de_waterfall

Angesiedelt in Kanada, dreht sich Waterfall um Anarchisten, die versuchen eine Residenz mit seltenen kulturellen Schätzen zu zerstören. Die thematisierten Kunstwerke sind aber nicht das einzige Schöne, das es in dieser Residenz anzusehen gibt.

Diese Map wurde 2016 zum ersten Mal im Steam Workshop veröffentlicht. Doch rückblickend war Autor morozov mit der Optik und auch mit dem Gameplay seines Werks nicht zufrieden und hat es mehrmals umgebaut. So gab es auch 2019 noch einmal große Veränderungen an Layout und Optik.

Ein Kunstwerk mit Kontrasten

Die Map spielt in einer durchaus interessanten Umgebung. Die Residenz befindet sich auf einem Berg und am T-Spawn hat man die Möglichkeit die Aussicht zu genießen. Dort befindet sich auch der namensgebende (und künstliche) Wasserfall.

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Aber noch wichtiger ist natürlich die Gestaltung der eigentlichen Map. Und die Optik ist durchweg hervorragend. In den Außenbereichen gibt es mit Felsen, Büschen, Pflanzen und kleinen Bäumen sowie Wiesen durchaus einiges an Natur. Zudem stechen die Häuserwände aus Backstein hervor. Am auffälligsten sind aber die abgerundeten Formen um Gebäude und Durchgänge herum. Diese ungewöhnliche Bauart war von Anfang an Teil von Waterfall.

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In den begehbaren Gebäuden wird der moderne Baustil konsequent fortgeführt, aber andere Farben bestimmen das Bild. Im Zentrum steht natürlich die Kunstausstellung, um die sich das Szenario dreht. Die dort ausgestellten Kunstwerke sind reale Bilder, die morozov mit Zustimmung der jeweiligen Künstler in seine Map integriert hat. Aber beispielsweise auch die ästhetischen Deckenlampen tragen zum passenden Ambiente bei.

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Die Untergrundwege stellen einen weiteren Kontrast zu den bisher angesprochenen Außen- und Innenarealen dar. Dort ist es nicht so sauber und es stehen unter anderem Kisten und Baumaterialien herum. Dieser industrielle Stil erstreckt sich auch über den Bombenplatz B und wirkt dabei durchaus wie ein echter Bestandteil des Gebäudekomplexes.

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Seit dem Release der ersten Version im Jahr 2016 hat sich die Optik der Map wesentlich verbessert. Insgesamt ist Waterfall nun sehr abwechslungsreich und vor allem detailreich gestaltet. Die verschiedenen Subthemen gehen wunderbar ineinander über, so dass nichts komisch wirkt.

Umbau mit Erfolg?

Waterfall hat mehrere Umbauten mitgemacht und ist jetzt eine ganz andere Map. Vor allem die Mitte war für morozov eine Problemzone und hatte zwischendurch sogar keinen direkten Zugang mehr für die CTs. Auch den namensgebenden Wasserfall im alten Layout prominent zu platzieren war nicht so einfach.

Mit etwas Hilfe von BubkeZ wurde aber schließlich eine Lösung gefunden und eine neue Mitte erschaffen. Diese hat es ziemlich in sich, denn sie erstreckt sich über mehrere Ebenen und verbindet die Routen dank mehrerer Zugänge auf komplexe Weise miteinander. Das ist fast schon zuviel des Guten.

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Die Vertikalität in der Mitte lässt sich übrigens auf die gesamte Map übertragen. Fast immer läuft man Treppen rauf oder runter, um an einen anderen Ort zu gelangen. Nur in seltenen Fällen sind die Höhenunterschiede extrem. Generell lockern sie das Layout auf und machen das Gameplay interessant.

Die beiden Bombenplätze spiegeln nicht nur den visuellen Kontrast innerhalb der Map wieder, sondern spielen sich auch etwas unterschiedlich.

Der A-Spot ist ziemlich offen gehalten. Hier kann man die Bombe so legen, dass sie von drei Seiten aus bewacht werden kann. Außerdem befinden sich auf dem Spot auch noch Holzkisten, die sehr anfällig für Wallbangs sind. Ein Retake kann sich hier vor allem in Unterzahl als enorm schwierig darstellen. Glücklicherweise sind aber die zusätzlichen Räumlichkeiten mit Fenster zum Spot hin entfernt worden.

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Einige Höhenmeter weiter unten, im eher industriellen Teil von Waterfall, liegt der Bombenplatz B. Dort gibt es diverse Kisten und anderen Objekte, die als stabile Deckung dienen und die Möglichkeit bieten relativ gut gedeckt die Bombe zu legen. Dieser Schauplatz ist etwas unübersichtlicher und mit geschicktem Movement können Gegner in die Irre geführt werden.

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Die weiter oben kurz angesprochene Mithilfe von BubkeZ führte auch dazu, dass die Timings verbessert wurden und die neue Version der Map einige Playtests durchlief, bevor sie veröffentlicht wurde. Das neue Layout bietet diverse Möglichkeiten für schnelle Rotationen, wovon vor allem die CTs profitieren.

Kunstgeschichte

Es gibt Waterfall übrigens nicht nur mit Bombenplätzen, sondern auch in einer Variante mit Geiselbefreiung. Dafür hat sich der Autor eine minimalistische Story einfallen lassen, in der die Geiselbefreiung sozusagen das Prequel zum eigentlichen Szenario darstellt.

Nach einem Notruf werden zuerst die Zivilisten aus der Residenz gerettet, bevor eine weitere Gruppe Terroristen mit Sprengladungen als Gefahr erkannt wird.

Die Geiselvariante hört auf den Namen “Residence Rescue”, basiert allerdings auf einer alten Version der Map. Es sind also deutliche Unterschiede zu erkennen und manche Bereiche der Map sind nicht zugänglich. Doch wer offen für Abwechslung ist, kann auch diese Variante von Waterfall ausprobieren.

Fazit zu de_waterfall

Die Map dreht sich um Kunstwerke, ist aber auch selbst ein Kunstwerk. Die Überarbeitungen haben die Map auf ein ganz neues Level angehoben und sie verdient jetzt absolut mehr Aufmerksamkeit.

Das Layout ist durchaus komplex und die neue Mitte wirkt etwas überladen. Wer nicht bereit ist sich darauf einzustellen, verpasst aber eine der besten Maps der letzten Jahre.

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Download: de_waterfall im Steam Workshop

Die Geiselbefreiungsvariante gibt es hier: cs_residence im Steam Workshop