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Diese Map erschien zu einer Zeit, in der quasi keine anderen guten Maps für CS:GO veröffentlicht wurden. Grund dafür war, dass die meisten talentierten Mapper ihre Projekte für den MapCore Mapping Contest 2019 einreichen wollten, der allerdings erst Anfang 2020 endete. Dadurch wurde Golden unfreiwillig zu einem kleinen Hoffnungsträger in einer mageren Zeit. Aber kann die Map dieser Rolle gerecht werden?

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Schöne Ecken im Häuserdschungel

Der Autor KingOfCorn wollte das Flair der schwedischen Hauptstadt nach CS:GO bringen. Dabei ließ er sich speziell von den älteren Stadtteilen Stockholms inspirieren. Um das Stadtbild umzusetzen hat er extra eigene Models, Texturen und Decals erstellt.

Die Unterführung, in der die Terroristen starten, ist beispielsweise gut gelungen. Zwar relativ modern, aber doch irgendwie etwas dreckig. Diverse Graffitis, Plakate und herumstehender Müll “dekorieren” dieses Areal.

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Und vielleicht fallen in den Außenbereichen die abwechslungsreichen Bodentexturen nicht direkt auf. Aber unterbewusst wird die dadurch entstehende Variation positiv aufgenommen.

Obwohl die Optik also stellenweise glänzt, kann sie nicht vollständig überzeugen. Der Häuserdschungel wirkt manchmal etwas detailarm. Das merkt man beispielsweise, wenn man den Bombenplatz A im Gesamten betrachtet.

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So ein Häuserdschungel birgt ein hohes Risiko zu primitiv zu wirken. Zwar hat der Autor mit verschiedenen Farben gearbeitet und die Häuserwände mit ein paar Details verziert, aber er hätte im Detailgrad noch weiter gehen müssen. Inferno ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine Umgebung mit vielen Häusern trotzdem interessant aussehen kann.

Ja, der Vergleich mit einer offiziellen CS:GO Map ist immer ein bisschen unfair, weil dort natürlich mehrere Experten am Werk waren. Aber Golden schafft es leider nicht durchgehend die Immersion aufrecht zu erhalten. Manchmal sind es auch kleinere Dinge, wie z.B. unpassende Kisten, die das Stadtbild stören.

So spielt sich eine Altstadt

Allgemein ist Golden eine verwinkelte Map. Das fällt vor allem im Zentrum des Layouts auf. Folglich müssen Spieler immer gut auf Flanken aufpassen, was das Gameplay durchaus interessant hält.

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Die meisten Begegnungen sind also auf kurze oder mittlere Distanz. Das macht es schwerer die Map zu kontrollieren. Im Prinzip ist A-Lang das einzige Areal, in dem es zu Feuergefechten auf lange Distanz kommen kann.

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Andernorts gibt es eben viele Ecken, hinter denen ein Gegner lauern kann. Etwas vertieft wird das beispielsweise beim Bombenplatz A, wo es ein Fenster gibt, das in erster Linie eine Route zum Spot bildet. Je nachdem wo genau die Bombe gelegt wurde, kann das Fenster mit seiner beschränkten Sicht auf den Bombenplatz aber auch ein guter Ort zur Verteidigung sein.

Desweiteren gibt es eine kurze Route Richtung Bombenplatz B, die aber einen Boost voraussetzt. Eine kleine Feinheit, die das Gameplay ein Stück weit beeinflusst. Die Bombenplätze selbst bieten übrigens genug Deckung, um die Bombe relativ sicher legen zu können.

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Fazit zu de_golden

Das schwache Jahr 2019 konnte Golden nicht retten. Das klingt aber negativer, als es eigentlich gemeint ist. Denn insgesamt ist es eine ordentliche Map, in die sichtlich viel Arbeit gesteckt wurde.

Download: de_golden im Steam Workshop