Trusted Mode

Im Kampf gegen Cheater in CS:GO ist Valve einen Schritt gegangen, der Software von Drittanbietern erheblich einschränkt. Der Trusted Mode verhindert Cheats zwar nicht direkt, soll diese aber dennoch effektiv bekämpfen. Allerdings bringt dieser Modus Einschränkungen für alle Spieler mit sich.

Was ist der Trusted Mode?

Der zu Deutsch “vertrauenswürdige Modus” ist bei allen Spielern automatisch aktiviert und hält sämtliche Programme von Drittanbietern davon ab, mit CS:GO zu interagieren. Es gibt dabei keine Ausnahmen. Das heißt, dass beispielsweise auch Programme für Videoaufnahmen oder Streaming nicht in diesem Modus funktionieren. Denn selbst bekannte Programme könnten missbraucht werden, um CS:GO Cheats auszuführen.

Einige Anwendungen injizieren ihren Code direkt in den Prozess des Spiels. Das gilt sowohl für gewöhnliche Anwendungen, als auch für Cheats. Für ein Anti-Cheat-System ist es aber schwierig zu unterscheiden, ob eine solche Software ein Cheat ist oder nicht. Möglichem Cheating kann also besser vorgebeugt werden, indem einfach generell das Interagieren mit dem CS:GO-Prozess verboten wird.

Dadurch schützt sich der Prozess selbst vor Eingriffen durch Fremdsoftware. Es kann im Trusted Mode also auch nicht vorkommen, dass eine Software ohne Wissen des Spielers ihren Code in den Prozess einschleust. Diese Barriere muss vorsetzlich überwunden werden, was dann eindeutig als Cheatingversuch gewertet werden kann. Zukünftig werden dafür VAC Bans verhängt.

Alternative: Der Untrusted Mode

Nicht jede Software ist ein Cheat und es wäre weder vertretbar noch förderlich für die Community, wenn einfach sämtliche Drittanbieterprogramme verboten werden. Aus diesem Grund gibt es noch den normalen Modus, auch „Untrusted Mode“ genannt.

Dieser Modus muss aber mit dem Startparameter „-untrusted“ manuell erzwungen werden. In der Spielebibliothek musst du dazu mit einem Rechtsklick auf CS:GO die Eigenschaften öffnen, wo du den Befehl bei den Startoptionen eintragen kannst. In diesem Modus dürfen auch Drittanbieterprogramme aktiv sein, die direkten Einfluss auf CS:GO haben. Allerdings müssen die Entwickler der jeweiligen Software ihre DLL-Dateien digital signiert haben.

Der Nachteil ist: Benutzt du den Untrusted Mode, kann sich dein Trust Factor verschlechtern. Allerdings muss das nicht der Fall sein. Das Trust Factor-System lernt dazu und soll mit der Zeit immer besser darin werden, potentielle Cheats zu erkennen und den Trust Factor entsprechend anzupassen.

Übrigens können Spieler mit aktivierten Trusted Mode und Spieler im Untrusted Mode ohne Einschränkungen miteinander spielen.

Insecure Mode für alles andere

Manche Anwendungen werden aber auch im normalen Modus blockiert. Für Software, die keine digital signierten DLLs vorweisen kann, bleibt der unsichere Modus. Beim Verwenden von entsprechender Software wird CS:GO automatisch in diesem Modus gestartet. Er kann aber auch mit dem Startparameter „-insecure“ aktiviert werden.

Der Insecure Mode erlaubt Software jeglicher Art mit CS:GO zu interagieren. Aber in diesem Modus kannst du nicht online auf Servern spielen, die durch Valve Anti-Cheat (VAC) gesichert sind.

Was bringt die Unterteilung?

Der Trusted Mode erschwert weder die Entwicklung noch den Einsatz von Cheats. Sämtliche Betrugssoftware funktioniert nämlich weiterhin im Untrusted Mode, soll zukünftig aber schneller erkannt werden.

Stattdessen ist der Trust Factor der zentrale Punkt dieser neuen Maßnahme. Mit der Zeit entsteht eine immer größere Lücke zwischen sauberen und fragwürdigen Spielern.

Es gibt nun drei Modi, in denen CS:GO gestartet werden kann:

  • Trusted Mode: Blockiert sämtliche Drittanbieterprogramme, die mit CS:GO interagieren möchten.
  • Untrusted Mode: Software mit digital signierten DLLs darf mit dem Spiel interagieren.
  • Insecure Mode: Sämtliche Interaktionen mit CS:GO werden zugelassen. Spielen auf VAC-gesicherten Servern ist in diesem Modus nicht möglich.

Der Trusted Mode entfaltet seine Wirkung im Zusammenspiel mit dem Trust Factor, Overwatch, VAC und VACnet. Doch Valve lässt Alternativen offen, da Fremdsoftware, die mit dem Spiel interagiert, nicht zwangsläufig schlecht sein muss.

Inkompatible Software ausfindig machen

Falls bei dir nach dem Spielstart die Meldung “Attempts to launch CS:GO in Trusted Mode have failed.” auftaucht, dann gibt es offenbar ein Problem. Du befindest dich dann aber im Untrusted Mode und kannst trotzdem spielen. Nur besteht eben die Möglichkeit, dass dadurch dein Trust Factor sinkt.

Wenn du auf jeden Fall im Trusted Mode spielen willst, dann musst du die Ursache des Problems finden. Du kannst beispielsweise in der Log-Datei nachsehen, welche inkompatiblen Drittprogramme für die Fehlermeldung verantwortlich sind.

Wir empfehlen dir folgende Schritte:

  1. Schließe alle Programme (du musst sie nicht deinstallieren), die versuchen könnten mit CS:GO zu interagieren. OBS, MSI Afterburner, Riva Tuner oder FACEIT Anti-Cheat sind nur ein paar Beispiele dafür.
  2. Im Zweifelsfall findest du unter “\Steam\userdata\123456\730\local\cfg” („123456“ steht für deine Account ID) die Log-Datei namens „trustedlaunch.cfg“, die du mit einem Texteditor öffnen kannst. Dort werden die inkompatiblen Drittprogramme aufgelistet. Achtung: Falls dort der Windows Defender oder andere Antiviren-Programme aufgelistet werden, kannst du das im Normalfall ignorieren. Schutzsoftware für deinen PC solltest du nicht deaktivieren.
  3. Überprüfe die Spieldateien: In der Spielebibliothek Rechtsklick auf CS:GO -> Eigenschaften -> Lokale Dateien -> Integrität der Spieldateien überprüfen. Fehlerhafte Dateien werden dadurch automatisch gelöscht und neu heruntergeladen.

Solltest du versuchen inkompatible Programme zu starten, während CS:GO im Trusted Mode läuft, dann wirst du aus dem laufenden Match rausgeworfen und aufgefordert das Spiel neu zu starten. Dadurch entstehende Strafzeiten werden von Valve nicht zurückgenommen.

Benötigst du weitere Hilfe zu diesem Thema, dann nutze dafür am besten unser Forum.

Quelle: support.steampowered.com