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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pisa Studie



Alpha
07. Dezember 2004, 12:02
hmm also ich hab mir oftmals Gedanken über diese Pisa Studie gemacht, und bin nun auf einen Artikel im SPiegel gestoßen, maybe ein bißchen Älter aber dennoch eine Diskussion wert.

Also es geht mir darum, das untere anderem Behauptet wird, das Bildungssystem in Deutschland hätte sich verändert.

Nun frage ich mich wo?

Die Klassengröße ist angewachsen
Die Außländeranzahl ist Grundschulklassen ist gestiegen
Die Realschulabgänge haben sich erhöht, was im umkehrschluß nicht auf eine Abnahme im Hauptschulbereich schließen lässt.

Viele Deutsche schauen nun mal gerne Bärbel Schäfer und Co lesen gerne Bild weil das ihrem Bildungsstand entspricht, doch ist es bei kinder genauso?

Wurden vor 4? Jahren nicht die Kinder für die Pisa Studia wahllos ausgewählt, so haben sich jetzt doch nur noch Streber und "high-iq" Kinder zu Wort gemeldet.

Und wieso?

Richtig Deutschland möchte besser dastehen, als es Fakt ist.

Aber dennoch solange Bildung Ländersache ist, wird sich auf ganz Deutschland bezogen niemals etwas tun. Erst, wenn auf Bundesebene alles vereinheitlicht und standardisiert wird, kann man eventuell damit anfangen, das System zu sanieren, aber vorher bringt das alles überhaupt nichts, da jedes Bundesland sein eigenes Süppchen köcheln darf, mal mehr, mal weniger erfolgreich - wenn überhaupt. Ich bin klar dafür, den Ländern diese Kompetenz abzusprechen.


Was meint ihr dazu

aso den Spiegelbericht gibts
hier (http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,331033,00.html)


ps:
(Und nun Ihr Trolle und Spammer, weichet dem Licht) [insider]

akiaki
07. Dezember 2004, 12:23
Ich kann es nur nicht verstehen das immer mehr negatives den schulen beikommt aber im gegensatz das positive abgeschafft wird. So geschehen mit der Klassenreise oder der 3. sportstunde.. wohne in HH weiß nicht ob das deutschlandweit ist.
Dann noch die abschaffung der dritten klassenarbeit im halbjahr, die bundesjugendspiele, die zentralprüfungen, die schüler pro klassen zunahme etc pp.. kann so viel aufzählen was einfach nicht bildungsfördernd ist.

Was ich nun daran verwundert ist warum die Politiker trotzdem am ende der Pisa Studie noch verwundert dastehen und sich fragen wie das passieren konnte. Dann blenden sie wieder alle und sagen es muss was passieren.. das einzige was aber passiert ist das das schulsystem noch schlechter wird.

Meine meinung ist das die Bildung mit das letzte ist woran man sparen sollte denn sonst wird die zukunft für uns nicht rosig aussehen...

das ist meine meinung.. danke fürs lesen mfg akira

X_Diablo_X
07. Dezember 2004, 12:26
Nya kann jetzt über Deutschland nicht viel sagen, da ich in der Schweiz wohne.
Jedoch, in der Schweiz kommt irgendwie jede Halbe Stunde mal wieder der Beitrag über die Pisa Studie im Radio, ganz schön nervend.....
Die Schweiz hat sich jedenfalls sehr stark verbessert, in allen Bereichen. Sie ist nun auch überall unter den besten 4 , ausser Lesen.

Jedoch, haben sich die Schüler wirklich verbessert? Oder haben sie sich einfach besser auf die Pisa Studie vorbereitet.
Das sind 2 wesentlich grosse Unterschiede. Beim zweiten nähmlich verbessern sich die Schüler gar nicht, sondern wissen mehr oder weniger, was da kommt (bzw. die Lehrer wissen es) und können sich auf die Pisa Studie vorbereiten. Somit schneiden sie hier besser ab, ohne sonst wirklich sich verbessert zu haben...

Darum bin ich für
[x]Nein
Beim ersten Mal ja, aber danach kann man sich zu einfach darauf vorbereiten und damit gut abschneiden. Die Tests müssten jedesmal völlig anders sein.


Alles nur meine Meinung, nichts falsch verstehen ^^
mfg

Hosch-E
07. Dezember 2004, 12:29
nur mal ne frage so am Rand:

Was hat das im Community Forum zu suchen??


Sowas gehörts ins OT :D

X_Diablo_X
07. Dezember 2004, 12:36
Original geschrieben von Hosch-E
nur mal ne frage so am Rand:

Was hat das im Community Forum zu suchen??


Sowas gehörts ins OT :D

Hat schon was, aber was bespricht man den im Comm forum noch?
Schau mal Sachen wie "Welchen Browser/Virenscanner/..... benutzt ihr", "Schlehcteste-" und "beste Kinofilm des Jahres", oder solche Sachen, is alles hier im Comm Forum.
Also was solls ^^

Hosch-E
07. Dezember 2004, 12:40
Dann sollten wir mal dafür sorgen, dass sowas nicht mehr passiert und selbst mal anfangen sowas im OT zu posten :)

Und vielleicht mal einen der mods zum aufräumen bewegen. :D

Alpha
07. Dezember 2004, 14:09
omg nexus hosch ihr kiddies, wenn sowas nicht in community forum gehört, wo spammen weniger sein sollet..

verdammt nochmal was dann..

und tada..

ich posts qualitative sache, und ihr macht wieder eure

"komm wir zeiehn den thread in den keller" spielchen..

verdammt nochmal, wenn ihr zum thema nix zu melden habt, dann postet doch garnix erst, und tut der welt und uns einen gefallen.

@ topic,


Was ich nun daran verwundert ist warum die Politiker trotzdem am ende der Pisa Studie noch verwundert dastehen und sich fragen wie das passieren konnte. Dann blenden sie wieder alle und sagen es muss was passieren.. das einzige was aber passiert ist das das schulsystem noch schlechter wird.

alo schlechter wird es imho, ja nicht, sondern es stagniert eben

wenn die leute nunmal mit ihrem Wissenstand zufrieden sind, und zuhause sowohl kind als Kegel nur mit Talkshows und RTL2 füttern, dann ist das aber auch nicht verwunderlich.

Die schulen, arbeiten nunmal nur auf etwas hin, was im "leben" vertieft werden kann//soll.

Damit sowas dan aber besser geschehen kann, muss im gesamtbild der Schulen etwas verändert werden.

Ist zwar bedingt der fall, aber auf keinen Fall das Gro der Masse.

als Beispiel fallen mir dinge ein

wie Projekt"wochen" in den Schulen
Jahresprojekte
Realitätsnaher untericht (physik, chime, bio)

aber nichts desto trotz, ist unter anderm auch der altersschnitt der lehrer, dazu zu hoch, was eine "veränderung" des gesamten eher hemmt als fördert

Hosch-E
07. Dezember 2004, 14:13
lol ich muß mir ma gerad das lachen verkneifen.

Ich zieh den Thread nicht runter, sondern sag nur was sache ist Alpha.

Wer lesen kann is klar im Vorteil :D

Les mal bei beschreibung des Community Forums nach: Da steht alles was die Community betrifft ----> sprich HL und CS Themen.


Und bei OT steht: Alles was nicht mit HL und CS zu tun hat ----> Pisa und Kinofilm und räuber Hotzenplotz Geschichten


und nur weil ich nur darauf hinweise, dass es hier falsch am Platze ist bin ich noch lange kein Kiddie.

kp.Ev!L
07. Dezember 2004, 14:31
In diesem Forum könnt Ihr Euch über sämtliche Themen der Community unterhalten.

Dieser Thread macht einen zwar doch ein bisschen stutzig, dennoch würde ich sagen, dass er innerhalb der Community nicht falsch aufgehoben ist ... PISA ist etwas, dass uns alle betrifft.
Andererseits muss ich gestehen, dass es auch nen bissle als OT gilt.

Unter Vorbehalt wird er hier weiterlaufen. Sollte es jedoch dazu führen, dass hier längere Diskussionen, die fern ab vom Thema sind oder gar in Flame usw. enden, er schlicht geschlossen und ggf. verschoben wird.

Nun aber zum Thema: PISA ist für mich der Beweis, dass ich immer damit recht hatte, dass das Schulsystem schlecht strukturiert ist. Ich habe Schule sowie Berufsschule durchlebt und bei beiden war die Struktur ein wahres Chaos ... eher wenig gelernt, falsch die Schüler und deren Lernverhalten überprüft usw. usw. usw.

Es ist verständlich, dass dort nun probiert wird, die Werte über Umwege hochzutreiben.

g-taz
07. Dezember 2004, 15:11
Der Fehler der Politiker ist, dass sie den Schülern immer mehr Schulstunden aufdrängen, was eigentlich völliger Schwachsinn ist.
Das eigentliche Problem jedoch liegt darin, dass deutsche Schulen nicht gut genug ausgebildete Lehrer haben.
Es gibt zu viele, die mit den Schülern keinen richtigen Unterricht machen um ihnen etwas beizubringen, sondern eher nur mit den Schülern plaudern und Spaß haben wollen, damit sie so schnell wie möglich an ihr Geld kommen...
Die Pisa-Studie ist für mich deshalb nicht genügend aussagekräftig.

Alpha
07. Dezember 2004, 15:14
Original geschrieben von g-taz
Der Fehler der Politiker ist, dass sie den Schülern immer mehr Schulstunden aufdrängen, was eigentlich völliger Schwachsinn ist.
Das eigentliche Problem jedoch liegt darin, dass deutsche Schulen nicht gut genug ausgebildete Lehrer haben.
Es gibt zu viele, die mit den Schülern keinen richtigen Unterricht machen um ihnen etwas beizubringen, sondern eher nur mit den Schülern plaudern und Spaß haben wollen, damit sie so schnell wie möglich an ihr Geld kommen...
Die Pisa-Studie ist für mich deshalb nicht genügend ausschlaggebend.

Also ich kenne wirklich _keinen_ Lehrer der "nur" mit den Schülern, plaudern will :ugly:

wieso auch..

Was die Schulstunden angeht, so sind wir im Ländervergleich wirklich ziemlich weit hinten und wenn ich sehe, das Oberstufen immernoch ~30h die Woche haben, dann wunder mich nix mehr..

Aber dinge wie Blockuntericht soind ein richtiger Schritt imho, diesbezüglich

X_Diablo_X
07. Dezember 2004, 15:18
Original geschrieben von Hosch-E
lol ich muß mir ma gerad das lachen verkneifen.

Ich zieh den Thread nicht runter, sondern sag nur was sache ist Alpha.

Wer lesen kann is klar im Vorteil :D

Les mal bei beschreibung des Community Forums nach: Da steht alles was die Community betrifft ----> sprich HL und CS Themen.

und nur weil ich nur darauf hinweise, dass es hier falsch am Platze ist bin ich noch lange kein Kiddie.

Wurde alles gesagt.
Ich wollte eigentlich ganz normal posten, dachte, ich mach dir gamit mal ein Gefallen, und dann kommt, wir seien Kiddis.
:lol:

Was hab ich denn gesagt, was den Thread hätte runterziehen sollen? N.I.C.H.T.S
Ich hab sogar noch einen sinnvollen Post dazugegeben.

Nazguel
07. Dezember 2004, 15:20
Also, ich kann zur PISA nicht viel sagen da ich mich damit so überhaupt noch nicht beschäftigt habe, aber was ich kann ist über die Schulbildung in Sachsen-Anhalt schreiben.

Was mich immer am meisten gestört hat war wenn man vom Gym. auf die Realschule gewechselt ist (bin ich nicht war schon „immer“ auf Realschule) von einem Notendurchschnitt von ~4 auf einmal zu den Klassenbesten gezählt hat.
Wie kann so was sein? Das größte Problem ist denke ich, das in den Realschulen und Hauptschulen, den Kinder/ Jugendlichen nicht mehr beigebracht wird zulernen, also wirklich selber etwas zu erarbeiten, es wird einen einfach alles vorgekaut. Das dann die Kinder aus Texten wichtige Dinge nicht mehr raus lesen können ist ja klar, wenn man ihnen sagt was wo steht und was man damit machen muss. Wo bleibt der Anreiz zum lernen, wenn man darauf Noten bekommt was der Lehrer sagt (vor allem gute)?
Das selbstständige denken, war auch fehl am platz, wozu sich die Mühe machen, wenn man gute Noten bekommen kann indem man den Lehrer jedes Wort einfach nach plappert. Ich hatte in meinen 10 Jahren Schule, nie, wirklich nie eine interessante Diskussion zu irgendein Thema, wo sich mal mehr als 2-3 Leute (davon einer der Lehrer) unterhalten haben.

Um vielleicht mal auf den Unterricht zukommen, in Englisch hat man Deutsch gesprochen (hab ne 1 dort auf meinen Abschlusszeugnis, aber sprechen kann ich die Sprache nicht wirklich) und auf Übersetzungen mit Buch worden Noten gegeben....! Wie soll ich da eine Sprache lernen, wenn der Lehrer diese nicht mal selber kann?
Was ist mit Fächern wie Musik, Kunst usw.? Wenn man sich dafür nicht interessiert bzw. eine gewissen Talent hat braucht man das? Abschaffen sollte man diese Fächer nicht, aber wenn dann sollte man Musik-, Kunstgeschichte, Kunststille usw. unterrichten und nicht singen und malen.....(jaja, das wird auch unterricht, aber erst die letzten 2 Jahre?)

So das soll es erst mal gewesen sein, vielleicht schreibe ich später noch was.

Ps. Sry, für meine Rechtschreibung, war nie meine Stärke ;)

kp.Ev!L
07. Dezember 2004, 15:27
So, nochmal deutlich und zum mitschreiben:

Es wird nun das diskutiert, was oben im Topic steht und nicht ob das hier das richtige Forum ist.

g-taz
07. Dezember 2004, 15:27
Stimmt!
Aber dieses Jahr war ich in Finnland (Platz 1 PISA) auf Austausch und habe so einiges von deren Schulsystem gelernt.
Die haben da auch , selbst auf der Oberstufe, nicht viel mehr Stunden als wir, maximal 4 Wochenstunden mehr.
Außerdem sind die Lehrer da ganz anders als hier bei uns, sie werden alle von den Schülern geduzt, sind im Durchschnitt jünger und auch gebildeter.
Sie fangen sofort mit dem Unterricht an und ziehen ihn, bis zum Ende und ohne dass es langweilig wird, knallhart bis zum Ende durch. Wenn ein Schüler etwas nicht versteht, erklärt der Lehrer es sofort gut und verständlich.
Auch gibt es dort fast nur Gesamtschulen, die alle unserem Gymnasium entsprechen und die Schüler gehen 12-14 Jahre (je nachdem wann sie ihre finalen Examen haben) zur Schule.
Ich glaube aber auch, dass Finnland deshalb so gut abgerschnitten hat, weil der durchschnittliche IQ höher ist als hierzulande...

G_Dog
07. Dezember 2004, 15:34
So.
Komme aus BadenWuertemberg, meine Mutter ist Grundschuhllehrerin.
Und hier einige Sachen die ich zum Thema sagen will:

Viele Eltern sehen immer mehr den Babysitter ersatz im Fernsehn. Sie setzen Ihre Kinder vor die Kiste, weil sie dann mehr Zeit fuer sich haben. Meine Eltern haben sich viel mit mir beschaeftigt und ich hatte nie irgendwelche Probleme in der Schule. Nachdem sich nun viele Eltern sowieso schon zu wenig um ihre Kinder kuemmern erwarten sie dann auch noch von den Schulen und Lehrern das sie es richten. Sie versuchen die Verantwortung abzugeben und wenn schlechte Noten da sind beschweren sie sich bei den Lehrern warum sie den Kindern nichts beibringen. Das kann nicht gehn.
Eine andere Sache ist, dass all die Scheisse die auf RTL2, ... laeuft doch eigentlich nichts fuer irgendwelche kleinen Kiddies ist, viele Eltern aber einfach davon ausgehn das Zeichentrick nunmal fuer Kinder ist und es da keine Unterschiede gibt.
Videospiele > ein anderes Problem. Videospiele machen Kinder aggressiever. Diskussion hin oder her, dass ist meine Erfahrung. Nachdem meine Mom mal immer mehr Probleme mit einem speziellen Schueler hatte gabs ein Elterngespraech und was kam raus ? 2 Wochen vorher hat der kleine ne PS2 zum Geburtstag geschenkt bekommen.
Wir hatten doch frueher gar nich all den scheiss, all die Flut von Werbung, Serien, Programmen, Computerm, Konsolen,.....
Ich war meine komplette Kindheit draussen. Natuerlich haben wir da auch ne menge Scheisse gebaut, aber wir haben es draussen in unserer Freizeit gemacht, das hat uns gerreicht.
Ich will kein Kind sein heutzutage !!!!

Die Gesellschaft hat sich nunmal veraendert. Gab es vor 10 Jahren noch 1 oder manchmal 2 Stoehrenfriede in einer Klasse gibt es heute schon mindestens 3 Psychos.

Bless

kp.Ev!L
07. Dezember 2004, 15:53
Ist auf alle Fälle ein Armutszeugnis, wie sich die Jugend in der Sache entwickelt hat und die Schulsysteme sowie Eltern nicht dagegen an gehen.

G_Dog
07. Dezember 2004, 15:59
Original geschrieben von kp.Ev!L
Ist auf alle Fälle ein Armutszeugnis, wie sich die Jugend in der Sache entwickelt hat und die Schulsysteme sowie Eltern nicht dagegen an gehen.

Wie schon gesagt, die Eltern versuchen mehr und mehr ihre Verantwortung an die Schulen abzudruecken. Aufgabe der Schulen sollte doch Bildung sein, und nicht Erziehung. Wenn sich mehr Eltern richtig um ihre Kinder kuemmern wuerden, wuerd es meiner Meinung nach auch wieder aufwaerts gehn, was Bildung in Deutschland angeht.

kp.Ev!L
07. Dezember 2004, 16:08
Das ist schon richtig, das ist mit einer der Gründe. Dennoch liegt es aber teilweise auch mit am Schulsystem ... Beispiel:

Früher war es Gang und Gebe, den Eltern Briefe zu schicken, wenn ihre Kinder stark abbauen, nicht erscheinen usw.
Heute gibt es sowas nicht mehr ... selbst bei mir war es nicht so ... und Eltern können nun einmal nicht alles komplett kontrollieren, da sie sich nicht nur um die Kindern kümmern können.

Ebenso wird Schultechnisch auch nicht mehr auf die Rücksicht genommen, die leichte Lernschwierigkeiten haben. Das Thema wird einfach durchgeprügelt, die Kiddies kassieren ihre schlechten Noten und niemanden interessiert es (wobei es ansich Pflicht ist, dass die Lehrer mit darauf achten und ggf. helfen od. Anordnungen erteilen).

G_Dog
07. Dezember 2004, 16:32
Original geschrieben von kp.Ev!L
Das ist schon richtig, das ist mit einer der Gründe. Dennoch liegt es aber teilweise auch mit am Schulsystem ... Beispiel:

Früher war es Gang und Gebe, den Eltern Briefe zu schicken, wenn ihre Kinder stark abbauen, nicht erscheinen usw.
Heute gibt es sowas nicht mehr ... selbst bei mir war es nicht so ... und Eltern können nun einmal nicht alles komplett kontrollieren, da sie sich nicht nur um die Kindern kümmern können.

Ebenso wird Schultechnisch auch nicht mehr auf die Rücksicht genommen, die leichte Lernschwierigkeiten haben. Das Thema wird einfach durchgeprügelt, die Kiddies kassieren ihre schlechten Noten und niemanden interessiert es (wobei es ansich Pflicht ist, dass die Lehrer mit darauf achten und ggf. helfen od. Anordnungen erteilen).

So. Erstmal zu deinem ersten Absatz.
Nein, es ist nicht der einzige Grund, nur einer von vielen. Aber es ist einer, der mich besonders beschaeftigt und den ich besonders mitbekomme.

Zu Ruecksicht auf Lernschwierigkeiten.
Da hast du grade was interessantes Angesprochen. Diese Ruecksicht, und sie ist deutlich mehr vorhanden als frueher ist ein Problem in sich. Ich bin Legastheniker, das hat zu meiner Zeit die Lehrer aber wenig interessiert. Ich musste meine schlechten Diktate eben durch Aufsaetze ausgleichen. Ich hab ne 6 oder 6 in jedem Diktat gehabt und die Lehrer wussten, das ich Legastheniker bin. Hat aber keinen interessiert. Aufm Wirtschafts Gymi gabs dann keine Diktate mehr, dafuer wurden bei aufsaetzen die Fehler abgezogen. Hat wieder keinen interessiert, dass ich das nicht hinbekomme. So kann man sich ja denken, wie Aufsatznoten aussehn, wenn bis zu 1/3 der Punkte wegen Rechtschreibteil vorneweg nicht erreichbar sind.

Anders sieht es da heute aus. Und zwar ins andere Extrem. Bei jedem kleinen Problem lassen Eltern Lese, Schreib oder Mathematische Schwaechen Prognostizieren und kuemmern sich dann nicht weiter drum. Nein, es ist kein Problem das die Kinder nicht lesen und nur vor der Glotze rumhaengen. Wenns dann in der Schule nicht so klappt wird eben ne Leseschwaeche dargestellt und alles ist gut. Was soll ein Lehrer denn da noch machen ? Wenn es vor ein paar Jahren noch den einen oder anderen LEgastheniker gab gibt es heute in jeder klasse die verschiedensten Varianten. Mehrere in jeder Klasse !! Und Lehrer koennen gar nix machen. Versucht man sich mit dem Kind zu beschaeftigen kommen sachen wie kann ich sowieso nicht und basta. Wenn ich nichts haette machen muessen, wenn es so einfach gewesen waehre mich von Arbeit fern zu halten ....
Hey, wer denkt als Kind schon ueber seine Zukunft nach.

Bless

duke667
07. Dezember 2004, 18:09
Das Bildungssystem in Deutschland bröckelt an allen Ecken. Ob der Bildungsstand einer Gesellschaft nur das Niveau erreicht, das sie haben will, will ich mal nicht diskutieren.

Es ist jedoch falsch, das erneute Pisa-Versagen den Lehrern in die Schuhe zu schieben. Das Problem fängt bei den Familien an, da - wie schon von Vorrednern gesagt - der Fernseher als Erziehungsersatz mißbraucht wird. Wenn man sich das wirklich schlechte Fernsehprogramm von heute ansieht, sollte man seine Kinder davor schützen, anstatt sie mit dem Fernseher zu beschäftigen, nur um seine Ruhe zu haben. Allein die Sprache bei den privaten Sendern ist kein Deutsch mehr, sondern ein häßliches Denglisch. Eltern sollten wieder mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und sich auch verantwortlich fühlen, was ihre Kinder in der Schule machen (Hausaufgaben kontrollieren, sich über die Noten informieren, sich von den Kindern erzählen lassen, was in der Schule alles passiert ist...).

Leider sind jedoch auch die Lehrer überfordert. Dadurch, daß Eltern sich weniger kümmern, müssen die Lehrer mehr Arbeit verrichten, dazu werden die Klassen immer größer. Ein weiteres Problem ist, daß der Lehrerjob immer unattraktiver wird. Man wird von Eltern und Schülern beschimpft (schlimmstenfalls inkl. Gewalt), die meisten Leute denken, man arbeitet nur den halben Tag und hat auch noch die meisten Ferien. Viele sehen nicht, daß mehr zum Lehrerberuf gehört, als täglich nur 6 Stunden in einem Klassenraum zu stehen. Meiner Meinung nach, muß der Lehrerjob viel besser bezahlt werden, denn damit steigert man die Attraktivität und mehr fähige Leute wollen diesen Job machen.

Wer heute in Deutschland jedoch fähig ist, geht in vielen Fällen ins Ausland. Die Politik spricht von Eliteuniversitäten, die man forcieren will, ohne zu sehen, daß dazu das Potential fehlt. Leute, die hier ihr Studium beenden und gut sind gehen ins Ausland, denn dort sind sie gefragt und bekommen eine ordentliche Zukunft geboten. Durch die Kürzungen im Bildungsbereich finden Forscher nicht mehr die Mittel die sie brauchen, weder für Material noch fürs Personal. Damit wird auch dieser Zweig der Bildung immer dünner.

Fazit:
Entweder es ist uns egal, wir schauen in Zukunft nur noch RTL und wundern uns, warum alles den Bach runtergeht.
Oder jeder einzelne fühlt sich mitverantwortlich und tut nicht nur etwas für seine Allgemeinbildung sondern lebt es auch anderen vor. Und vor allem den Kindern. Denn als kleines Kind macht lernen (vor allem spielend lernen) noch Spaß und wenn man nicht den Anschluß verpaßt, kann sich das auch durchziehen. Dann kommt man evtl. auch darüber hinweg, daß man auch Dinge lernen muß, die ggf. nicht so viel Spaß machen oder wo man den Sinn, warum man das Lernen muß, (noch) nicht versteht.

seelenfaenger
07. Dezember 2004, 23:09
Ein großes Problem ist das dreigliedrige Schulsystem, dass in Deutschland gepflegt wird. Nahezu alle Kinder aus sozialen Unterschichten werden auf die Hauptschule transferiert, egal ob sie Grips haben oder nicht. Den Eltern ist es zum Teil einfach scheiss egal was die Kinder für ne Schulausbildung bekommen, hauptsache schnell die Schule fertig machen, Kfz-Lehre und dann selber Geld verdienen. Ich hab mich mal mit einem Bekannten unterhalten, der ganau diese Meinung vertreten hat und Sachen sagte wie: "Ne lass mal Gymnasium..., dauert doch viel zu lange..., Studium kann ich nicht finanzieren... u.s.w."
Die Zahl der ärmeren Bevölkerung in Deutschland wird immer grösser, ergo mehr Kinder die die Hauptschule besuchen und denen somit jegliche Chance, auf ein etwaiges Studium, genommen wird. Zwar gibt es Fälle von Leuten, die ihr Abitur später nachholen, aber das sind die wenigsten und ausserdem ist es verschwendete Zeit.
Ich finde man sollte Haupt- und Realschule miteinander vereinen um einfach diesen Klassenunterschied, der duch dieses Schulsystem entstanden ist, zu entfernen.

Noch mal zu Pisa konkret: Es ist einfach so, dass von Seiten der Lehrer viel zu wenig auf lernschwächere Schüler eingegangen wird. Kommt ein Kind nicht mit, dann soll es das Jahr wiederholen und gut is. Tschuldigung, aber das kann's ja wohl nicht sein.
Gut, das Problem ist, dass das Lehrpersonal keine Zeit hat um auf individuelle Probleme einzugehen, von daher muss mehr Lehrpersonal eingestellt werden. Ich würde sagen: 1 Lehrer auf 15 Schüler ist Ok. In diese Richtung sollte die Politik inverstieren, in die Basis!! Was bringt es schon, wenn du 10 Elite-Unis aus dem Boden haust, aber keinen Nachwuchs in petto hast, der die Fakultäten dann mit Leben füllt. :rolleyes:

Ne, also so wird das nicht's. Da sollte sich mittelfristig schnell was ändern, sonst kommt Bildungsstandort Deutschland in Teufels Küche.

glh-sonic
07. Dezember 2004, 23:56
Man sollte es ganz einfach machen :
gesamtschule bis zur 10. Klasse und ab da gehts Richtung Abitur oder Lehre.
In der 11. Klasse wird am wenigsten gemacht , man wieder holt viele Dinge und fängt wenig neue Themen an.
Dort könnte man etwas mehr anziehen und einen vielleicht kleinen "Rückstand" aufholen.
Der Unterschied zwischen Hauptschülern und Realschülern ist schon sehr Hoch , was Bildung angeht.
Gleicht man dies alles nun bis zur 10. Klasse an würde die Bildung auf jeden Fall angeglichener werden.
Natürlich muss man für sehr begabte Schüler besondere Förderungen beachten.

Ich finde , dass dies das geeigneteste System wäre.

Und um Kinder vom Fernseher wegzuholen könnte man den Freizeitlichen Sport auch zur Schule bringen ( siehe Amerika bzw. England ) .
Das würde auf jeden Fall auch die Gemeinschaft stärken.

Alpha
08. Dezember 2004, 08:10
Original geschrieben von Salvatore12
Man sollte es ganz einfach machen :
gesamtschule bis zur 10. Klasse und ab da gehts Richtung Abitur oder Lehre.
In der 11. Klasse wird am wenigsten gemacht , man wieder holt viele Dinge und fängt wenig neue Themen an.
Dort könnte man etwas mehr anziehen und einen vielleicht kleinen "Rückstand" aufholen.
Der Unterschied zwischen Hauptschülern und Realschülern ist schon sehr Hoch , was Bildung angeht.
Gleicht man dies alles nun bis zur 10. Klasse an würde die Bildung auf jeden Fall angeglichener werden.
Natürlich muss man für sehr begabte Schüler besondere Förderungen beachten.

Ich finde , dass dies das geeigneteste System wäre.

Und um Kinder vom Fernseher wegzuholen könnte man den Freizeitlichen Sport auch zur Schule bringen ( siehe Amerika bzw. England ) .
Das würde auf jeden Fall auch die Gemeinschaft stärken.

Was die Lehrstellen angeht, so kannst du nur ein System aufbauen, auf leerstellen welche vorhanden sind.

Wo keine Leerstellen sind, baust du auf Sand.

In der 11.Klasse wiederhohlt man nur Themen?
Frag doch mal wieso?
Bist du in der 11. Klasse?
Wäre interessant mal ne Meinung vom Lehrere einzuholen.
Besprecht sowas mal in Politik ;)
Auf Akute Themen, sollten Lehrer eingehen, schlag es ihnen zumindest immer vor.

Wenn man die Haupt und Realschule "angleichen" würde, (btw, in meinen Augen ein falsch gewähltes Wort ;) )so wäre die Vorraussetzung das der Untericht mehr auf die Individualität eines/jeden Schülers gegeben ist.

Besondere Förderung für Begabte Schüler?
Hallo Eltern?

Wieso nicht _mehr_ Förderung für zuwenig Begabte Kinder/jugendliche?

Was den Sport angeht Stimme ich dir zu.