cs_mitsumedori – Sci-Fi Japan in CS:GO

cs_mitsumedori cs go custom mapIn diesem Review werde ich euch cs_mitsumedori für Counter-Strike: Global Offensive (CS:GO) vorstellen – eine Map mit Geschichte! Gleich mal vorneweg – ich hatte beim Schreiben einen kleinen Nostalgie-Anfall – es sei mir bitte verziehen.

Hachja, das waren noch Zeiten. Viele werden es nicht miterlebt haben, viele werden es nicht mitbekommen haben, wieder andere hat es einfach nicht interessiert. Aber es gab eine Zeit, die ich liebe voll „die große Zeit der Source Mods“ nenne. Hier enstanden große Mods, zum Beispiel: Smashball, Zombiepanic: Source, Insurgency aber auch eine sehr ambitionierte Mod namens Neotokyo.

Diese Mod verband alles was sich ein Spieler wünschen konnte: für damalige Verhältnisse gute Grafik, ein solides, auf Klassen basierendes Gameplay, ein unverbrauchtes Setting und einen lustigen Spielmodus. Neotokyo hatte nur ein Problem – es ist viel zu spät erschienen. Die Spieler waren weg. Counter-Strike: Source befand sich schon jenseits seines Zenits und Spiele wie Dota und Co. domminierten den Markt. Jetzt hat sich einer der früheren Entwickler aufgemacht einen Teil des verblassten Ruhms einzufangen und wieder auferstehen zu lassen. Ich präsentiere: cs_mitsumedori.

Grafik

Eins Vorweg: Ich mag den Anime-Artstyle von Neotokyo, der Stil hat etwas an sich, was man so nicht oft sieht in westlichen Spielen. Deshalb beginne ich erst einmal mit dem Positiven. Die Map hat ein für CS:GO einzigartiges Setting. Es gibt einfach keine Map, die sich zeitlich und geographisch so platziert hat. Dafür auf jeden Fall schon einmal mehr als nur einen Daumen nach oben.

cs_mitsumedori custom map cs_mitsumedori custom map

Die Map ist wunderbar umgesetzt und strotz nur so von kleinen Details, welche die Map beleben. Durch das sehr schön schräg einfallende Licht scheinen hier und da immer wieder Werbetafeln und farbige Lichter ins Auge des Spielers. Man kann auf dieser Custom Map fast alles finden, was in einen fiktiven Stadtteil eines Zukunfst-Tokyo gehört: Wohnhäuser, asiatische Nahrungsmittelautomaten, “Idols” die uns von oben herab mit Kulleraugen irgendwelche Dinge schmackhaft machen wollen und einen kleinen Stand, an dem es anscheinend Sushi zu kaufen gibt.

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s_mitsumedori custom mapWas natürlich jedem ins Auge springen dürfte sind die ungewöhnlichen Fahr- und Flugzeuge. Diese stammen wie auch der Rest der Assets aus der Neotokyo Mod. Diese sind schön designed und passen sehr gut zum Rest der Map. Allerdings bringen mich diese Models auch zu meinem größten Minuspunkt: Man sieht den Assets leider all zu oft an, dass sie eigentlich für eine andere, ältere Version der Source Engine erstellt wurden. Die Auflösung der Texturen ist recht grob und der Detaigrad relativ gering – sie wirken in der sonst so wunderschönen Map fast ein bisschen antiquiert.

Layout und Gameplay

Wie wahrscheinlich vielen anderen CS-Spielern geht es mir so, dass ich Geiselbefreiung als Spielmodus eigentlich nicht mag. Nicht das ich etwas gegen Geiselbefreiung hätte – aber im Gegensatz zu den Bomb Maps müssen die Terroristen meistens nur einen sehr kleinen Bereich abdecken, um die Runden zu gewinnen. Das hat auch Valve erkannt und versucht den CS-Modus von CS:GO zu verbessern. Ich schreibe hier bewusst “versucht”, da es meiner Meinung nach nur teilweise geklappt hat. Auf Maps wie Italy funktionieren die Änderungen wunderbar und die Map macht soviel Spaß wie noch nie. Auf Militia sieht das dagegen schon ganz anders aus (wer die Map schonmal im 5on5 Matchmaking gespielt hat weiß wovon ich rede).

cs_mitsumedori custom map

cs_mitsumedori custom mapDer Entwickler von cs_mitsumedori hat sich das selbe gedacht wie ich bei meiner Minimetzel Map und einfach eine kleine aber tolle Änderungen an seiner Map und deren Spielmodus vorgenommen: Es gibt nur eine Geisel und diese spawnt bei den Counter-Terroristen. Durch das Layout der Map müssten die Verteidiger zuviele Bereiche abdecken, als das man hier einfach campen könnte. Die Terroristen werden so gezwungen immer wie zu rotieren und in Bewegung zu bleiben. Das letzte was ich der Map auf jeden Fall zugestehen muss ist die absolut super gelungene Platzierung von Deckung. Auch auf den teilweise recht breiten Straßen gibt es immer etwas um in Deckung zu gehen. Sehr gut gelöst und macht einen Haufen Spaß.

Fazit

So sollte Geiselbefreiung sein! Valve könnte sich hier mal ein ganzes Stückchen abschneiden und versuchen es in Ihre Maps zu integrieren. Die Map spielt sich um einiges flüssiger als jede andere CS-Map, und dies hat mehrere Gründe: Das Layout zwingt zur Dynamik, super platzierte Deckung und den Spielmodus so umgebaut wie er eigentlich sein sollte. Beim Spielen denken wahrscheinlich viele alte Hasen erstmal an den mittlerweile relativ unbekannten VIP-Modus. Diesen kann ich aber nur sagen, dass dies nur teilweise richtig ist: Es gibt zwar nur einen, der das Ziel erreichen muss, allerdings kann dieser unterwegs gerne mal das zeitliche segnen und von jemand anderem ersetzt werden. Außerdem kann der Geiselträger auch mehr als nur eine Pistole mit sich führen.

Für die unter euch, die Neotokyo auch noch kennen: es ist ein kleines Easteregg auf der Map versteckt – mal schauen wer es von euch findet.

Abschliessend bleibt mir nur zu sagen: Super Map, super Design, absolut empfehlenswert!

cs_mitsumedori Download

cs_mistumedori findet man natürlich im CS:GO Workshop: Download

  • 11.12.2013 um 20:53
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