de_gwalior – UT trifft Indien

de_gwalior map reviewUnreal Tournament trifft Indien, und das in Counter-Strike! Hört sich komisch an? Ist es aber nicht, denn de_gwalior für Counter-Strike: Global Offensive (CS:GO) ist eine Map, die es in sich hat – sowohl optisch als auch spielerisch. Das unverbrauchte und wunderschöne Setting zieht die Blicke geradezu auf sich.

de_gwalior – Map Review

“Der Wind weht. Es ist heiß. Aus der Ferne hören wir den Straßenlärm der zusammen mit dem Ticken der gelegten Bombe eine schöne Melodie in unsere Köpfe zaubert.” – Was?!

Preisfrage: Welcher Mapper hat uns vor nicht ganz zwei Monaten eine der Hammer-Maps für Counter-Strike: Global Offensive (CS:GO) geliefert und holt erneut zum Schlag aus? – Keine Ahnung? – Okay dann anders gefragt: Welcher Mapper schafft es in nicht mal einem Monat eine Map aus dem Boden zu stampfen, die ihres gleichen sucht?

Es klingelt immer noch nicht? Die Rede ist von FMPONE. Nachdem bereits seine letzte Map cs_museum viele Spieler in völlige Extase versetzte (optisch wie spielerisch), hat er jetzt den nächsten Angriff auf unsere FPS gestartet.

Genug um den heißen Brei herum geredet, ich präsentiere euch: de_gwalior!

de_gwalior a-spot

Grafik

Als ich die ersten Screenshots der Map in einem Forum sah, blieb mir fast der Atem weg. Selten sieht man eine Custom Map, die nicht nur Optisch sehr gut aussieht, sondern auch soviel eigenen Content hat, dass es ein komplett neues Setting ergibt.

Damit sind wir auch schon beim ersten Stichwort – dem Setting. Die Map spielt in Indien, oder genauer gesagt im historischen Fort Gwalior. Dieses wurde im achten Jahrhundert erbaut und hatte dank seiner Lage enormen Einfluss auf die indische Geschichte.

de_gwalior cs go

de_gwalior realer schauplatz

Der Detailgrad, der in der Map vorherrscht, ist nahezu unglaublich. FMPONE hat hier in Zusammenarbeit mit dem 3D-Artist Kikette in nur einem Monat eine Optisch mehr als beeindruckende Map geschaffen, die den Charme des Originals perfekt einfängt.

Da es sich hierbei um eine Map für Counter Strike: Global Offensive (CS:GO) handelt, mussten natürlich einige Änderungen des Originalschauplatzes gemacht werden. So gibt es jetzt eine Art Kanalisation unter dem Fort. Das mag, von einem logischen Standpunkt aus betrachtet, nicht viel Sinn ergeben, fügt sich aber prima in das Gesamtbild ein und die Map wirkt trotzdem sehr homogen.

Layout

Mein erster Gedanke als ich die Map gesehen habe? – “Hier ein Walljump, dann da die Armor abholen und… falsches Spiel!” Auf den ersten Blick hat mich die Map mit ihren teilweise irren Höhenunterschieden sehr stark an meine alte UT-Vergangenheit erinnert – die Optik hat dann ihr übriges dazu beigetragen.

de_gwalior mitte

Auf den zweiten Blick zeichnet sich allerdings eine andere Version der Karte in meinem Kopf. Die Map ist unglaublich durchdacht! Die horrenden Höhenunterschiede sind bis auf ein paar Ausnahmen eigentlich nur bedingt wichtig. Ja, auf der Map wird es sehr viele vertikal ausgetragene Feuergefechte geben. Das meiste wird sich aber auf einer Ebene abspielen. Warum also die Unterschiede? Auf diese Frage wird es mehrere Antworten geben:

de_gwalior layout

Man grenzt sich damit von Maps wie de_dust2 oder de_inferno ab. Keine der Maps bietet ein annähernd ähnliches Gameplay wie de_gwalior. Dabei spielen zum einen die Feuergefechte über teilweise zehn Höhenmeter Unterschied eine Rolle, zum anderen die Timings. Durch geschicktes Wechseln der Ebenen gelangt man sehr schnell durch die Map – und taucht an Stellen auf, wo der Gegner es nicht unbedingt erwartet hätte. Ein weiterer Punkt ist der “Vertigo-Effekt”: Die Map ist von ihren eigentlich Abmessungen in der Fläche nicht sonderlich groß, durch die vielen Ebenen die aber unter- und über- einander verlaufen relativiert sich das wieder.

Vielen wird das besonders auf dem B-Spot auffallen. Hier kommen die Terrors entweder von unten oder von oben – die Verteidiger stehen dabei entweder auf der mittleren Ebene oder ebenfalls ganz oben.

Vieles von dem was sich der Mapper hier hat einfallen lassen wird den meisten erst auf den zweiten Blick auffallen. Kleines Beispiel gefällig? Wem wären DIREKT diese Löcher zwischen den Brettern aufgefallen, durch die man in den Kanal schauen kann?

de_gwalior custom map

Oder wie stehts mit dem “Sprungweg”, bei dem man schnell auf den Verschiebe-Weg kommen kann?

de_gwalior cs go custom map

Fazit

“Hui, was für eine Fahrt” – de_gwalior ist definitiv eine der Anwärterinnen darauf DIE nächste Competitive Map zu werden. Nicht nur weil sie optisch und spielerisch durchaus das Zeug dazu hat. Sie ist auch Teilnehmer am CEVO Mapping Contest. Was mich für den Ersteller der Map fast noch mehr freuen würde, wäre wenn Valve ein Einsehen hat und ihm einen Job geben oder ihm die Map einfach abkaufen würde.

Ich kann euch nur raten: Workshop auf – Map abonnieren – und zocken! de_gwalior hat das Zeug dazu euch mehr als nur eine unvergessliche Runde zu spendieren! ;)

de_gwalior Download

Die Map gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen: In der normalen Version und als abgespeckte SE-Version.
de_gwalior: Standardversion herunterladen
de_gwalior_se: SE-Version herunterladen

  • 17.04.2013 um 11:25
CS:GO Mapping Tutorial - Brushwork de_prodigy_csgo Video Walkthrough