cs_tori

Der deutsche Mapper Ringel hat mit cs_tori sein bisher umfangreichstes Werk für CS:GO veröffentlicht. Die Map sei ohne Referenzen aus dem Kopf heraus entstanden und hat fast 900 Arbeitsstunden in Anspruch genommen. Ob sich das Ergebnis sehen lassen kann?

Japan oder so!?

Professionelle Mapper arbeiten mit Referenzbildern oder Artworks, damit ihr Werk glaubwürdig wirkt bzw. zum grafischen Stil des Spiels passt. Dieses Vorgehen empfiehlt sich entsprechend auch für Hobby Mapper. Doch Ringel wollte bei seiner Map cs_tori frei arbeiten und hat alles aus dem Kopf heraus gemacht.

cs_tori cs go

Zwar ist die Vorstellungskraft des Menschen groß, aber eine Map ohne Referenzbilder zu bauen, ist gar nicht so einfach. Trotzdem ist es Ringel scheinbar irgendwie gelungen. Es gibt wirklich schöne Ecken auf seiner Map. Beispielsweise hat er im Außenbereich ansehnliche Felsformationen erschaffen.

Positiv fallen auch die detailliert gestalteten Areale auf, die gar nicht betretbar sind. Dadurch erscheint die virtuelle Umgebung noch größer und realistischer. Allerdings könnten diese Areale manchmal sowohl visuell als auch auf dem Radar besser abgegrenzt sein, so dass auch neue Spieler direkt wissen wo sie durchgehen können und wo nicht.

cs_tori cs go

Wirklich negativ fallen eigentlich nur vereinzelt unsaubere Übergänge oder eine unglückliche Texturwahl auf. Aber das könnte noch relativ unkompliziert behoben werden.

Idealerweise erzählt eine Map mit ihrer Optik eine Geschichte. Da Ringel aber ohne Grundlage gearbeitet hat und sich durch ein Thema nicht in seiner Kreativität einschränken lassen wollte, ist bei cs_tori kein klares Thema erkennbar. Die Map sieht aber so aus als würde sie in Japan spielen.

Er hatte einen Vogel

Die japanischen Stilelemente waren aber nur ein Grund, warum Ringel die Map während der Entwicklung von cs_crystal in cs_tori umbenannt hat. Der andere Grund war das Layout. Eine frühe Konzeptzeichnung des Layouts sah ein bisschen aus wie ein Vogel und „Tori“ ist das japanische Wort dafür.

cs_tori cs go

Beschäftigen wir uns also kurz mit den Eigenheiten dieses vogelartigen Layouts. Die Idee dahinter ist, dass die Rettungszone nicht am CT-Spawn liegt. Außerdem gibt es für die Terroristen zwei Routen dorthin, jedoch können die CTs diese Laufwege relativ gut sehen. Diese Änderung soll das Gameplay des Geiselbefreiungsmodus etwas interessanter machen.

Wie vom Autor gewollt hat die Map eine gewisse Komplexität. Das soll mehr spielerische Möglichkeiten eröffnen. Man muss dafür aber zunächst ein paar Runde darauf spielen, bevor man sich einigermaßen zurechtfindet.

cs_tori cs go

Die experimentierfreudigkeit des Autors erkennt man beispielsweise auch an der „One Way Door“ im Innenbereich. Besagte Tür kann nur von einer Seite aus geöffnet werden und schließt sich nach wenigen Sekunden wieder von selbst. Was wie der bekannte „One Way Drop“ auf anderen Maps wie z.B. Cobblestone funktionieren soll, erweist sich beim Spielen leider als unpraktisch. Außerdem kommen die Bots in CS:GO mit sowas nicht wirklich klar.

Fazit zu cs_tori

Wenn cs_tori tatsächlich nur aus dem Kopf heraus gebaut wurde, dann ist das Ergebnis eine durchaus beachtliche Leistung. Die Map hat noch ein paar kleine Makel bei Optik und Gameplay, die sich aber mit einem Update beheben ließen. Wir sprechen an dieser Stelle eine klare Download-Empfehlung aus – vor allem für Spieler, die gerne auch mal das Geiselbefreiungsszenario spielen.

Download: cs_tori im Steam Workshop