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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Geschichte von Herrn Müller



NarTeX
30. November 2006, 22:26
Hab neulich von einem Kumpel eine Mail mit folgendem Inhalt bekommen, den einige von euch sicherlich schon kennen. Meinungen bitte, meine Antwort an ihn poste ich dann bald :cool:
Das hier, das ist der Herr Müller. Der Herr Müller kommt aus
Aretsried, das liegt in Bayern, also ganz im Süden. Der Herr Müller
ist ein Unternehmer. Und das, was in den Fabriken von Herrn Müller
hergestellt wird,
habt ihr sicher alle schon mal gesehen, wenn ihr im Supermarkt wart.

Der Herr Müller stellt nämlich lauter Sachen her, die aus Milch
gemacht werden. Naja, eigentlich stellen die Kühe die Milch her, aber
der Herr Müller verpackt sie schön und sorgt dafür, dass sie in den
Supermarkt kommen, wo ihr sie dann kaufen könnt.
Die Sachen, die der Herr Müller herstellt sind so gut, dass sogar der
Herr Bohlen dafür Werbung gemacht hat.
Weil der Herr Müller ein Unternehmer ist, hat er sich gedacht, er
unternimmt mal was und baut eine neue Fabrik.

Und zwar baut er sie in Sachsen,
das ist ganz im Osten.

Eigentlich braucht niemand eine neue Milchfabrik, weil es sch on viel
zu viele davon gibt, und diese viel zu viele Milchprodukte
produzieren,
aber der Herr Müller hat sie trotzdem gebaut.

Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine Arbeitsplätze
haben, unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld.
Arbeitsplätze hat man nämlich im Gegensatz zu Milchprodukten nie genug.

Also hat der Herr Müller einen Antrag ausgefüllt, ihn zur Post
gebracht und abgeschickt. Ein paar Tage später haben ihm dann das Land
Sachsen und
die Herren von der Europäischen Union in Brüssel einen Scheck über 70
Millionen Euro geschickt. 70 Millionen, das ist eine Zahl mit sieben
Nullen,
also ganz viel Geld. Viel mehr, als in euer Sparschwein passt.

Der Herr Müller hat also seine neue Fabrik gebaut und 158 Leute
eingestellt.
Hurra, Herr Müller!

Nachdem die neue Fabrik von Herrn Müller nun ganz viele Milchprodukte
hergestellt hat, hat er gemerkt, dass er sie gar nicht verkaufen kann,
denn es gibt ja viel zu viele Fabriken und Milchprodukte.

Naja, eigentlich hat er das schon vorher gewusst, auch die Herren vom
Land Sachsen und der Europäischen Union haben das Gewusst, es ist
nämlich kein Geheimnis. Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben. Ist ja
nicht
ihr Geld, sondern eures. Klingt komisch, ist aber so.

Also was hat er gemacht, der Herr Müller?

In Niedersachsen, das ist ziemlich weit im Norden, hat der Herr
Müller auch eine Fabrik. Die steht da schon seit 85 Jahren und
irgendwann hatte der Herr Müller sie gekauft. Weil er jetzt die schöne
neue
Fabrik in
Sachsen hatte, hat der Herr Müller die alte Fabrik in Niedersachsen
nicht mehr gebraucht, er hat sie geschlossen und 175 Menschen haben
ihre Arbeit verloren. Wenn ihr in der Schule gut aufgepasst habt,
dann habt ihr sicher schon gemerkt, dass der Herr Müller 17
Arbeitsplätze weniger geschaffen hat, als er abgebaut hat. Dafür hat er 70
Millionen Euro beko mmen.

Wenn ihr jetzt die 70 Millionen durch 17 teilt, dafür könnt ihr ruhig
einen Taschenrechner nehmen, dann wisst ihr, dass der Herr Müller für
jeden
vernichteten Arbeitsplatz über 4 Millionen Euro bekommen hat.

Da lacht er, der Herr Müller - natürlich nur, wenn niemand hinsieht.
Ansonsten guckt er ganz traurig und erzählt jedem, wie schlecht es
ihm geht. Aber der Herr Müller sitzt nicht nur rum, sondern er sorgt
auch dafür, dass es ihm besser geht.

Er ist nämlich sparsam, der Herr Müller . . .
Sicher kennt ihr die Becher, in denen früher die Milch von Herrn
Müller verkauft wurde. Die schmeckt gut und es passten 500 ml rein,
das ist ein halber Liter. Seit einiger Zeit verkauft der Herr Müller
seine Milch aber in
ustigen Flaschen, nicht mehr in Bechern. Die sind praktisch, weil
man sie wieder verschließen kann und sehen hübsch aus. Allerdings sind nur
noch 400 ml drin, sie kosten aber dasselbe. Da spart er was, der H err
Müller -
und sparen ist eine Tugend, das wissen wir alle.

Wenn ihr jetzt fragt, warum solche Leute wie der Herr Müller nicht
einfach an den nächsten Baum gehängt werden, dann muss ich euch sagen,
dass
man so etwas einfach nicht tut.
Wenn ihr aber das nächste Mal im Supermarkt seid, dann lasst doch
einfach die Sachen vom Herrn Müller im Regal stehen und kauft die
Sachen, die daneben stehen. Die schmecken genauso gut, sind meistens
billiger und werden vielleicht von einem Unternehmer hergestellt, für
den der Begriff "soziale Verantwortung" noch eine Bedeutung hat.

Ach übrigens, da fällt mir ja ein, der Herr Müller will auch
Erbschaftsteuer sparen und hat daher beschlossen, seinen Wohnsitz nach
Österreich zu verlegen.

Wenn Ihr der gleichen Meinung seid, schickt diese Mail doch ein wenig
durch die Republik, damit alle Leute sehen, wo ihre mühsam
erarbeiteten Steuergroschen bleiben.

Und eines sollte uns einigen: Nichts mehr von Müller-Milch auf den
Tisch!!

Toni Macceroni
30. November 2006, 23:22
Hihihi, das ist schon uralt. Damals habe ich mich auch direkt empört an die Fa. Müller gewandt um mal zu hören was die davon halten. Das war die Stellungsnahme:

Sehr geehrter Herr xxxx,

in einer anonymen E-Mail, die in den letzten Tagen durch das Internet kursiert, werden Behauptungen
gegen die Unternehmensgruppe Theo Müller aufgestellt, die nicht der Wahrheit entsprechen.

Wir verstehen die Besorgnis der Verbraucher und möchten deshalb zu den angesprochenen Punkten gerne
Stellung beziehen:

In der Rundmail "Eine schöne Geschichte über Herrn Müller" wird behauptet, mit der Errichtung des Werkes
Leppersdorf und mit staatlichen Zuschüssen in Höhe von 70 Mio. Euro seien 17 Arbeitsplätze vernichtet
worden.

Das entspricht nicht der Wahrheit!

Die Wahrheit ist, dass mit dem Bau von Europas größter und modernster Molkerei mittlerweile insgesamt
1760 Menschen eine Arbeitsstelle gefunden haben. Damit ist die Unternehmensgruppe Theo Müller einer der
größten Arbeitgeber in der Region, erzielt entgegen dem derzeitigen Trend Wachstum und schafft stabile
Arbeitsplätze.

Aus wirtschaftlichen Gründen war es sinnvoll, die sächsische Molkerei und die niedersächsische Käserei an
einem Standort zusammen zu legen. Das machen andere Unternehmen auch - nur verlagern die meisten
Unternehmen die Arbeitsplätze ins Ausland und nicht in strukturschwächere Gebiete Deutschlands.
Durch die Verlagerung in eine neue, modernere Produktion wurde weiterhin die Produktqualität
verbessert - und ein hochwertiges Qualitätsprodukt sichert natürlich auch langfristig Arbeitsplätze.

Die Arbeitnehmer der Harzer Käserei haben Arbeitsangebote mit Übergangszusagen erhalten. Allerdings
haben dauerhaft nur 5 Mitarbeiter dieses Angebot angenommen.

Allein in den letzten 3 Jahren wurden im Werk Leppersdorf 500 neue Arbeitsplätze geschaffen und 70
Ausbildungsplätze für Jugendliche mit nahezu vollständiger Übernahmequote. Betrachtet man auch die
indirekten Arbeitsplätze so können wir 300 weitere Arbeitsplätze (inkl. Zeitarbeitnehmern) dazurechnen.

Das Investment der Unternehmensgruppe Theo Müller betrug in den letzten 3 Jahren 300 Mio. Euro, allein
in der Region Sachsen. Die staatlichen Subventionen von 40 Mio. Euro zuzüglich der 30 Mio. Euro aus dem
EU Haushalt sind Zuschüsse, die jeder Unternehmer erhält, der in den neuen Bundesländern Arbeitsplätze
schafft. Für die meisten Unternehmen ist es dennoch günstiger, im Ausland produzieren zu lassen.

Das sieht die Unternehmensgruppe Theo Müller anders und engagiert sich für den Standort Deutschland.
Dazu gehört, neben der Schaffung der 1.760 Arbeitsplätze in enger und kooperativer Zusammenarbeit mit
den Staatsministerien und Behörden in Sachsen, auch die Abnahme der Milch aus der Region sowie
Auftragsvergaben an Baufirmen, Maschinenbauer, Handwerksbetriebe etc.

Unsere Arbeitnehmer stellen nicht nur Milchprodukte für den deutschen Markt her, wir exportieren auch
noch in benachbarte Länder - und garantieren dabei höchste Qualität und Frische.

Einen weiteren, unwahren Punkt in der Rundmail "Eine schöne Geschichte von Herrn Müller" möchten wir
auch noch kurz klären: Hier wird berichtet, dass es Müllermilch nur noch in 400ml Flaschen - statt wie zuvor
in 500ml Bechern gibt. Auch das entspricht nicht der Wahrheit.

Mit der neuen Müllermilch in der PET-Flasche wurde neben der klassischen Müllermilch im Becher eine zweite
Produktlinie eingeführt. Das heißt, Müller führt zwei unterschiedliche Produkte im Sortiment. Die neue
Müllermilch in der PET-Flasche hat eine neue Rezeptur, sie schmeckt cremiger und vollmundiger und hat eine
komfortablere Verpackung - mit uneingeschränkter Wiederverschließbarkeit und höherem Transportschutz.
Man kann also auch unterwegs einen Schluck Müllermilch genießen.

Die Müllermilch im Becher ist nach wie vor mit unveränderter Rezeptur im Kühlregal erhältlich. Das heißt, es
gibt zwei unterschiedliche Produkte: Müllermilch in der Flasche mit 400 ml Inhalt und Müllermilch im Becher
mit 500 ml Inhalt. Die beiden Produkte haben nicht nur unterschiedliche Verpackungen - sie schmecken
auch unterschiedlich. Wer sich überzeugen möchte, der soll einfach mal beide Produkte probieren.

Wir hoffen, dass wir Ihnen nun alle Zweifel an der Unternehmensgruppe Theo Müller ausräumen konnten
und versichern, dass die größte, modernste und innovativste Molkerei Europas sich weiterhin für den
Arbeitnehmer-Standort Deutschland einsetzen wird. Ebenso garantieren wir für unsere Milchprodukte die
höchste Produktqualität, die unsere Verbraucher zu schätzen wissen.

Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Müller Produkte weiterhin mit viel Appetit genießen!



Mit freundlichen Grüßen

Caroline Sxxxx

Gez. i. V. Liliana Gxxxxx
Consumer Service

Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG
Zollerstr. 7
86850 Aretsried

Tel.: +49 8236 xxxxx
Fax: +49 8236 xxxxx
E-Mail: lilianaxxxxx

NarTeX
01. Dezember 2006, 00:01
nimm mir nicht meinen ganzen Spaß :(

auch wenn es eigentlich irrelevant ist, ob die Fakten so stimmen oder nicht

Chckn
01. Dezember 2006, 00:40
Das mit der Flasche hab ich auch erst gedacht und mich tierisch (also Kuh-mässig) aufgeregt....

Aber siehe da...den Becher gibt es doch noch :D

Trotzdem ist Theo ein Steuerschwein (Nein nicht Kuh) und geht nach Österreich....Pfui!!!

bumby
01. Dezember 2006, 14:06
da gabs mal so n video mit dem text, im sendung mit der maus style.

seelenfaenger
02. Dezember 2006, 10:53
Da sieht man mal, wie Steuergelder verpulvert werden. In der EU wird mehr Milch produziert, als getrunken wird, aber trotzdem wirds weiter en masse subventioniert. Neben dem Herrn Müller sollte sich aber auch mal der Staat an die eigene Nase fassen und seine ach so tolle Agrarsubventionspolitik überdenken. Da werden jährlich Milliarden verschwendet.

CobraKiLLer
02. Dezember 2006, 20:37
Ehrlich gesagt hab ich bei letzterem Brief nicht sehen können wo sich die beiden widersprechen ^^
Naja ich war totaler Fan von den 500ml Bechern, ich hab sie geliebt =D Alle 2 Tage eine getrunken oder so aber seit es nur noch diese beschissenen Flaschen gibt die Schmecken wie saure Milch mit nen bisschen Zucker hab ich ehrlich gesagt auch nur noch 2 gekauft...
2?
Ja, einen, um zu gucken, ob es einen Unterschied gibt und das zweite mal, um mir sicher zu sein, dass es wirklich so übel schmeckt.
Ich kaufe sowieso keine Müllermilch mehr, schmeckt einfach nicht mehr, und der 500ml vs 400ml Tausch in der hoffnung, dass es keiner merkt verwundert doch niemanden ._. armes Deutschland, arbeitslose, die nicht wissen wo der Unterschied zwischen 4 und 5 ist und dicke, reiche Leute, die sie von vorne bis hinten abzocken ^.^ sieht man doch überall, warum also nicht bei der Milch..