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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das scheitern des 'MultiKulti'



Gast
22. November 2004, 20:17
Nach dem tödlichen Anschlag auf den islamkritischen Filmemacher Theo van Gogh brennen in den Niederlanden Moscheen und Kirchen. Können Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen und mit unterschiedlichen Religionen nicht friedlich zusammenleben?






Organisierte Verweigerung

Viele Muslime lehnen Bemühungen um Integration ab – Gefahr einer islamischen Parallelgesellschaft.


In Deutschland, könnte man meinen, lauern an jeder Ecke Menschenfänger: Sie warten nur darauf, dass unschuldige muslimische Kinder um die Ecke biegen, die dann in die Gottlosigkeit gestoßen werden sollen.

Wer die Zeitschrift Milli Gazete liest, die der islamistischen türkischen Massenorganisation Milli Görüs nahe steht, muss zu diesem Schluss kommen.

Da heißt es etwa: „Dutzende von perversen Institutionen, allen voran Juden- und Christenkomitees, lauern nur auf eine günstige Gelegenheit, um uns unsere Kinder abspenstig zu machen. Werfen wir unsere Kinder jenen verirrten Ungeheuern nicht zum Fraß vor!“


Wer mehr erfahren will schaue hier:
Süddeutsche Zeitung (http://www.sueddeutsche.de/ausland/schwerpunkt/987/42945/6/)


Ich finde die Entwicklung von Parallel-Gesellschaften, in denen keine Integration stattfindet, sehr beängstigend. Wenn aber sogar das Gegenteil in manchen Moscheen an der Tagesordnung steht und Hassprediger zum Kampf gegen westliche Religionen und Werte aufrufen, finde ich den Zustand alamierend. Es scheint als wäre das Projekt Integration in vielen Bereichen gescheitert.
Doch was soll man machen ?

Die CSU fordert auf ihrem Parteitag die Ausländer zur Integration zu zwingen und andernfalls Leistungen zu kürzen.

Was denkt ihr über dieses Problem und mögliche Lösungen?

Kaneda69
23. November 2004, 15:07
1. Die Süddeutsche Zeitung ist ein ziemlich konservatives , und rechts einzuordnendes Blatt.

Die Integration der Islamischen Bevölkerung in Deutschland war ein Politischer Amoklauf.Während die neuen Generationen Itailiäner oder Polen mitlerweile so gut wie eingedeutscht sind , sprechen die Muslime in der 3. Generation noch kein richtiges deutsch. Aber woran liegt das?

1.Total verquere Einwanderungspolitik - Deutschtürken holen ihre Frauen aus der Türkei , die natürlich kein Wort deutsch sprechen , aber mit der Erziehung der Kinder beauftragt werden , für welche das erlernen der Deutschen sprache durch diesen Umstand natürlich nicht erleichtert wird.
2.Total verquere Ansiedlungspolitik - Gastarbeiter zb. wurden von den 60ern bis mitte der 80er in eigenen Siedlungen untergeracht was dem "austausch der Kulturen" natürlich nicht besonders zu gute kam.
3.Narrenfreiheit für Islamische Fundamentalisten die nichts weiter im Sinn haben , als die Islamische arbeitende Bevölkerung aufzuwiegeln.(Siehe Kalif von Köln)

Die Politik hat hier also sehr lange Zeit eine ganze Menge falsch gemacht.

Man muss die Muslime allerdings in 2 Gruppen trennen:

a)die friedlichen Moslems die ihre Religion im normalen Rahmen ausleben , und einen Großteil der in Deutschland lebenden Muslime ausmachen.
b)Die Islamisten die eine Verstrickung zwischen Staat und Religion anstreben , die radikalen , aber der weitaus geringere Teil.

Ich hoffe ich konnte etwas Aufklärungsarbeit leisten , ich bin selbst gebürtiger Deutsche aber habe eine Menge muslimische Freunde (ganz normale Jugendliche) deshalb kann ich eindimensionale Medien nicht sonderlich gutheißen.

kev][n
23. November 2004, 16:00
Auf jeden Fall sollte man die Ängste und Befürchtungen der Menschen ernst nehmen und zwar auf beiden Seiten. "Fremdartige" Menschen lösen bei einigen ein gewisses unbehagen aus. Das ist ein Grund, warum manche in Ausländern anderer Kulturen eine Gefahr sehen. Das liegt zumeist in Unwissenheit und Unsicherheit der betroffenen Personen begründet. Aufklärung tut hier Not, setzt aber voraus, dass man nicht auf taube Ohren stößt ("Die wollen uns ja nur was wegnehmen") und auch keine Verallgemeinerungen zuläßt ("Die sind ja alle so").
Andererseits ist auch nachvollziehbar, dass sich die Menschen, die nicht Deutscher Herkunft sind und wenig Deutsch sprechen, zunächst mit ihresgleichen umgeben, weil man sich in einer bekannten kulturellen Umgebung mit Menschen seiner Sprache einfach wohler bzw. sicherer fühlt. Allerdings sollte man versuchen, die Sprache des Heimatlandes zu lernen, weil man nicht davon ausgehen kann, dass die Einheimischen die fremde Sprache lernen. Die Benutzung derselbigen, insbesondere bei der Anwesenheit von Einheimischen, führt aber zwangsweise zu einer Ausgrenzung. Ebenso, wenn man Grundregeln der einheimischen Gesellschaft, insbesondere die durch die Verfassung gegebenen Gesetze, zu umgehen versucht, weil die eigene Religion/Staatsaufassung andere Regeln für das Zusammenleben vorsieht.
Eine Annäherung beider Seiten erfordert zwangläufig eine Kommunikation untereinander, d.h. beide Seiten müssen dieselbe Sprache sprechen können. Folglich ist es das A und O, dass die Zugewanderten versuchen, die einheimische Sprache zu erlernen, sonst grenzen sie sich selbst aus. Wenn sie das dauerhaft wollen, dann sollten sie lieber in ihre geliebte Umgebung zurückkehren. Im anderen Fall sollten man Ihnen jedoch auch keine Steine in den Weg legen, sondern sie mit einer offenen Gesinnung zu integrieren versuchen.
Es scheint allgemeiner Konsens unter allen Parteien zu bestehen, die Sprachförderung voran zu treiben. Wollen wir für alle Beteiligten hoffen, dass dies auch umgesetzt wird.