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snakeshit
17. Januar 2005, 14:57
Hallo,
Ich muss am 03.Februar ein Referat über die Zeit der Jahrhundertwende (1890-1920) halten am Beispiel des Dichter Rainer Maria Rilke.
Sämtliche Infos über den Dichter habe ich mithilfe des großen Gott Googel schon bekommen. Ich bräuchte jetzt eigentlich nur noch Infos über diese Zeit an sich.
Also:
Erfindungen, Kriege (1.Wk), Politisches, usw. Eben allgemeine Ereignisse zu dieser Zeit.
Wäre nett wenn ihr mir helfen könntet.
Ihr werdet dann auch in den Quellen erwähnt :D
MfG
seelenfaenger
17. Januar 2005, 15:10
Otto von Bismarck (http://www.deutsche-schutzgebiete.de/bismarck.htm) würd ich mal erwähnen! Generell die Kolonialzeit (http://de.wikipedia.org/wiki/Kolonialzeit).
G_Dog
17. Januar 2005, 15:19
Yup, da geb ich Seele Recht, Bismarck ist auf jeden Fall wichtig.
War der nicht bei der ZDF Sendung "Unsere Besten" oder "Die wichtigsten Deutschen" oder wie auch immer die Sendung heist auf Platz 9 ?
seelenfaenger
17. Januar 2005, 15:20
Ich glaub ja, bin mir aber nicht sicher. Gewonnen hat ja Adenauer.
G_Dog
17. Januar 2005, 15:28
http://img25.exs.cx/img25/2982/top97oi.jpg
H4d3s
17. Januar 2005, 16:49
wow, ein referat über 1890-1920 und dann bismark? leute, der wurde märz 1890 entlassen, so die rolle gespielt hat er in der zu behandelnden zeit nun echt nicht.
wilhelm II. wäre schon eher angebracht.
da ich dem namen nach mal davon ausgehe, daß der dichter deutscher war, würde ich mich mal umhören ob jemand den du kennst geo epoche 12 vom märz 2004 hat, name der ausgabe: deutschland um 1900. das sollte für ein referat in der schule reichen. ansonsten bokommt man die alten geos auch oft in öffentlichen büchereien.
seelenfaenger
17. Januar 2005, 17:13
Stimmt, allerdings hat Otto v. B. die "Nach-ihm-Ära" durch seine Kolonialpolitik geprägt. Insofern wäre er schon erwähnenswert, denk ich.
G_Dog
17. Januar 2005, 18:16
Man kann auf jeden Fall erwaehnen, dass er 1890 ( was ja in die Zeit ders R. faellt ) entlassen wurde, was er alles so getrieben hat und wie es sich auf die Zeit nach ihm ausgewirkt hat.
Alpha
17. Januar 2005, 19:28
ok ich häte gerne geholfen aber nein, das ist echt nicht die Zeit in der ich mich auskenne..
aber google doch mal nach den Deutschen top 10..
dann kannst du ja das Alter und die aktive Zeit fixen..
Wilhelm II ist ein guter tip..
G_Dog
17. Januar 2005, 19:36
Ich bin sprachlos,verunsichert, konfus. :confused:
Alpha, was geht. Haben wir doch noch etwas gefunden wo du nichts weist?
;)
Alpha
17. Januar 2005, 20:03
hmm eigentlich..
soll ich ehrlich sein?
hm.. ich hab eigentlich nur keinen Bock..
G_Dog
17. Januar 2005, 20:20
LOL, das ist mein Alpha.
Danke. Hab mir naemlich schon echt sorgen gemacht ;)
Alpha
17. Januar 2005, 20:42
hmm ich übetröleg gerade ob ich das win customize lassen soll denn das belegt mir alt s für "antworten" im forum.. hmm
G_Dog
17. Januar 2005, 20:45
Ich arbeite hier mit windows 2000 ohne irgendwas in der Richtung und kann auch mit alt s abschiken. Habs aber mal in nem anderen Forum versucht, da gings nicht. Nur bei inhalflife.de. Zuhause mit norm WIN XP gehts auch. Also, liegt denke ich an was anderem.
Edit: Ups, das war der 2000. Argh
Alpha
17. Januar 2005, 20:54
ok erledigt, hab die hotkeys deaktiviert..
hmm kurz nen screenshot machen..
lordhelmchen
18. Januar 2005, 13:21
hey gratz zum neuen ava g_dog
ich glaube hier sollte mal einer einen nachhilfe thread aufmachen,da hier immer wieder referat fragen kommen.
G_Dog
18. Januar 2005, 13:50
Nur leider kommt viel zu wenig Feedback.
Immer helfen lassen und dann nicht mehr melden :(
Alpha
18. Januar 2005, 15:26
vllt hat er ja auch mehr reoply erwartet?
G_Dog
18. Januar 2005, 15:35
Dachte jetzt an fruehere Referat sachen.
ocr|Gladiator
18. Januar 2005, 17:47
kauf dir den DTV Atlas Geschichte! Da haste alles, was in der Zeit wichtig war auf ein paar Seiten und kannst dir das Wichtigste einfach kopieren und ablesen. Viel effizienter gehts eigentlich schon kaum noch.
snakeshit
01. Februar 2005, 21:36
THX für eure Hilfe. Hab alles soweit fertig. Muss am Donnerstag halten. Danach sag ich euch wies verlaufen is^^.
G_Dog: Ich hab mich deswegen nicht mehr gemeldet, weil ich damit beschäftigt war das Referat zu schreiben. Du solltest mich aber mittlerweile so gut kennen um zu wissen, dass ich auf jede Antwort die mich betrifft, antworte.^^
Aber big THX an Seelenfänger. Ich hab fast alles von Wikipedia bekommen. Klasse Seite^^.
MfG
lordhelmchen
08. Februar 2005, 03:43
welche klasse bist du denn?
snakeshit
08. Februar 2005, 11:09
10te Klasse Realschule.
Referat war übrigens ne drei :(
Alpha
08. Februar 2005, 15:19
dürfen wir es denn mal sehen?
snakeshit
08. Februar 2005, 15:36
Original geschrieben von Alpha
dürfen wir es denn mal sehen?
Für den Fall, dass sieben Seiten hier reinpassen, ja :D
*EDIT:* Der Beitrag ist 16000 und a paar zerquetschte Zeich zu lang :D
Referat
Die Jahrhundertwende am Beispiel des Dichter Rainer Maria Rilke
1. Definition Jahrhunderwende
Unter Jahrhundertwende (engl. turn of the century) versteht man im allgemeinen den Zeitraum einiger Jahre, in dem ein Jahrhundert ins nächste übergeht.
Bei schärferer Fassung sind es zwar die Jahre mit den letzten Ziffern 00 und 01, doch empfinden die meisten Menschen den Wechsel von der Endziffer 99 auf 00 (und den Sprung in der Hunderterstelle) als wichtiger.
2 Ereignisse und Erfindungen um die Jahrhundertwende I (1876 - 1900)
2.1 Am 1. Januar 1876 wir die Mark als Einheitswährung in allen deutschen Bundesstaaten eingeführt.
2.2 Am 15. Juni 1878 beginnt der Berliner Kongress (bis 14.7.) unter Vorsitz von Bismarck. Russland, Großbritannien und Österreich-Ungarn teilen sich den Balkan auf. Serbien erhält die Unabhängigkeit, Bosnien und die Herzegowina kommen zu Österreich, Rumänien erhält die Dobrudscha und tritt dafür einen Teil Bessarabiens an Russland ab. Bulgarien wird der Türkei tributpflichtig, Großbritannien pachtet Zypern von der Türkei
2.3 Am 1. April 1881 wird das erste Telefonnetz in Berlin mit 48 Teilnehmern eröffnet. Eine wesentlich größere Nachfrage besteht in Hamburg, dessen erstes Telefonnetz am 16. April mit 206 Teilnehmern eröffnet wird.
2.4 1886 kreiert der amerikanische Drogit Pemberton ein belebenden Siprup aus Pflanzenextrakten und nannte ihn Coca Cola.
2.5 Ab 1890 entstand der Jugendstil
2.6 Die erste öffentliche Filmvorführung findet in Paris am 28. Dezember 1895 durch die Gebrüder Lumière statt.
2.7 1895: Der französische Biologe Louis Pasteur erfindet die nach ihm benannte Pasteurisierung und der deutsche Physiker Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt die nach ihm benannten Röntgenstrahlen
2.8 1900: Reichstag billigt Bürgerliches Gesetzbuch. Es tritt am 1. Januar 1900 in Kraft
Sansibar und Großbritannien führen für 38 Minuten Krieg. Dies ist der kürzeste Krieg in der Weltgeschichte.
2.9 17. Februar 1897 - Nach eingehender Prüfung nimmt die Technische Universität München den von Rudolf Diesel in der Maschinenfabrik Augsburg entwickelten 10 PS starken Motor ab (erster Versuchs-Dieselmotor).
3.0 Ereignisse und Erfindungen um die Jahrhundertwende II (1900-1914)
3.1 1901 verleiht der schwedische König zum ersten Mal, den, nach seinem Stifter Alfred Nobel benannten Nobelpreis
3.2 1902 entwickeln Ernest Rutherford und Frederick Soddy die Theorie vom Atomzerfall unter Aussendung von Alpha- und Betastrahlen
Am 18. Februar fährt in Berlin die erste U-Bahn und zwar vom Stralauer Tor zum Potsdamer Platz: Anbruch einer neuen Ära des Personennahverkehrs.
3.3 17. Dezember 1903 - Erster gesteuerter Motorflug der Gebrüder Wright.
Philipp Lenard entdeckt, dass Elektronenstrahlen Metallfolien durchschlagen und entwickelt seinen Gedanken, dass der größte Teil des Atoms leer sein müsse.
Austragung der ersten Tour de France über 2482 Kilometer durch ganz Frankreich
3.4 11. Juli 1905 erhält Dr. Hermann Anschütz-Kaempfe erhält das Patent für seinen elektrisch angetriebenen Kreiselkompass (Gyroskop
3.5 1908 - Melitta Bentz erfand den Kaffeefilter - dadurch entstand vom "Ein-Frau- Betrieb" ein Weltunternehmen
Mai - Heike Kamerlingh Onnes verflüssigt zum ersten Mal Helium (Siedepunkt 4,2 K = -269°C).
3.6 1911 wird in München der Tierpark Hellabrunn eröffnet. Im Deutschen Museum wird der erste Fernsehapparat der Welt aufgestellt.
3.7 1912 10. April - Jungfernfahrt der Titanic
14. April - Untergang der Titan
3.8 28. Juni 1914 - Gavrilo Princip tötet bei einem Attentat das Thronfolgerpaar Österreich-Ungarns, Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie - Auslöser des Ersten Weltkriegs
28. Juli - Österreich-Ungarn erklärt Serbien den Krieg, Beginn des Ersten Weltkriegs
1. August - Kriegserklärung des Deutschen Reiches an Russland und gleichzeitige Mobilmachung der Reichsarmee, Frankreich mobilisiert ebenfalls seine Armee.
4. August - Kriegeserklärung Großbritanniens an das Deutsche Reich; damit befinden sich alle europäischen Großmächte, außer Italien, im Kriegszustand; Bewilligung der Kriegskredite durch den Reichstag.
4.0 Der erste Weltkrieg
Der Erste Weltkrieg war ein Krieg, der von 1914 bis 1918 in Europa, dem Nahen Osten, Afrika und Ostasien geführt wurde und über neun Millionen Menschenleben forderte. Er wurde zunächst zwischen den Mittelmächten Deutsches Reich und Österreich-Ungarn auf der einen Seite und den Entente-Mächten Frankreich, Großbritannien und Russland sowie Serbien auf der anderen Seite ausgetragen. Wider Willen kam Belgien als Opfer hinzu, in das die Deutschen ungeachtet der belgischen
Neutralität aufgrund des Schlieffenplans einmarschierten. Im Verlauf des Krieges wurden die Mittelmächte durch das Osmanische Reich und Bulgarien verstärkt, während auf alliierter Seite Staaten wie Italien, Portugal, Rumänien und die USA in den Krieg eintraten. Im Ersten Weltkrieg entluden sich die machtpolitischen Gegensätze der europäischen Großmächte, die zu einer enormen Aufrüstung geführt hatten. Zum Ende des Krieges befanden sich 25 Staaten und deren Kolonien, in denen insgesamt 1,35 Milliarden Menschen lebten, also etwa drei Viertel der damaligen Erdbevölkerung, im Kriegszustand. Aufgrund der Verwerfungen, die er weltweit auslöste, und der Folgen die stellenweise noch heute spürbar sind, gilt der erste Weltkrieg bei vielen Historikern als die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts".
Britische Soldaten der Royal Irish Rifles in einem Schützengraben, Herbst 1916
Der Krieg begann am 1. August 1914 mit der Kriegserklärung Deutschlands an Russland aufgrund der russischen Mobilmachung vom 27. Juli 1914. Manche Nachbetrachter sehen dies als Resultat der in Europa weit verbreiteten Ansicht, ein militärischer Konflikt sei nicht vermeidbar oder auch nur wünschenswert gewesen. Der Verlauf des Ersten Weltkrieges machte die Unfähigkeit der europäischen Führungsschichten deutlich, militärische Neuerungen und soziale Spannungen zu erkennen oder zu akzeptieren (vergleiche auch Kriegsschulddebatte).
Der Erste Weltkrieg war der erste Krieg, der mit einem massiven Maschineneinsatz (Panzer, Flugzeuge, Luftschiffe) und mit Massenvernichtungswaffen (Giftgas) geführt wurde. Die Fronten bewegten sich dennoch kaum; im endlosen Stellungskrieg rieben sich die Truppen gegenseitig auf. Insbesondere auf den Schlachtfeldern vor Verdun und in Flandern fielen auf beiden Seiten Millionen von Soldaten, ohne dass sich an der militärischen Lage etwas geändert hätte. Auch deswegen stellt sich der Erste Weltkrieg als ein Krieg dar, der an Grauen alles bis dahin Bekannte übertraf.
5.0 Künstler der Jahrhundertwende
Pablo Ruiz Picasso (* 25. Oktober 1881 in Málaga;
(Bild)
Rudolf Baumbach (1842-1905)
Gottfried Benn (1886-1956)
Ernst Blass (1890-1939)
Stefan George (1868-1933)
6.0 Leben und Werke des Rainer Maria Rilke
6.1. 1875-1896: Kindheit und Ausbildung
Rilke wurde als René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke in Prag am 4. Dezember 1875 geboren. Seine Kindheit und Jugend in Prag waren wenig glücklich. Der Vater, Josef Rilke (*1838, †1906), ein charakterschwacher und unzufriedener Mensch, war nach misslungener militärischer Karriere Bahnbeamter. Seine Mutter, Sophie ("Phia") Entz (*1851, †1931) entstammte einer wohlhabenden Prager Fabrikantenfamilie.
Seine Eltern schieden sich 1884. Das Verhältnis zwischen der Mutter und dem einzigen Sohn war belastet, weil sie den frühen Tod der älteren Tochter nicht verkraftete. Aus emotionaler Hilflosigkeit heraus band sie René - französisch für "der Wiedergeborene" - an sich und drängte ihn in die Rolle seiner verstorbenen Schwester. Bis zu seinem sechsten Lebensjahr fand sich Rilke so als Mädchen erzogen, frühe Fotografien zeigen ihn mit langem Haar, im Kleidchen.
(Bild)
Auf Druck der Eltern besuchte der dichterisch und zeichnerisch begabte Junge ab 1885 eine Militärrealschule, zur Vorbereitung einer Offizierslaufbahn.
Die musste er 1891, aus Krankheitsgründen, allerdings abbrechen. Er konnte sich von 1892 bis 1895 in privatem Unterricht auf das Abitur vorbereiten, das er 1895 bestand. 1895/96 studierte er Literatur, Kunstgeschichte, Philosophie in Prag und München.
Nach seinem Weggang aus Prag änderte Rilke 1896 seinen Vornamen von "René" in Rainer und dokumentierte damit nach außen die Bemühung, die unglückliche Bindung an die Herkunftsfamilie zu verarbeiten.
6.2. 1897-1902: Entwicklungsjahre
1897 traf Rainer Maria Rilke in München die weit gereiste Intellektuelle und Literatin Lou Andreas-Salomé (1861-1937) und verliebte sich in sie. Die folgende intensive Beziehung mit der weit älteren und verheirateten Frau dauerte bis 1900 an. Auch nach der Trennung erwies sich Lou Andreas-Salomé bis an Rilkes Lebensende als seine wichtigste Freundin und Beraterin.
(Bild)
Lou Andreas-Salome
Schriftstellerin, geboren in St. Petersburg am 12.02.1861, gestorben in Göttingen am 05.02.1937
Textauszug: "... wurde bekannt, daß sie dem großen, im Leben ziemlich hilflosen Dichter Rainer Maria Rilke zugleich Muse und sorgsame Mutter gewesen war..." (Sigmund Freuds Gedenkworte zum Tode Lou Andreas-Salomés, 1937
Rilke folgte Lou Andreas-Salomé im Herbst 1897 nach Berlin und bezog eine Wohnung in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. 1898 unternahm er eine erste mehrwöchige Auslandsreise nach Italien. In den beiden Jahren darauf besuchte er zweimal Russland. 1899 reiste er mit dem Ehepaar Andreas nach Moskau, wo er Leo Tolstoj traf. Im Jahr 1900 (Mai-August) folgte eine zweite Russlandreise mit Lou Andreas-Salomé allein, wiederum nach Moskau und St. Petersburg.
Im Herbst 1900, unmittelbar nachdem Lou Andreas-Salomé den Entschluss gefasst hatte, sich von ihm zu trennen, hielt sich Rilke zu einem Besuch bei Heinrich Vogeler in Worpswede auf, wo er die Bildhauerin Clara Westhoff (1878-1954) kennenlernte und im folgenden Frühjahr heiratete. Im Dezember 1901 wurde ihre Tochter Ruth (1901-1972) geboren. Bereits im Sommer 1902 gab Rilke jedoch die gemeinsame Wohnung auf und reiste nach Paris, um dort eine Monographie über den Bildhauer Auguste Rodin (1840-1917) zu verfassen. Die Beziehung zwischen Rilke und Clara Westhoff blieb Zeit seines Lebens bestehen, doch war er nicht der Mensch für ein bürgerliches und ortsgebundenes Familienleben. Gleichzeitig drückten ihn finanzielle Sorgen, die durch Auftragsarbeiten nur mühsam gemildert werden konnten.
(Bilder)
6.3 1902-1910: Die erste Schaffensperiode
Die erste Pariser Zeit war für Rilke schwierig, da die fremde Großstadt viele Schrecken barg. Diese Erfahrungen hat Rilke später im ersten Teil seines einzigen Romans Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge gestaltet. Zugleich aber brachte die Begegnung mit der Moderne zahlreiche Anregungen: Rilke setzte sich intensiv zunächst mit den Plastiken Auguste Rodins, dann mit dem Werk des Malers Paul Cezanne (1839-1906) auseinander. Mehr und mehr wurde in diesen Jahren Paris zum Hauptwohnsitz des Dichters. Von 1905 bis 1906 wird Rilke als Sekretär bei Auguste Rodin angestellt, der ihm gleichzeitig eine idealisierte Vaterfigur ist. Das Dienstverhältnis beendete Rodin im Mai 1906 abrupt, kurz nachdem Rilkes leiblicher Vater gestorben war.
Die wichtigsten dichterischen Erträge der Pariser Zeit waren die Neuen Gedichte (1907), Der neuen Gedichte anderer Teil (1908), die beiden Requiem-Gedichte (1909) sowie der bereits 1904 begonnene und im Januar 1910 vollendete Roman Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge.
6.4 1910-1919: Innere und äußere Umwälzungen
Nach Erscheinen der Aufzeichnungen begann für Rilke eine tiefe Schaffenskrise, die erst im Februar 1922 mit dem Abschluss der bereits 1912 begonnenen Duineser Elegien endete. Dieser Gedichtzyklus verdankt seinen Namen dem Aufenthalt Rilkes auf dem Schloss Duino ,der Gräfin Marie von Thurn und Taxis bei Triest in der Zeit von Oktober 1911 bis Mai 1912.
Der Ausbruch des 1. Weltkriegs überraschte Rilke während eines Deutschlandaufenthaltes. Nach Paris konnte er nicht mehr zurückkehren; sein dort zurückgelassener Besitz wurde beschlagnahmt und versteigert. Den größten Teil der Kriegszeit verbrachte Rilke in München. Von 1914 bis 1916 hatte er eine Affäre mit der Malerin Lou Albert-Lasard.
Anfang 1916 wurde Rilke eingezogen und musste in Wien eine militärische Grundausbildung absolvieren. Durch Fürsprache einflussreicher Freunde wurde er zur Arbeit ins Kriegsarchiv überstellt und am 9. Juni 1916 aus dem Militärdienst entlassen. Die Zeit danach verbrachte er wieder in München. Das traumatische Erlebnis des Kriegsdienstes - als Erneuerung der in der Militärschulzeit erfahrenen Schrecken - ließ ihn als Dichter nahezu völlig verstummen.
(Bild)
6.5 1919-1926: Die Vollendung
Am 11. Juni 1919 reiste Rilke von München in die Schweiz. Äußerer Anlass war eine Vortragseinladung aus Zürich, eigentlicher Grund aber der Wunsch, den Nachkriegswirren zu entkommen und die so lange unterbrochene Arbeit an den Duineser Elegien wieder aufzunehmen. Die Suche nach einem geeigneten und bezahlbaren Wohnort erwies sich als sehr schwierig. Rilke lebte unter anderem in Soglio, Locarno und Berg am Irchel. Erst im Sommer 1921 fand er im Schlossturm von Muzot (frz. Chateau de Muzot) in der Nähe von Sierre im Kanton Wallis eine endgültige Wohnstätte. Im Mai 1922 erwarb Rilkes Mäzen Werner Reinhart (1884- 1951) das Gebäude und überließ es dem Dichter mietfrei.
Definition Mäzen: Ein Mäzen ist eine Person, die jemanden mit Geld oder geldwerten Mitteln bei der Erstellung eines Werks unterstützt, ohne eine direkte Gegenleistung zu verlangen.
(Bilder)
In einer intensiven Schaffenszeit vollendete Rilke hier innerhalb weniger Wochen im Februar 1922 die Duineser Elegien. In unmittelbarer zeitlicher Nähe entstanden auch die beiden Teile des Gedichtzyklus Sonette an Orpheus. Beide Dichtungen zählen zu den Höhepunkten in Rilkes Werk.
Seit 1923 musste Rilke mit großen gesundheitlichen Beeinträchtigungen kämpfen, die mehrere lange Sanatoriumsaufenthalte nötig machten. Auch der lange Parisaufenthalt von Januar bis August 1925 war ein Versuch, der Krankheit durch Ortswechsel und Änderung der Lebensumstände zu entkommen. Dennoch entstanden auch in den letzten Jahren zwischen 1923 und 1926 noch zahlreiche wichtige Einzelgedichte (etwa Gong und Mausoleum) und ein umfangreiches und in seiner Bedeutung noch immer nicht erschöpfend gewürdigtes lyrisches Werk in französischer Sprache.
Erst kurz vor Rilkes Tod wurde seine Krankheit als Leukämie diagnostiziert. Der Dichter starb am 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont sur Territet bei Montreux und wurde am 2. Januar 1927 auf dem Bergfriedhof von Raron im Wallis westlich von Visp beigesetzt. Auf seinem Grabstein steht der selbst ausgewählte Spruch:
Rose, oh reiner Widerspruch, Lust,
Niemandes Schlaf zu sein unter soviel
Lidern.
6.6 Gedichtbeispiel
Der Panther
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannter Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.
(1902/03, aus: Neue Gedichte)
6.7 Gedichtbände
Traumgekrönt (1897)
Advent (1898)
Mir zur Feier (1909)
Das Stunden-Buch
Das Buch vom mönchischen Leben (1899)
Das Buch von der Pilgerschaft (1901)
Das Buch von der Armut und vom Tode (1903)
Das Buch der Bilder (4 Teile, 1902-1906) - frei zugänglich bei DigBib.Org, Gutenberg-De
Neue Gedichte (1907)
Der neuen Gedichte anderer Teil (1908)
Requiem (1908) - frei zugänglich bei DigBib.Org
Das Marien-Leben (1912)
Duineser Elegien (1912/1922) - frei zugänglich bei DigBib.Org, Gutenberg-De, blackink.de
Die Sonette an Orpheus (1922)
Erster Teil
Zweiter Teil
Vergers (1926)
Les Quatrains Valaisans (1926)
Les Roses (1927)
Les Fenêtres (1927)
Leben und Lieder (1894)
Larenopfer (1895)
(Bilder)
Eigene Meinung: Nix für mich.
7. Quellen:
(Bilder)
Nach Erscheinen der Aufzeichnungen begann für Rilke eine tiefe Schaffenskrise, die erst im Februar 1922 mit dem Abschluss der bereits 1912 begonnenen Duineser Elegien endete. Dieser Gedichtzyklus verdankt seinen Namen dem Aufenthalt Rilkes auf dem Schloss Duino ,der Gräfin Marie von Thurn und Taxis bei Triest in der Zeit von Oktober 1911 bis Mai 1912.
Der Ausbruch des 1. Weltkriegs überraschte Rilke während eines Deutschlandaufenthaltes. Nach Paris konnte er nicht mehr zurückkehren; sein dort zurückgelassener Besitz wurde beschlagnahmt und versteigert. Den größten Teil der Kriegszeit verbrachte Rilke in München. Von 1914 bis 1916 hatte er eine Affäre mit der Malerin Lou Albert-Lasard.
Anfang 1916 wurde Rilke eingezogen und musste in Wien eine militärische Grundausbildung absolvieren. Durch Fürsprache einflussreicher Freunde wurde er zur Arbeit ins Kriegsarchiv überstellt und am 9. Juni 1916 aus dem Militärdienst entlassen. Die Zeit danach verbrachte er wieder in München. Das traumatische Erlebnis des Kriegsdienstes - als Erneuerung der in der Militärschulzeit erfahrenen Schrecken - ließ ihn als Dichter nahezu völlig verstummen.
(Bild)
6.5 1919-1926: Die Vollendung
Am 11. Juni 1919 reiste Rilke von München in die Schweiz. Äußerer Anlass war eine Vortragseinladung aus Zürich, eigentlicher Grund aber der Wunsch, den Nachkriegswirren zu entkommen und die so lange unterbrochene Arbeit an den Duineser Elegien wieder aufzunehmen. Die Suche nach einem geeigneten und bezahlbaren Wohnort erwies sich als sehr schwierig. Rilke lebte unter anderem in Soglio, Locarno und Berg am Irchel. Erst im Sommer 1921 fand er im Schlossturm von Muzot (frz. Chateau de Muzot) in der Nähe von Sierre im Kanton Wallis eine endgültige Wohnstätte. Im Mai 1922 erwarb Rilkes Mäzen Werner Reinhart (1884- 1951) das Gebäude und überließ es dem Dichter mietfrei.
Definition Mäzen: Ein Mäzen ist eine Person, die jemanden mit Geld oder geldwerten Mitteln bei der Erstellung eines Werks unterstützt, ohne eine direkte Gegenleistung zu verlangen.
(Bilder)
In einer intensiven Schaffenszeit vollendete Rilke hier innerhalb weniger Wochen im Februar 1922 die Duineser Elegien. In unmittelbarer zeitlicher Nähe entstanden auch die beiden Teile des Gedichtzyklus Sonette an Orpheus. Beide Dichtungen zählen zu den Höhepunkten in Rilkes Werk.
Seit 1923 musste Rilke mit großen gesundheitlichen Beeinträchtigungen kämpfen, die mehrere lange Sanatoriumsaufenthalte nötig machten. Auch der lange Parisaufenthalt von Januar bis August 1925 war ein Versuch, der Krankheit durch Ortswechsel und Änderung der Lebensumstände zu entkommen. Dennoch entstanden auch in den letzten Jahren zwischen 1923 und 1926 noch zahlreiche wichtige Einzelgedichte (etwa Gong und Mausoleum) und ein umfangreiches und in seiner Bedeutung noch immer nicht erschöpfend gewürdigtes lyrisches Werk in französischer Sprache.
Erst kurz vor Rilkes Tod wurde seine Krankheit als Leukämie diagnostiziert. Der Dichter starb am 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont sur Territet bei Montreux und wurde am 2. Januar 1927 auf dem Bergfriedhof von Raron im Wallis westlich von Visp beigesetzt. Auf seinem Grabstein steht der selbst ausgewählte Spruch:
Rose, oh reiner Widerspruch, Lust,
Niemandes Schlaf zu sein unter soviel
Lidern.
6.6 Gedichtbeispiel
Der Panther
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannter Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.
(1902/03, aus: Neue Gedichte)
6.7 Gedichtbände
Traumgekrönt (1897)
Advent (1898)
Mir zur Feier (1909)
Das Stunden-Buch
Das Buch vom mönchischen Leben (1899)
Das Buch von der Pilgerschaft (1901)
Das Buch von der Armut und vom Tode (1903)
Das Buch der Bilder (4 Teile, 1902-1906) - frei zugänglich bei DigBib.Org, Gutenberg-De
Neue Gedichte (1907)
Der neuen Gedichte anderer Teil (1908)
Requiem (1908) - frei zugänglich bei DigBib.Org
Das Marien-Leben (1912)
Duineser Elegien (1912/1922) - frei zugänglich bei DigBib.Org, Gutenberg-De, blackink.de
Die Sonette an Orpheus (1922)
Erster Teil
Zweiter Teil
Vergers (1926)
Les Quatrains Valaisans (1926)
Les Roses (1927)
Les Fenêtres (1927)
Leben und Lieder (1894)
Larenopfer (1895)
(Bilder)
Eigene Meinung: Nix für mich.
7. Quellen:
(Bilder)
Alpha
08. Februar 2005, 15:41
genau einfach weiterposten nix edit :P
danke zusammenfügen funktion ;)
snakeshit
08. Februar 2005, 15:42
Und das wars.
Die drei hab ich nur bekommen, weil ich anstatt den vorgegebenen 10 Minuten ca. ne halbe Stunde gehalten und die Ereignisse dieser Zeit zu weit ausgebaut hab.
Naja
*EDIT*: Ups, hab zuviel reinkopiert :D
Alpha
08. Februar 2005, 15:43
ziemlich lächerlich imho..
sind aber krasse fakten, vllt häättest du es ein bischen angenehmer gestalten könne
indem du auf wichtige ereignisse ein bischen mehr eingesht und andere weglässt ;)
snakeshit
08. Februar 2005, 15:44
Das hier ist der Zettel, den dann die Klasse bekommen hat, das sog. Handout:
Die Jahrhundertwende am Beispiel des Dichters Rainer Maria Rilke
Definition Jahrhunderwende
Unter Jahrhundertwende (engl. turn of the century) versteht man im allgemeinen den Zeitraum einiger Jahre, in dem ein Jahrhundert ins nächste übergeht.
Bei schärferer Fassung sind es zwar die Jahre mit den letzten Ziffern 00 und 01, doch empfinden die meisten Menschen den Wechsel von der Endziffer 99 auf 00 (und den Sprung in der Hunderterstelle) als wichtiger.
Ereignisse um die Jahrhundertwende
Am 1. Januar 1876 wir die Mark als Einheitswährung in allen deutschen Bundesstaaten eingeführt.
Ab 1890 entstand der Jugendstil
1911 wird in München der Tierpark Hellabrunn eröffnet. Im Deutschen Museum wird der erste Fernsehapparat der Welt aufgestellt
Rainer Maria Rilke
Rilke wurde als René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke in Prag am 4. Dezember 1875 geboren.
Seine Eltern schieden sich 1884.
1897 traf Rainer Maria Rilke in München die weit gereiste Intellektuelle und Literatin Lou Andreas-Salomé (1861-1937) und verliebte sich in sie.
Rilke folgte Lou Andreas-Salomé im Herbst 1897 nach Berlin und bezog eine Wohnung in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft
Anfang 1916 wurde Rilke eingezogen und musste in Wien eine militärische Grundausbildung absolvieren
im Sommer 1921 fand er im Schlossturm von Muzot (frz. Chateau de Muzot) in der Nähe von Sierre im Kanton Wallis eine endgültige Wohnstätte. Im Mai 1922 erwarb Rilkes Mäzen Werner Reinhart (1884-1951) das Gebäude und überließ es dem Dichter mietfrei.
Rilke starb am 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont sur Territet bei Montreux und wurde am 2. Januar 1927 auf dem Bergfriedhof von Raron im Wallis westlich von Visp beigesetzt.
Das war die Gliederung:
Rainer Maria Rilke
Gliederung:
1. Definition Jahrhunderwende
2 . Ereignisse und Erfindungen um die Jahrhundertwende I (1876 - 1900)
2.1 1876
2.2. 1878
2.3 1881
2.4 1886
2.5 1890
2.6 1895
2.7 1895
2.8 1896
2.9 1897
3.0 Ereignisse und Erfindungen um die Jahrhundertwende II (1900-1914)
3.1 1901
3.2 1902.
3.3 1903
3.4 1905
3.5 1908
3.6 1911
3.7 1912.
3.8 1914
4.0 Der erste Weltkrieg (1914 - 1918)
5.0 Künstler der Jahrhundertwende
6.0 Leben und Werke des Rainer Maria Rilke
6.1. 1875-1896: Kindheit und Ausbildung
6.2. 1897-1902: Entwicklungsjahre
6.3 1902-1910: Die erste Schaffensperiode
6.4 1910-1919: Innere und äußere Umwälzungen
6.5 1919-1926: Die Vollendung
6.6 Gedichtbeispiel
6.7 Gedichtbände
7. Quellen:
Ich könnte jetzt noch die dazugehörige Präsentation, aber dazu bin ich jetzt zu faul. Also das alles umzuschreiben, usw.
Original geschrieben von Alpha
ziemlich lächerlich imho..
sind aber krasse fakten, vllt häättest du es ein bischen angenehmer gestalten könne
indem du auf wichtige ereignisse ein bischen mehr eingesht und andere weglässt ;)
Naja, kommt davon, wenn man alles bei wikipedia raukopiert
Alpha
08. Februar 2005, 16:05
huhu:wink: snakeshit
snakeshit
08. Februar 2005, 20:09
Original geschrieben von Alpha
huhu:wink: snakeshit
was los?
Alpha
08. Februar 2005, 21:11
Original geschrieben von snakeshit2k5
was los?
ach ich wusst nicht genau was ich schrieben sollte
hab dann drei vier anläufe gemacht
kam immer qurak bei raus..
und dann ist es ein spam geworden :\
snakeshit
08. Februar 2005, 22:41
Es muss schwer sein, das Alphamännchen zu sein^^
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