solche diskussionen schon ewig. erst warens die bösen filme, dann wars die böse musik und jetzt sinds die bösen computerspiele...

es is immer das gleiche

Foldar
09. März 2005, 03:39
Nunja das ist echt ein rießen quark. Und informier dich einfach bei google^^ die werden dir viele berichte geben, besonders nach erfurt. Aber ich versteh das auch nicht wie man sowas denken kann.

J4SON
09. März 2005, 06:11
naja verstehen kann ichs schon

stellk dir vor du hast dein leben lang nur computerspiele gespielt welche ohne gewalt waren.
Nun aber seit geraumer Zeit
siehst du wie Computerspiele entstehen in denen nan Menschen niedermetzelt.

z.b. hab ich mein erstes Brutales Spiel mit 15 gesehen
da war ich bei nem Russen zuhause und er demonstrierte mir die russische "Gold" Edition von Soldier of Fortune.

Da hab ich auch gedacht: OMG na dann is ja alles klar das soviele amoklaufen.

Und so geht das auch den ganzen Leuten die solche behauptungen aufstellen.


Aber wenn man sich an solche Spiele gewohnt ist merkt mans garnicht mehr dass sie siviel gewalt beinhalten.

Foldar
09. März 2005, 07:58
Ich hab Soldier of Fortune 3 Mal durchgespielt. na und ? es gibt bestimmt welche die realität von pc spielen nicht unterscheiden können. Kommt auf die Person an.
ich bin kein stück Aggressiv, bin glücklich und seh den unterschied. Also kommt wirklich nur auf die Person an.

mfg

Frazzaz
09. März 2005, 08:42
Es liegt nicht an den Games alleine. Da kommen verschiedene Faktoren zusammen, bspw. wenn jemand extrem viel zockt und somit automatisch wenige Sozialkontakte hat... und irgendwann kann er nicht mehr unterscheiden.
Ich find nur immer die Leute eil, die meinen, dass sie die Weisheit mit Löffeln gefressen haben und Statements abgeben von wegen: "Die ganzen Psychologen haben doch eh kein Plan weil die selber garnicht zocken" und so einen Scheiss. Findet euch damit ab, dass die das sehr wohl einschätzen können.

Longslide
09. März 2005, 10:02
Ich kann dir net helfen da ich noch nie davon gehört habe das einer tatsächlich dadurch gestorben ist das jemand ballerspiele spielte.

-< irrläufer >
09. März 2005, 11:27
hallo ihr potenziellen amokläufer

bald müssen sich alle egoshootergamer zwangsregistrieren und kastrieren.
damit der genpool von solch erbärmlichen material verschont wird. :nene:



:top: :top:
So...und jetzt kommen wir mal zum relevanten punkt hinsichtlich der amokläufe....WO BITTE KRIEGT DAS KIND NE WUMME HER???






TIP : es gab irgendwo ein artikel über dieses thema. ein reporter hat ein spiel beschrieben hl2/cs:s??? und
sich negativ über diese "gewaltorgie" ausgelassen.
im stil von ablästern und alle klischees bedienen.

daraufhin hat ein redakteur eines gamemagazin in inhaltlicher und sprachlicher höchstform mit einem hauch von selbstironie
die einzelnen punkte mit niveau ad absurdum geführt ! sehr sehr gelungen !
such den mal oder vielleicht wissen das die jungs hier wo man den findet.
aber der artikel wird dir sehr helfen.


gruss ein potenzieller amokläufer

MadMaK_inaktiv
09. März 2005, 12:34
Weiß gar nicht, wieso sich ältere Generationen, die noch nie nen Egoshooter gezockt haben, an solchen Themen aufgeilen. Unsere Eltern und Großeltern haben es immerhin zum zweiten Weltkrieg gebracht. Damals gab es noch kein Heavy-Metal, keine Ego-Shooter und keine Mörderpuppe Chucky. Gut, hätten die Amerikaner den 2ten Weltkrieg angezettelt, könnte man stets dem Terrorismus die Schuld geben, aber welchem Sündenbock können wir Deutsche es in die Schuhe schieben ?

Aber dafür sind wir Menschen. Wir haben Ausreden für unsere eigene Jämmerlichkeit und sind immer noch nicht imstande, komplexe Themen wirklich als solche zu erkennen und zu begreifen.

rabauk3
09. März 2005, 13:24
cheater ich glaube du bis hängengeblieben sorry...ich geh auch auf die hauptschule und bin kein idiot und schon gar nich aggresiv assozial oder sonstiges -.- mein gott immer diese vorurteile ^^

lordhelmchen
09. März 2005, 13:57
dann bist du faul oder dumm,sry

und ich würde nicht sagen dass auf der hauptschule die geistige elite rumhängt

Dr_Seltsam
09. März 2005, 14:07
Ich würde mich auchmal freuen wenn man nicht immer das Zocken als ersten Grund aus dem Hut zieht wenn mal wieder ein Schüler Amok läuft.
Geht man alleine von dem oft besprochenen Conuterstrike aus, von dem ja viele sagen es macht gewaltätig müssten wir in Deutschland weit über 2 Millionen angeblichen "Massenmördern und Durchgeknallten" haben. Ziehen wir nochmal die anderen Spiele zusammen in denen viel und scharf geschossen wird ( unser Liebes Half Life 2, Doom3, Call Of Duty, Medal of Honor u.s.w ) und dann vielleicht noch die Strategie Spiele ( C&C-Reihe, Rome, Age of Empires, Stronghold u.s.w ) wo ja auch menschliche Wesen ums Leben kommen, müssten wir quer durch alle Altersschichten über, ich sag mal 7-15 Millionen Menschen in Deutschland haben, die angeblich bei einem größeren Streit sofort die Wumme ausem Schrank hohlen und den Gegenüber über den Haufen schiessen.
Unrealistisch oder?

Aber nun fragt man sich mal, wieso werden die Lieben Kleinen den dann so gewaltätig? Das es besonders die Jüngeren sind die ziemlich agressiv sind ( seh ich ja morgens immer im Schulbus, die lieben kleinen Grundschüler, mein Lieber G-man was da abgeht, schlimmer als bei uns 10 ern ), sollte man vielleicht in die Richtung gucken und sehen womit die so ihre Zeit verbringen.

Fernsehen wäre da zum Beispiel. Ja was gucken sie den, was für Sendungen? Pokemon und den ganzen Anime Kram. Friedlich ist es auch nicht, genau genommen werden da eigentlich genau die Sachen gezeigt vor denen man eigentlich immer warnt und die man zu recht den kleinen verbietet.
Tiere aufeinander hetzen, unkontrolliert agressive Charaktere und Wesen die ganze Hubschrauber durch die Luft werfen sowie die Tatsache das ( auch Menschen ) hunderte von Schlägen einstecken und wieder aufstehen, durch den halben Raum segeln und danach wieder freudig hüpfen und kaum Kratzer haben.
Doll nicht?

Dazu noch die Tatsache das man immer schön mit unkontrolliertem lauten Gebrüll vorgehen soll ( was auch auf die kleinen abfärbt, merkt man auch wenn man mal mit nem Bus voll Grundschüler fährt ) und das am Ende wieder alles gut wird sind weitere schwere Mängel.

Aber, hey, wieso sollte sich das Fernsehn das die Sendungen bringt sich ins eigene Fleisch stechen? Schieben wirs auf die PC-Spiele, da schaden wir uns nicht und können weiter unsren Stupiden Stuss bringen.

Was wir brauchen ist ne starke Lobby, aber die gibts ja leider nicht mal eben um die Ecke.

MFG Dr_Seltsam

Alpha
09. März 2005, 15:11
Original geschrieben von -< irrläufer >-
hallo ihr potenziellen amokläufer

bald müssen sich alle egoshootergamer zwangsregistrieren und kastrieren.
damit der genpool von solch erbärmlichen material verschont wird. :nene:






TIP : es gab irgendwo ein artikel über dieses thema. ein reporter hat ein spiel beschrieben hl2/cs:s??? und
sich negativ über diese "gewaltorgie" ausgelassen.
im stil von ablästern und alle klischees bedienen.

daraufhin hat ein redakteur eines gamemagazin in inhaltlicher und sprachlicher höchstform mit einem hauch von selbstironie
die einzelnen punkte mit niveau ad absurdum geführt ! sehr sehr gelungen !
such den mal oder vielleicht wissen das die jungs hier wo man den findet.
aber der artikel wird dir sehr helfen.


gruss ein potenzieller amokläufer

Artikel vom Spiegel
Antwort von broodwar.de

bin zu faul zum Suchen ;)

nachher vllt

Maruba
09. März 2005, 16:51
alpha du faules stück :D.naja hier hab ich was im broodwar forum gefunden.
http://forum.ingame.de/broodwar/showthread.php?threadid=76731&highlight=spiegel
http://forum.ingame.de/broodwar/showthread.php?s=&postid=1496679

und hier noch der leserbrief ausem inunreal.de forum:
Sehr geehrtes "Spiegel-Team",

ich war heute, als ich sah, das wieder ein Bericht über die WCG auf Ihrer Homepage stand, war erst sehr erfreut, dann, als ich den Bericht schließlich gelesen hatte, doch sehr verärgert. Wie es dazu kam würde ich Ihnen gerne erklären um zukünftig eine dermaßen schlechte Berichterstattung und den damit verbundenen Leserbriefen soweit es geht zu ersparen!


Zitat:
"Ballerspieler"

Nun, das mag jetzt banal klingen, aber wenn sie über Fußballspieler berichten, nennen sie diese auch nicht "Balltreter" und genauso ist "Ballerspiele" und "Ballerspieler" eine Reduzierung der Spiele und Spieler auf das, was eben nicht stimmt: "rumballern ohne zu denken."
Allein diese Wortwahl war aber noch nicht schlimm, es stört lediglich so wie es einen Profifußballer stören würde ihn "Balltreter" zu nennen!


Zitat:
"Schweden feuerten auf Briten, Deutsche auf Inder"

Als ich diese Stelle las, musste ich zugegebener maßen erst mal schmunzeln, stellte mir dann aber vor, meine Eltern oder gar meine Großeltern würden das lesen, die allermeisten würden bei diesem Satz an einen Krieg denken, statt an Spiele und das Spiele eben kein Krieg und auch keine "Kriegssimulation" sind muss man ihnen hoffentlich nicht näher erklären. Sogar Spiele, die die Rahmenbedingungen des 2. Weltkrieges ausnutzen, sind deswegen keine "Kriegssimulationen" weil die Spieler Spaß am Krieg haben!


Zitat:
"ist dem Anschein nach ein friedlicher Zeitgenosse."

Ja das mag er sein, allerdings empfinde ich es als extrem naiv hinter Menschen die gerne Ego-Shooter spielen immer aggressive Waffennarren zu sehen.


Zitat:
"Aber gerade fuhr er in die USA, um in San Francisco unter dem Decknamen "Chucky" mit einer Hand voll Komplizen Bomben zu legen und Antiterrorkräfte niederzumetzeln - vorzugsweise per Kopfschuss."

Dies finde ich äußerst interessant, nun ist er also kein friedlicher Zeitgenosse mehr, weil er im Spiel(!) auf die Models der anderen Spieler schießt - mit virtuellen Waffen, schön!
Auch schön:

"Antiterrorkräfte niederzumetzeln"

Das ist ein Spiel in dem Blut und ähnliche Gewaltdarstellungen weitestgehend Fehlen, darum ist das Wort "niedermetzeln" hier völlig deplaziert und reflektiert lediglich die Meinung eines offensichtlich nicht gut recherchierenden Journalisten!
Auch das "Antiterrorkräfte" "niedergemetzelt" werden mag im weitesten Sinne bei Counter-Strike stattfinden, nur als zum Beispiel meine Eltern das lasen, dachten diese gleich an den 11. September und eben an DEN Terror und es würde mich wundern, wenn Computerspieler allgemein Terroristen sind/gerne wären usw.!


Zitat:
"Selbstbewusst und zum Grauen vieler Eltern nennen sich die vor dem Rechner hockenden Zocker "E-Sportler"."

Also, ich wüsste nicht wo diese Bezeichnung ein "Grauen" der älteren Generation zur Folge hätte.


Zitat:
"Längst ist die Computerspielerei nicht mehr nur eine Domäne grüner Jungs."

Vielen Dank, das diese Tatsache mit gut 5-10 Jahren Verspätung auch zu Ihnen vorgedrungen ist!


Zitat:
"sorgen sich viele Ältere, was aus den Cyber-Schützen einmal werden soll. Ihnen gelten solche Spiele als Mord-Simulatoren."

Nun, ich muss sagen, geschickt gemacht, sich auf Quellen zu berufen (alte Menschen), die erst durch Berichte wie u.a. diesen diese "Meinung" vertreten, wenn ich mich nicht irre, ist oder soll das ein Bericht über die WCG sein und nicht die Frage klären, ob Spiele die Jugend gewalttätig machen oder abstumpfen lassen. Aber wie in JEDEM Spiegelartikel zum diesem Thema finden sich derartige Behauptungen wieder:
"Zivi wird Vizeweltmeister im Ballern" vom 11.10.04

Alleine das "ballern" ist schon zu kritisieren!
Aber nein, dem Spiegel reicht das nicht:
Zitat:
"Dass der 20-Jährige sich so gut mit Waffen auskennt und fast immer mit dem ersten Schuss trifft, hatte er gegenüber dem Kreiswehrersatzamt offenbar verschwiegen: Engelhardt ist anerkannter Kriegsdienstverweigerer und macht gerade Zivildienst."

Wenn schon damals vernünftig recherchiert worden wäre, hätte der zuständige Redakteur bemerken müssen, dass das Spiel, über das so indirekt berichtet wurde, NICHTS mit der Realität zu tun hat, weder in Form von realen Waffen oder realitätsnahen Waffen, noch was die Charaktere oder die Levels angeht!
Aber weil’s ja so schön war, bringt man wieder Krieg UND Spiele in Verbindung, ist ja auch schwer einen Artikel über Spiele zu schreiben ohne nicht doch noch irgendwie nachzutreten und mal so am Rande erwähnt: wenn jemand in einem Spiel mit der Shockrifle (oder auch ASMD) gut trifft, dann möchte ich mal die Bundeswehr sehen, die derartige Waffen entwickelt damit unsere E-Sportler am besten noch Iraker "wegballern"!

Aber wieder zurück zum eigentlichen Artikel:

Zitat:
"Tatsächlich scheint es in der Welt der Hardcore-Gamer nicht anders zuzugehen als im echten Sport: Erst mal geht's ums Geld."

Aha, interessant, wenn ich das also auf den "echten Sport" (was auch immer daran "echter" sein mag!) übertrage, muss also jeder Kegelclub, dieser Erde der in einer Hobbyliga oder was anderem aktiv ist, geldgeil sein? Sie werden es kaum glauben, aber grundsätzlich kann man sagen, dass E-Sport noch lange nicht so lohnenswert ist, als das Menschen nur aus "Geldgier" spielen, Spaß steht für 99,99% an erster Stelle und wer E-Sport nur wegen des Geldes intensiver betreibt kann daran auch Spaß haben. Wenn ich ihre "Theorie", die Sie ganz dreist als "Tatsache" darstellen, mal auf den "echten" Sport übertrage, hat kein Profifußballer in erster Linie Spaß am Fußball, sondern macht es hauptsächlich wegen des Geldes! Sagen Sie das mal öffentlich, Sie würden in der Luft zerrissen!
Aber E-Sportler sind ja eine Subkultur aus überwiegend jungen Menschen, da wird sich ja keiner wehren...


Zitat:
"Eiserne Disziplin ist nötig, denn während der sechsmonatigen Saison gibt es Pflichtspieltage."

Ja dieses seltsame Phänomen der "Pflichtspiele" und "Pflichtspieltage" ist aber wirklich seltsam, in anderen Sportarten ist so was VÖLLIG normal.
Ich frage mich wann ein Bericht vom Spiegel kommt, der das "seltsame Phänomen des Regens" oder "des Windes", welches ja bisher nie da gewesen war, behandelt!


Zitat:
"denn viele junge Leute bewundern die E-Sportler wie richtige Stars."

Vergleiche zum "echten Sport" sind das Highlight dieses "Artikels"!

Sind gute E-Sportler "schlechte" Stars?
Oder gar "falsche" Stars?
Sind das Sportler, die keine Fans haben dürfen, weil es nicht der Sport ist der schon zu Urgroßmutters Zeiten ausgeübt wurde?
Und wo bitte ist der Unterschied zu Fußballspielern? Die haben ebenfalls Fans und die Spieler werden gut vermarktet, ziehen Sie doch statt über E-Sportler mal über Fußballer her, dann würden Sie die gleiche Resonanz bekommen!


Zitat:
"Sie dienen als Hebel, um Produkte wie Computer oder überteuerte T-Shirts loszuschlagen."

Ich mag in halbwegs seriösen Artikeln, oder in Artikeln die seriös wirken wollen, GRUNDSÄTZLICH keine abwertenden Angaben dieser Art! Ob die Produkte "überteuert" sind, muss jeder selbst entscheiden und das "original David Beckham T-Shirt" ist auch sehr teuer, eventuell sogar "überteuert", aber würden Sie das schreiben? Wohl kaum, weil Sie dann ähnliche Antworten von Fans bekämen, die das gut finden das es Marketing gibt!
Nur ist E-Sport noch nicht so weit verbreitet wie Fußball, von daher ist dort auf wenig Gegenwehr für miserable Artikel zu hoffen - oder wie?


Zitat:
"E-Daddelei"

Ja, genau und 22 Idioten treten einen Lederball.....


Zitat:
"So versucht der Elektronikriese, die Videospiele (für die sich die Teilnehmer gar nicht an einem Ort versammeln müssten) als Publikumssport zu etablieren."

Ich bin beeindruckt, da wurden teilweise richtige Schlussfolgerungen gezogen, nur wenn Sie schon "müssten" schreiben, dann hätten Sie mit ein wenig Denkarbeit auch die Frage aufwerfen können, warum man sich zu großen Turnieren dennoch trifft!
Und warum? Im Internet gibt es eben zu viele Abhängigkeiten vom Serverstandort - wie soll ein Chinese da gut gegen einen Europäer spielen können? Der Ping (falls Sie Fragen zum Ping haben: www.google.de !) würde das unmöglich machen!
Außerdem gibt es im Internet Sicherheitslücken, die dann für ein hohes Preisgeld durchaus mal missbraucht werden könnten!
Weitere Gründe können Sie mit ein wenig(!) Recherche noch finden!


Zitat:
"es kamen sogar 150 000 zahlende Zuschauer, um die virtuellen Gemetzel auf Riesenschirmen live zu verfolgen."

"Gemetzel" - kein Kommentar, das wird mir langsam zu blöd.


Zitat:
"Ein 24-Jähriger namens Lim Yo Hwan ist der König des Ballerspiels "Starcraft""

Ist es nicht schön, wenn eine große und bekannte Zeitschrift wie der Spiegel nicht einmal weiß, dass das bekannteste und meistgespielte Strategiespiel "StarCraft" heißt? Also normalerweise würde es mich nicht stören, wenn Sie es nicht wüssten, aber wenn Sie darüber berichten, sollten Sie schon ein gewisses Grundwissen besitzen bzw. es sich kurzzeitig anlesen!


Zitat:
"Aber es ist fraglich, ob es dann zu jenen Kämpfen kommt, die sich Fans so wünschen - den Konfrontationen grandioser Athleten und ihres nicht minder grandiosen Ego."

Der Höhepunkt immer am Schluss, oder eher der Höhepunkt der Frechheit, kennen Sie die Spieler alle Persönlich oder weshalb glauben Sie in der Lage zu sein, so etwas zu behaupten?
Damit rundet sich das Bild ein wenig ab:

-Waffenfreaks
-zu großes Ego
-nicht mehr "nur" grüne Jungs

Wirklich wunderbar!


Zitat:
"Denn in der deutschen Daddelei sieht es nicht anders aus als im wahren Leistungssport"

Nun, wenn Sie tatsächlich zu diesem Schluss kommen, dann frage ich mich warum Sie Elemente des normalen Sports (Turniere, Pflichtspieltage, Sponsoring, Preisgelder,...) für ein so unbekanntes Phänomen halten?!




So, da habe ich nun fast jeden Satz, der mich störte, ein wenig kommentiert und hoffe damit irgendjemanden wachgerüttelt zu haben!

Mit freundlichen Grüßen

ein Waffenfreak mit zu großem Ego der bald nicht mehr grün ist!
(Ironie!)

P.S. Über eine Antwort Ihrerseits würde ich mich freuen.

Alpha
09. März 2005, 17:14
Dies schreib der liebe Lonic zu einem reißerischen Artikel über Konfliktbewältigung und Amokläufe durch Pc,
herrausgegeben vom Spiegel.


Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte Sie auf die Unfairness um nicht zu sagen Unsportlichkeit dem Leser gegenüber aufmerksam machen, die bei diesem Artikel unbestreitbar zum Vorschein kommt.

Ich werde mich hierbei nicht, wie es sicherlich schon zu Hauf der Fall war, im Detail verlieren.
Dass Ihnen bei diesem Artikel einige sachliche Fehler unterlaufen sind, dürfte Ihnen bereits zu Ohren gekommen sein, ich will aber auf etwas anderes hinaus, um nicht zu sagen "einen Schritt weiter gehen".

Die Presse hat meines Erachtens die Pflicht, und steht in der Verantwortung, sachlich zu berichten. Denn die Leser bilden sich auf Grund dieser Berichterstattung eine Meinung und berufen sich u.a. darauf. Und wir kennen alle die Sensationsberichterstattung der "Yellow-Press", der angesprochene Artikel gehört nämlich genau in diese Kategorie.

Es wird hier geschickt mit Wortspielereien und Schlagwörtern gespielt, die dem Leser sofort bekannt vorkommen, die er versteht und die vor allem polarisieren.
Und so wird dem betroffenen Leser, dem Computerspieler, sofort klar gemacht, dass er hier NICHTS positives über sich zu erwarten hat. Den aussenstehenden und unwissenden Lesern wird deutlich suggeriert, mit wem sie es hier zu tun haben und was davon zu halten ist. Die Rede ist von "Schiessereien" mit "Kopfschüssen", folgendes muss als eindeutige Stimmungsmache angesehen werden:
"Während die Spieler einander über schnelle Internet-Leitungen virtuelle Kugeln in den Leib jagen, sorgen sich viele Ältere, was aus den Cyber-Schützen einmal werden soll. Ihnen gelten solche Spiele als Mord-Simulatoren."

Hier wird eindeutig der Anschein erweckt, dass "viele Ältere" nicht irren, wohl Recht haben und junge Cyber-Athleten um nicht zu sagen "Mord-Simulanten" perspektivlos sind. Aggressiv sind sie sowieso, dass geht schon aus der Materie hervor. Und die Computerspiele tragen die Verantwortung.

Eindeutig falsch !!!

Folgende Fakten hätten bei einer Berichterstattung die sich auf diese Thematik bezieht der Sachlichkeit berücksichtigt werden müssen:
- Das polizeilich-psychologische Gutachten des Erfurt-Verbrechens bescheinigt den Computerspielen eindeutig eine "untergeordnete Rolle".
- Computerspieler sind keine Randgruppe sondern ÜBERALL vorhanden. In jeder finanziellen und sozialen Schicht wird gespielt. Hauptschüler wie Gymnasiasten mit 1.0 Abischnitt und Cambridge Studenten eingeschlossen.
- Die komplette Jugend ist davon "befallen". Es ist vergleichbar wie zu Zeiten der Entstehung des Rock'n Rolls. Die Generationen, die nicht damit aufgewachsen sind, kommen damit einfach nicht klar (simplifiziert).
- Das alltägliche Fernsehprogramm zeigt realistische Gewalt, sowohl in Nachrichten als auch in Spielfilmen. Diese Gewalt ist nachvollziehbar, kausale Zusammenhänge sind vorhanden und haben Vorbild-Charackter für junge Menschen in Konfliktsituationen.
- Jeder von uns, Sie meine sehr geehrten Herren (nicht Damen) eingeschlossen, hat als Kind an Cowboyspielen mit Spielpistolen teilgenommen und die Indianer bekämpft und andersrum. In Computerspielen kann man solche Phantasien genauso ausleben und genau deshalb bleibt es Phantasie und Spiel. Oder wollen Sie behaupten, dass sie als Kind bei den Cowboyspielen die Indianer ausrotten wollten ? Von dem Realismus ganz zu schweigen ..



Es ist dem Leser gegenüber, besonders dem unwissendem, einfach unverantwortlich, eine solche Hetzkampagne, wie sie bisher stattgefunden hat, in allen Regeln der Kunst fortzuführen. Es sind eindeutig falsche Eindrücke die hierbei erweckt werden. Die sachliche Berichterstattung musste leider einer jenen weichen, die dem Leser, und der ist vorwiegend über 30, aus der Seele spricht.
Der Mensch sucht nunmal einfache Gründe für seine Sorgen, diese werden ihm Mundgerecht serviert.


Grüsse ....

quelle: Lonic, BWCL.de Admin

crispin
11. März 2005, 23:59
Original geschrieben von Nevermore
Nunja das ist echt ein rießen quark. Und informier dich einfach bei google^^ die werden dir viele berichte geben, besonders nach erfurt. Aber ich versteh das auch nicht wie man sowas denken kann.

jo, die spucken viele berichte aus, weil jeder glaubt, dazu irgendetwas sagen zu müssen, auch wenns noch so unqualifiziert ist.

fakt ist, dass psychologen genau das gegenteil bewiesen haben: zocken baut aggros ab, macht dich müde und trainiert sogar die reflexe.
(kam damals ein bericht, als hellwoofer von mtw in dieser diskussionsrunde über e-sports im zdf dabei war).

das wiederum führt zu meinem ersten post in dem thread :)

bigbrother25
15. März 2005, 06:59
Soweit ich es richtig weiss, ist es so, dass die Reaktionszeiten und die Aufnahmefähigkeit deutlich um bis zu 30% gesteigert werden, wenn man Killerspiele (:lol: ) spielt.
Die Reflexe werden besser und die Aggressionen bauen sich ab. So ist zumindest bei mir.

Ich kann zum Glück nicht für alle sprechen, aber meine Meinung zu solch seriös recherchierten Berichten ist ganz klar: Solche Deppen haben keine Ahnung und haben sich die ganze Sacxhe nur äusserst einseitig betrachtet.

Hier wurde nur das Bild der Killerspiel-Spieler aus Sicht der älteren Generation betrachtet. Und da drängt sich wohl nicht nur mir der Vergleich mit Rockmusik und Autos auf. ("Teufelswerk")

Dass die Presse eigentlich sachlich und mit Fakten gestützt berichten sollte, diese Hoffnung habe ich mittlerweile schon lange aufgegeben!:rolleyes:

nicht_nett
15. März 2005, 09:26
Solange Gesellschaften, egal welcher Couleur, existieren, werden immer beim Auftreten von Extremen, Vehikel benutzt um eine Erklärung zu geben und die eigentlich Schuldigen reinzuwaschen.

Am Amoklauf ist nicht ein Ballerspiel schuld, sondern eher die Gesellschaft mit all ihren Randbedingungen wie sie sich heute darstellt. Dazu gehört auch die Perspekivlosigkeit bei Leistungsversagen und unwillkürlich appliziert man die eigene Unfähigkeit als Schuld der Lehrer. Dem ist aber nicht so, denn das eigentliche Übel liegt im Kultusministerium mit dem kruden Bildungssystem und der Weigerung dasselbe endlich zu modernisieren und den Notwendigkeiten Anzupassen. Ein weiterer nicht unwesenlicher Aspekt ist die Verrohung des Umgang untereinander und die beispiellose Gewaltbereitschaft zur Lösung kleiner Probleme.

"Die Würde des Menschen ist unantastbar" - weit sind wir davon entfernt und die Urschae sind keinesfalls Ballerspiele. Nicht die Waffe tötet Menschen, Menschen töten Menschen. In die Enge getrieben reagiert der Protagonist fast immer aggessiv... und das ist das Ergebnis der gemachten Politik fernab jeglicher täglicher Realität (manchmal glaube ich die Politiker leben in einem anderen Land).

>> Hier wurde nur das Bild der Killerspiel-Spieler aus Sicht der älteren Generation betrachtet. Und da drängt sich wohl nicht nur mir der Vergleich mit Rockmusik und Autos auf. ("Teufelswerk")<<

Nichts gegen ältere Menschen, auch jenseits der 40 werden noch Counter-Strike o.ä. gespielt. Aber es ist eben nur ein Spiel, und kein Trainingslager für Amokläufer.

>> Dass die Presse eigentlich sachlich und mit Fakten gestützt berichten sollte, diese Hoffnung habe ich mittlerweile schon lange aufgegeben<<

Des Brot ich es, des Lied ich sing ... nie war es aktueller als heute. Objektive Berichterstattung ??? ... ich hab schon lange aufgegeben danach zu suchen!

n_n

yeah15
15. März 2005, 12:48
ich denk eher das man durch mädchen amok läuft!!
bin heute ziemlich fertig wegen einer!!!
ich denk net das ein geistignormaler durch ballerspiele amokläuft!
außerdem find ich dasowieso beschissen dat die so en aufstand machen seid der verrückte aus erfucht amokgelaufen is!!

Alpha
15. März 2005, 14:38
Original geschrieben von nicht_nett
Solange Gesellschaften, egal welcher Couleur, existieren, werden immer beim Auftreten von Extremen, Vehikel benutzt um eine Erklärung zu geben und die eigentlich Schuldigen reinzuwaschen.

Am Amoklauf ist nicht ein Ballerspiel schuld, sondern eher die Gesellschaft mit all ihren Randbedingungen wie sie sich heute darstellt. Dazu gehört auch die Perspekivlosigkeit bei Leistungsversagen und unwillkürlich appliziert man die eigene Unfähigkeit als Schuld der Lehrer. Dem ist aber nicht so, denn das eigentliche Übel liegt im Kultusministerium mit dem kruden Bildungssystem und der Weigerung dasselbe endlich zu modernisieren und den Notwendigkeiten Anzupassen. Ein weiterer nicht unwesenlicher Aspekt ist die Verrohung des Umgang untereinander und die beispiellose Gewaltbereitschaft zur Lösung kleiner Probleme.

"Die Würde des Menschen ist unantastbar" - weit sind wir davon entfernt und die Urschae sind keinesfalls Ballerspiele. Nicht die Waffe tötet Menschen, Menschen töten Menschen. In die Enge getrieben reagiert der Protagonist fast immer aggessiv... und das ist das Ergebnis der gemachten Politik fernab jeglicher täglicher Realität (manchmal glaube ich die Politiker leben in einem anderen Land).

>> Hier wurde nur das Bild der Killerspiel-Spieler aus Sicht der älteren Generation betrachtet. Und da drängt sich wohl nicht nur mir der Vergleich mit Rockmusik und Autos auf. ("Teufelswerk")<<

Nichts gegen ältere Menschen, auch jenseits der 40 werden noch Counter-Strike o.ä. gespielt. Aber es ist eben nur ein Spiel, und kein Trainingslager für Amokläufer.

>> Dass die Presse eigentlich sachlich und mit Fakten gestützt berichten sollte, diese Hoffnung habe ich mittlerweile schon lange aufgegeben<<

Des Brot ich es, des Lied ich sing ... nie war es aktueller als heute. Objektive Berichterstattung ??? ... ich hab schon lange aufgegeben danach zu suchen!

n_n

danke!

Dieser Beitrag war herrlich erfrischend und spricht mir in den Grundzügen doch wirklich aus der Seele.

o_º

Lorleil
30. März 2005, 11:06
Die amokläufer waren vorher schon ein bisschen durch!
osama spielte wohl nicht HL2

White.Noob.
30. März 2005, 11:38
Wenn du hilfe brauchst dann guck in irgentner bissl älteren tageszeitung nach da ist alles was du brauchst^^

Ne jetzt mal im Ernst.Jeder normale Mensch versteht doch dass ein Ballerspiel nicht das rL ist oder?Also echt jetzt mal.Und die,die das nicht verstehen an kA sperrt Sie ein oder sonstwas.

Hab Ich erwähnt das das Thema alt,und zig mal durchgewältzt wurde? ^^

http://people.freenet.de/Nereka/Smilies/faschistophant.gif

€: Ausserdem:Wieso gräbst du son altes Thema so früh am Morgen aus,das Deppen(z.B. ICh ^^) darau reinfallen und hier rein posten -.-

lordhelmchen
31. März 2005, 00:48
Original geschrieben von Isidriel
alpha du faules stück :D.naja hier hab ich was im broodwar forum gefunden.
http://forum.ingame.de/broodwar/showthread.php?threadid=76731&highlight=spiegel
http://forum.ingame.de/broodwar/showthread.php?s=&postid=1496679

und hier noch der leserbrief ausem inunreal.de forum:
Sehr geehrtes "Spiegel-Team",

ich war heute, als ich sah, das wieder ein Bericht über die WCG auf Ihrer Homepage stand, war erst sehr erfreut, dann, als ich den Bericht schließlich gelesen hatte, doch sehr verärgert. Wie es dazu kam würde ich Ihnen gerne erklären um zukünftig eine dermaßen schlechte Berichterstattung und den damit verbundenen Leserbriefen soweit es geht zu ersparen!


Zitat:
"Ballerspieler"

Nun, das mag jetzt banal klingen, aber wenn sie über Fußballspieler berichten, nennen sie diese auch nicht "Balltreter" und genauso ist "Ballerspiele" und "Ballerspieler" eine Reduzierung der Spiele und Spieler auf das, was eben nicht stimmt: "rumballern ohne zu denken."
Allein diese Wortwahl war aber noch nicht schlimm, es stört lediglich so wie es einen Profifußballer stören würde ihn "Balltreter" zu nennen!


Zitat:
"Schweden feuerten auf Briten, Deutsche auf Inder"

Als ich diese Stelle las, musste ich zugegebener maßen erst mal schmunzeln, stellte mir dann aber vor, meine Eltern oder gar meine Großeltern würden das lesen, die allermeisten würden bei diesem Satz an einen Krieg denken, statt an Spiele und das Spiele eben kein Krieg und auch keine "Kriegssimulation" sind muss man ihnen hoffentlich nicht näher erklären. Sogar Spiele, die die Rahmenbedingungen des 2. Weltkrieges ausnutzen, sind deswegen keine "Kriegssimulationen" weil die Spieler Spaß am Krieg haben!


Zitat:
"ist dem Anschein nach ein friedlicher Zeitgenosse."

Ja das mag er sein, allerdings empfinde ich es als extrem naiv hinter Menschen die gerne Ego-Shooter spielen immer aggressive Waffennarren zu sehen.


Zitat:
"Aber gerade fuhr er in die USA, um in San Francisco unter dem Decknamen "Chucky" mit einer Hand voll Komplizen Bomben zu legen und Antiterrorkräfte niederzumetzeln - vorzugsweise per Kopfschuss."

Dies finde ich äußerst interessant, nun ist er also kein friedlicher Zeitgenosse mehr, weil er im Spiel(!) auf die Models der anderen Spieler schießt - mit virtuellen Waffen, schön!
Auch schön:

"Antiterrorkräfte niederzumetzeln"

Das ist ein Spiel in dem Blut und ähnliche Gewaltdarstellungen weitestgehend Fehlen, darum ist das Wort "niedermetzeln" hier völlig deplaziert und reflektiert lediglich die Meinung eines offensichtlich nicht gut recherchierenden Journalisten!
Auch das "Antiterrorkräfte" "niedergemetzelt" werden mag im weitesten Sinne bei Counter-Strike stattfinden, nur als zum Beispiel meine Eltern das lasen, dachten diese gleich an den 11. September und eben an DEN Terror und es würde mich wundern, wenn Computerspieler allgemein Terroristen sind/gerne wären usw.!


Zitat:
"Selbstbewusst und zum Grauen vieler Eltern nennen sich die vor dem Rechner hockenden Zocker "E-Sportler"."

Also, ich wüsste nicht wo diese Bezeichnung ein "Grauen" der älteren Generation zur Folge hätte.


Zitat:
"Längst ist die Computerspielerei nicht mehr nur eine Domäne grüner Jungs."

Vielen Dank, das diese Tatsache mit gut 5-10 Jahren Verspätung auch zu Ihnen vorgedrungen ist!


Zitat:
"sorgen sich viele Ältere, was aus den Cyber-Schützen einmal werden soll. Ihnen gelten solche Spiele als Mord-Simulatoren."

Nun, ich muss sagen, geschickt gemacht, sich auf Quellen zu berufen (alte Menschen), die erst durch Berichte wie u.a. diesen diese "Meinung" vertreten, wenn ich mich nicht irre, ist oder soll das ein Bericht über die WCG sein und nicht die Frage klären, ob Spiele die Jugend gewalttätig machen oder abstumpfen lassen. Aber wie in JEDEM Spiegelartikel zum diesem Thema finden sich derartige Behauptungen wieder:
"Zivi wird Vizeweltmeister im Ballern" vom 11.10.04

Alleine das "ballern" ist schon zu kritisieren!
Aber nein, dem Spiegel reicht das nicht:
Zitat:
"Dass der 20-Jährige sich so gut mit Waffen auskennt und fast immer mit dem ersten Schuss trifft, hatte er gegenüber dem Kreiswehrersatzamt offenbar verschwiegen: Engelhardt ist anerkannter Kriegsdienstverweigerer und macht gerade Zivildienst."

Wenn schon damals vernünftig recherchiert worden wäre, hätte der zuständige Redakteur bemerken müssen, dass das Spiel, über das so indirekt berichtet wurde, NICHTS mit der Realität zu tun hat, weder in Form von realen Waffen oder realitätsnahen Waffen, noch was die Charaktere oder die Levels angeht!
Aber weil’s ja so schön war, bringt man wieder Krieg UND Spiele in Verbindung, ist ja auch schwer einen Artikel über Spiele zu schreiben ohne nicht doch noch irgendwie nachzutreten und mal so am Rande erwähnt: wenn jemand in einem Spiel mit der Shockrifle (oder auch ASMD) gut trifft, dann möchte ich mal die Bundeswehr sehen, die derartige Waffen entwickelt damit unsere E-Sportler am besten noch Iraker "wegballern"!

Aber wieder zurück zum eigentlichen Artikel:

Zitat:
"Tatsächlich scheint es in der Welt der Hardcore-Gamer nicht anders zuzugehen als im echten Sport: Erst mal geht's ums Geld."

Aha, interessant, wenn ich das also auf den "echten Sport" (was auch immer daran "echter" sein mag!) übertrage, muss also jeder Kegelclub, dieser Erde der in einer Hobbyliga oder was anderem aktiv ist, geldgeil sein? Sie werden es kaum glauben, aber grundsätzlich kann man sagen, dass E-Sport noch lange nicht so lohnenswert ist, als das Menschen nur aus "Geldgier" spielen, Spaß steht für 99,99% an erster Stelle und wer E-Sport nur wegen des Geldes intensiver betreibt kann daran auch Spaß haben. Wenn ich ihre "Theorie", die Sie ganz dreist als "Tatsache" darstellen, mal auf den "echten" Sport übertrage, hat kein Profifußballer in erster Linie Spaß am Fußball, sondern macht es hauptsächlich wegen des Geldes! Sagen Sie das mal öffentlich, Sie würden in der Luft zerrissen!
Aber E-Sportler sind ja eine Subkultur aus überwiegend jungen Menschen, da wird sich ja keiner wehren...


Zitat:
"Eiserne Disziplin ist nötig, denn während der sechsmonatigen Saison gibt es Pflichtspieltage."

Ja dieses seltsame Phänomen der "Pflichtspiele" und "Pflichtspieltage" ist aber wirklich seltsam, in anderen Sportarten ist so was VÖLLIG normal.
Ich frage mich wann ein Bericht vom Spiegel kommt, der das "seltsame Phänomen des Regens" oder "des Windes", welches ja bisher nie da gewesen war, behandelt!


Zitat:
"denn viele junge Leute bewundern die E-Sportler wie richtige Stars."

Vergleiche zum "echten Sport" sind das Highlight dieses "Artikels"!

Sind gute E-Sportler "schlechte" Stars?
Oder gar "falsche" Stars?
Sind das Sportler, die keine Fans haben dürfen, weil es nicht der Sport ist der schon zu Urgroßmutters Zeiten ausgeübt wurde?
Und wo bitte ist der Unterschied zu Fußballspielern? Die haben ebenfalls Fans und die Spieler werden gut vermarktet, ziehen Sie doch statt über E-Sportler mal über Fußballer her, dann würden Sie die gleiche Resonanz bekommen!


Zitat:
"Sie dienen als Hebel, um Produkte wie Computer oder überteuerte T-Shirts loszuschlagen."

Ich mag in halbwegs seriösen Artikeln, oder in Artikeln die seriös wirken wollen, GRUNDSÄTZLICH keine abwertenden Angaben dieser Art! Ob die Produkte "überteuert" sind, muss jeder selbst entscheiden und das "original David Beckham T-Shirt" ist auch sehr teuer, eventuell sogar "überteuert", aber würden Sie das schreiben? Wohl kaum, weil Sie dann ähnliche Antworten von Fans bekämen, die das gut finden das es Marketing gibt!
Nur ist E-Sport noch nicht so weit verbreitet wie Fußball, von daher ist dort auf wenig Gegenwehr für miserable Artikel zu hoffen - oder wie?


Zitat:
"E-Daddelei"

Ja, genau und 22 Idioten treten einen Lederball.....


Zitat:
"So versucht der Elektronikriese, die Videospiele (für die sich die Teilnehmer gar nicht an einem Ort versammeln müssten) als Publikumssport zu etablieren."

Ich bin beeindruckt, da wurden teilweise richtige Schlussfolgerungen gezogen, nur wenn Sie schon "müssten" schreiben, dann hätten Sie mit ein wenig Denkarbeit auch die Frage aufwerfen können, warum man sich zu großen Turnieren dennoch trifft!
Und warum? Im Internet gibt es eben zu viele Abhängigkeiten vom Serverstandort - wie soll ein Chinese da gut gegen einen Europäer spielen können? Der Ping (falls Sie Fragen zum Ping haben: www.google.de !) würde das unmöglich machen!
Außerdem gibt es im Internet Sicherheitslücken, die dann für ein hohes Preisgeld durchaus mal missbraucht werden könnten!
Weitere Gründe können Sie mit ein wenig(!) Recherche noch finden!


Zitat:
"es kamen sogar 150 000 zahlende Zuschauer, um die virtuellen Gemetzel auf Riesenschirmen live zu verfolgen."

"Gemetzel" - kein Kommentar, das wird mir langsam zu blöd.


Zitat:
"Ein 24-Jähriger namens Lim Yo Hwan ist der König des Ballerspiels "Starcraft""

Ist es nicht schön, wenn eine große und bekannte Zeitschrift wie der Spiegel nicht einmal weiß, dass das bekannteste und meistgespielte Strategiespiel "StarCraft" heißt? Also normalerweise würde es mich nicht stören, wenn Sie es nicht wüssten, aber wenn Sie darüber berichten, sollten Sie schon ein gewisses Grundwissen besitzen bzw. es sich kurzzeitig anlesen!


Zitat:
"Aber es ist fraglich, ob es dann zu jenen Kämpfen kommt, die sich Fans so wünschen - den Konfrontationen grandioser Athleten und ihres nicht minder grandiosen Ego."

Der Höhepunkt immer am Schluss, oder eher der Höhepunkt der Frechheit, kennen Sie die Spieler alle Persönlich oder weshalb glauben Sie in der Lage zu sein, so etwas zu behaupten?
Damit rundet sich das Bild ein wenig ab:

-Waffenfreaks
-zu großes Ego
-nicht mehr "nur" grüne Jungs

Wirklich wunderbar!


Zitat:
"Denn in der deutschen Daddelei sieht es nicht anders aus als im wahren Leistungssport"

Nun, wenn Sie tatsächlich zu diesem Schluss kommen, dann frage ich mich warum Sie Elemente des normalen Sports (Turniere, Pflichtspieltage, Sponsoring, Preisgelder,...) für ein so unbekanntes Phänomen halten?!




So, da habe ich nun fast jeden Satz, der mich störte, ein wenig kommentiert und hoffe damit irgendjemanden wachgerüttelt zu haben!

Mit freundlichen Grüßen

ein Waffenfreak mit zu großem Ego der bald nicht mehr grün ist!
(Ironie!)

P.S. Über eine Antwort Ihrerseits würde ich mich freuen.
habs mir gerade erst durchgelesen.
wie geil,mit viel stil jede einzelne bemerkung des redakteurs vollkommen verarscht :lol:

rabauk3
31. März 2005, 01:00
@cheater
dumm?ne rofl bestimmt nich -.- ich bin faul ich gebs zu naja..ich schreib meine 2en und 1en und gut is -.- ich hab auch nich behauptet das auf ner hauptschule die geistige elite rumhängt o_O kanacken on mass die einen das leben zur hölle machen nur weil man nicht in der altah kultur lebt aber nunja lassen wir das -_-;;