de_mutiny

Ahoi, meine Kameraden! Kommt mit auf eine abenteuerliche Reise zu einer vergessenen tropischen Insel. Früher war es die Heimat von Piraten. Heute versuchen Terroristen die verborgenen Schätze an sich zu reißen. Hoffentlich habt ihr euer Entermesser dabei! Also dann, setzt die Segel. Nächstes Ziel: de_mutiny.

Beute, Grog und Sechspfünder

Da haben sich TanookiSuit3, Huvaligen und JimWood ein durchaus exotisches und irgendwie auch witziges Setting ausgedacht. Ihrer Map verleiht das natürlich direkten Wiedererkennungswert: Es ist die Piraten-Map. Arr! Passend dazu kommen die Terroristen auf einem großen Holzschiff an, das mit Kanonen ausgestattet ist. Ein cooler Startplatz!

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Die verlassene Insel macht optisch schon was her und erfüllt ihre Aufgabe. Die Vegetation und das Moos verleihen den Häusern einen interessanten Look. Dadurch werden die ansonsten recht primitiv erstellten Häuser geschickt kaschiert. Ein bisschen Grünzeug wurde seit Release der Map aber auch wieder entfernt, um den Look sauber zu halten und die Sichtbarkeit zu verbessern.

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Neben kaputten und überwachsenen Häusern umfasst die Insel noch Felswände und einzelne markante Gebäude. Zum einen wäre da die große Gruft beim Bombenplatz A. Und die Kirche in der Mitte ist ein wunderbares Wahrzeichen, an dem sich Spieler orientieren können.

Natürlich finden sich auf der Map auch einige Objekte, die das Piratenthema stützen. Da wären beispielsweise Fässer mit Rum oder Schießpulver, Kanonen, ein Schiffswrack und kaputte Holzboote. Auch die Beleuchtung ist gut und die Soundkulisse passt, wodurch sich eine gelungene Atmosphäre ergibt.

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Da es die Map auf den dritten Platz beim Mapcore Mapping Contest 2019 / 2020 geschafft hat, sei uns an dieser Stelle aber auch etwas Kritik auf hohem Niveau erlaubt. Insgesamt wirkt das alte Piratendorf zu künstlich aufgebaut und damit etwas unglaubwürdig.

Mutiny hat sowohl ansprechende als auch visuell schwache Ecken. So ist das Wasser beispielsweise schön, aber beim Blick in die Ferne fallen die hässlichen und surrealen Berge auf.

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Es sind eben kleine Details, die bei näherer Betrachtung etwas negativ auffallen. Das Gesamtbild ist aber stimmig.

X marks the spot!

Mutiny nutzt das in Counter-Strike etablierte Drei-Wege-Prinzip ohne irgendwelche Experimente. Die Map spielt sich damit ziemlich gewöhnlich. Ob das gut oder schlecht ist, liegt wohl im Auge des Betrachters.

Die drei Autoren haben aber Wert darauf gelegt, dass sich die beiden Bombenplätze unterschiedlich spielen. Bombenplatz A liegt bei der Gruft und ist relativ offen gestaltet. Für die Angreifer ist es nicht ganz so einfach den Spot einzunehmen.

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Bombenplatz B ist sehr kompakt und liegt bei den Häusern. Vor allem Molotovs können hier sehr effektiv sein. Außerdem gibt es die Möglichkeit von der oberen Etage eines der Häuser Richtung Spot zu sehen. Eine durchaus starke, aber auch vorhersehbare Position.

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Zudem ist der Weg von der Mitte zur Plant Zone sehr kurz, aber gleichzeitig auch gut einsehbar. Das können sich sowohl Angreifer als auch Verteidiger zunutze machen.

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Wo wir schon bei der Mitte sind: Hier haben die CTs eine erhöhte Position mit etwas Deckung. Dank der direkten Verbindung zum Bombenplatz B kann beim Decken der Mitte aber auch etwas variiert werden.

Die einzige kleine Auffälligkeit am Layout von Mutiny ist der sehr verwinkelte Verbindungsweg zum Bombenplatz A. Die Winkel sind hier teilweise so extrem, dass man sich sehr weit drehen muss, um wirklich sehen zu können, ob in der entsprechenden Ecke nicht doch ein Gegner lauert. Dadurch, dass er nicht einsehbar ist, kann dieser Verbindungsgang im Verlauf einer Runde zu einem unbekannten Risikofaktor werden.

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Fazit zu de_mutiny

Ein unterhaltsames Setting mit gelungener Atmosphäre bildet den Rahmen von Mutiny. Nur die visuellen Details können nicht durchgehend überzeugen. Optisch ist die Map einigen ihrer Top 10-Konkurrenten aus dem Mapcore Contest hinterher. Das ist aber Kritik auf hohem Niveau, denn gut sieht sie allemal aus.

Der einfache Aufbau ermöglicht einen schnellen Einstieg, so dass man direkt Spaß haben kann. Mutiny ist klassisches Counter-Strike.

Download: de_mutiny im Steam Workshop