de_rampart

Ein bisschen erinnert Rampart an die alten Call of Duty- oder Medal of Honor-Spiele mit Weltkriegsszenario. Schließlich dreht sich die CS:GO Map um eine am Pazifischen Ozean gelegene Bunkeranlage aus dem zweiten Weltkrieg. Diese birgt schreckliche Geheimnisse.

Auch Wolfenstein lässt grüßen

Für CS:GO ist das Szenario ungewöhnlich genug, so dass der Autor namens spa damit am “Exotic Places Mapping Contest” von MapCore teilgenommen hat.

Obwohl man von einer Bunkeranlage einen relativ eintönigen Look erwartet und die Map diese Vorstellung weitgehend erfüllt, gibt es doch genug visuelle Abwechslung. Außen bestimmt grauer Beton das Bild, wird aber vor allem durch rostiges Metall und Vegetation ergänzt. Und auch die Innenbereiche sehen schön alt aus.

de_rampart cs go

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Das Bunker-Szenario ist zudem eine gute Grundlage, um viele runde Formen einzusetzen. Und das wurde auch gut umgesetzt, so dass die im Prinzip einfache Architektur doch interessant genug aussieht.

Bei den Bombenplätzen war dem Autor Abwechslung wichtig. Sein Ziel war es, dass diese thematisch herausstechen und jeweils ihre eigene individuelle Note haben. So befindet sich Bombenplatz A in einem alten Forschungslabor, in dem an Supersoldaten geforscht wurde – hier lässt dann die Wolfenstein-Reihe grüßen. Auf Bombenplatz B wird dagegen eine Haubitze in die Luft gesprengt.

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Zwar kommt Rampart optisch nicht ganz an die Giganten aus besagtem Mapping Contest heran, es gibt aber auch nicht wirklich etwas auszusetzen. Vielleicht hätten in manchen Ecken noch ein paar Details reingepasst und am T-Spawn sollte man sich nicht umdrehen, um die Landschaft zu begutachten.

Insgesamt sieht die Map stimmig und glaubwürdig aus. Das liegt nicht zuletzt an den verdammt guten selbst erstellten Texturen, von denen der Autor als Übung für sich selbst möglichst viele erstellt hat. Zu den Eigenkreationen gehören auch ansehnliche Models, wie beispielsweise das Skelett des bereits angesprochenen Supersoldaten, alte Gewehre, die verschiedenen Geschütze, Metallplatten oder Felsen.

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Besser springen als faulen

Das Thema bestimmt das Layout. Das ist ein großer Pluspunkt, der bei anderen Community Maps leider allzu oft fehlt. Aber wichtig ist natürlich auch, dass sich die Map gut spielt.

Was das angeht sticht beispielsweise die Verbindung zwischen der A-Route und der Mitte heraus. Man kann durch ein kleines Gebäude zwischen den beiden Routen hin- und herwechseln, muss dafür aber zweimal springen. Und direkt am CT-Spawn gibt es noch so einen hohen Absatz. Elementare Laufwege mit einen Sprung auszustatten gehört eigentlich nicht zum guten Ton im CS:GO Level Design. Deswegen sind solche Hürden sicher ein Ärgernis für viele Spieler, aber gleichzeitig auch thematisch konsequent.

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Ein weiterer Weg zum Bombenplatz A beinhaltet einen schmalen Dropdown. Dieser wurde geschickt integriert und beinhaltet keine zusätzlichen Hindernisse. Eine ähnliche Spielerei gibt es auch noch in der Untergrund-Route, die zwischen der Mitte und der B-Route verläuft. Auch dort gibt es einen Dropdown, der aufgrund der Distanz zum Bombenplatz allerdings weniger relevant ist.

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Das Layout besitzt gut eingearbeitete Höhenunterschiede, die sich zum Teil auch in heiß umkämpften Arealen befinden. Das verleiht dem Gameplay ein gutes Maß an Vertikalität. Besonders hervor sticht der Bombenplatz A. Dort gibt es eine Grube sowie eine langgezogene Treppe, die zur oberen Etage führt. Es ist zudem möglich mit einer Sprungsequenz nach oben zu gelangen, was in manchen Situationen Zeit sparen kann.

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Beim Angriff auf den Bombenplatz B gibt es dafür eine “Merkwürdigkeit”, wie der Autor es selbst nennt. Dort befindet sich nämlich ein zerstörbares Holztor. Der Autor war sich von Anfang an bewusst, dass auch dieses Element umstritten sein kann. Aber scheinbar ist er zufrieden damit, denn es wurde nicht entfernt.

Fazit zu de_rampart

Diese Map hat es beim MapCore Mapping Contest 2019 nicht in die Top 10 geschafft. Unserer Meinung nach hätte sie das aber verdient.

Das Thema ist für eine CS:GO Map durchaus ungewöhnlich und bestimmt gleichzeitig auch das Layout. So eine Bunkeranlage hat eben ihre Eigenheiten. Die gelungene Umsetzung macht Rampart jedenfalls zu einer willkommenen Abwechslung.

Download: de_rampart im Steam Workshop