de_reef – tödliche Idylle

de_reef custom map cs goPreisfrage: Was haben Katzenfutter und Hammer Maps gemeinsam? Die Antwort: Eigentlich nichts, aber aus Katzenfutter können super Counter-Strike Maps entstehen. Wer sich jetzt – zu Recht – fragt was mit mir falsch läuft, der kann sich gerne mal die Maps des Users „Catfood“ anschauen. Dieser lieferte nämlich schon zu Counter-Strike: Source Zeiten spaßige Maps mit schöner Optik ab. Nach einigen Portierungen seiner alten Maps für Counter-Strike: Global Offensive (CS:GO) und einem Ausflug zu den Ratten-Maps hat er jetzt eine wunderbare neue Custom Map veröffentlicht: de_reef. Eine tödliche Idylle!

Die Optik

Ja, Catfood ist ein Custom Content Junky. Er hat schon immer viele selbst erstellte Models und Texturen in seinen Maps verbaut. Mit de_reef schießt er den Vogel aber direkt mehrmals ab. Optisch gibt es keine Map, die de_reef auch nur im entferntesten ähnelt: Ein malerisch an der Küste gelegenes, buntes Dorf, welches gerade in den Abendstunden einen ganz eigenen Charme versprüht – solch einen wunderbaren Anblick hat man selten in CS:GO Custom Maps.

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Die bunten Häuser mit ihren selbst gemachten Texturen und leuchtenden Fenstern sind wirklich eine willkommene Abwechslung zu den sonst so grauen Maps – in jüngster Zeit scheinen viele Mapper auf diesen Geschmack gekommen zu sein, so knallig waren Custom Maps schon lange nicht mehr. Alles auf der Map ist stimmig und passt zusammen – die Details sind liebevoll umgesetzt, egal ob man sich hier den kleinen Fischmarkt oder die angespülte Wassermiene anschaut – alles passt, alles gefällt. Zum sehr guten Gesammteindruck der Map trägt auch die Lichtstimmung einiges bei. Den Leuchtturm, der von der untergehenden Sonne sanft erleuchtet wird, könnte man so fast in eine Kunstgalerie hängen.

Das Gameplay

Neben dem Augenschmaus hat de_reef noch solides Gameplay zu bieten. Währen sich Catfoods ältere Maps eher wie große Funmaps spielen, ist de_reef komplett durchdacht und auf Teamplay ausgelegt. Im Unterschied zu „normalen“ Maps spielt sich de_reef allerdings erfrischend anders. Die Map ist auf der einen Seite sehr kompakt, durch ihre Höhenunterschiede und Verbindungswege ergibt sich aber ein sehr komplexes Layout mit vielen Möglichkeiten für Angreifer wie Verteidiger – ich nenne das mal den Vertigo oder auch Gwalior Effekt.

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de_reef custom map cs go Catfood legt bei seiner neuesten Map viel Wert auf das Zusammenspiel zwischen den Spielern und den Einsatz von Granaten. Wenn die Angreifer sich auf einen Weg versteifen oder die Verteidiger sich nicht Absprechen werden beide die Runde schneller verlieren als sie „Oh scheiße, da kann man ja auch rauskommen“ sagen können. Auch wenn die Spots auf den ersten Blick sehr geradlinig wirken, gibts es für jeden Kniffe wie man schnell Positionen verschieben und Gegner ins Kreuzfeuer nehmen kann. Ohne zu viel verraten zu wollen – am besten man schaut sich die Map selbst sehr genau an – sage ich mal folgendes: Der A-Spot hat mehr als nur eine Ebene und man sollte sich beim B-Spot auch mal zum Leuchtturm umdrehen.

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Fazit

Mit de_reef liefert Catfood sein Meisterwerk ab – die Map ist optisch wie spielerisch wunderbar gelungen und es gibt nicht viele Maps, die mit de_reef in einer Liga spielen. Ich kann nur jedem empfehlen sich die Map einmal selbst zu Gemüte zu führen – am besten mit Freunden im TS, ohne wird man nur halb so viel Spaß haben.

de_reef Download

Natürlich findet man auch de_reef im CS:GO Workshop: Download

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  • 29.09.2013 um 17:50
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