de_import – das neue de_port?

de_import cs goLange ist es her, da erschien im Jahre 2005 eine neue Map für Counter-Strike: Source namens de_port. Jetzt – neun Jahre später – bekommt mit de_import das nächste Hafengebiet zwei Bombenplätze verpasst, aber dieses mal in Counter-Strike: Global Offensive (CS:GO). Neben den Ähnlichkeiten der Maps zeige ich natürlich auch die Unterschiede und vor allem was de_import besser macht als das dicht am Wasser gebaute Original.

Der erste Unterschied ist relativ eindeutig: Die Karte de_port stammt von Valve, de_import von den beiden bekannten Mappern „The Horse Strangler“ und „HoliestCow“ – an dieser Stelle erstmal ein Applaus für die Nicknames der beiden. Wieso ich „bekannt“ schreibe? Die beiden haben schon letztes Jahr mit de_blackgold eine richtig schöne Map abgeliefert.

de_import cs go

Gelber Hafen

Die Grafik ist relativ schnell beschrieben: „Sieht aus wie von Valve.“ – soll heißen, die Map braucht sich auf keinen Fall vor den offiziellen Maps zu verstecken. Im Gegenteil: In manchen Bereich könnten sich die Entwickler bei Valve ruhig etwas abschauen. Hier gleich mal eine kleine Besonderheit der Map: Vielleicht ist dem einen oder anderen aufgefallen, dass das Overview der Map um 45° gedreht ist. Der einfache Weg dies zu erzeugen wäre gewesen einfach das Overview um 45° zu drehen und das ganze in der Layout-Datei zu vermerken. Die Entwickler gingen aber nicht den einfachen weg! Nein, sie gingen den steinigen Weg aus der Hölle! Die ganze Map ist komplett im 45° Winkel gebaut. Wenn schon mal jemand den Map-Editor offen hatte und angefangen hat Brushes und Models in diesem Winkel anzuordnen der weiß, was das hier für eine Leistung ist.

Damit aber nicht genug der Extravaganz! Die Wasserpfützen, welche sich überall in der Map befinden, wurden nicht einfach wie in den Valve Maps (und eigentlich allen anderen auch) durch Models oder zwei Brushes erzeugt. Nein, hier ist eine neue Technik zum Einsatz gekommen. Es handelt sich um Displacements, die aus trockenem und nassem Beton bestehen. Wer sich das doch relativ komplexe Verfahren erklären lassen will versucht es am besten bei Mapcore.org – dort trifft man die beiden Entwickler am häufigsten an!

de_import cs go de_import cs go

Nicht direkt auffallend, aber deshalb nicht weniger schön ist die Skybox. Man merkt, dass sich die Entwickler hier die Kritik an ihrer letzten Map zu Herzen genommen haben. Die Map sieht im spielbaren Bereich genauso gut aus wie im micht begehbaren Bereich.

Mittendrin statt nur dabei

Das Layout bietet eine Besonderheit, die nicht direkt auf den ersten Blick auffällt. Die Verteidiger starten quasi mittig in der Map. Dass unsere M4-Anhänger zwischen den beiden Bombenplätzen starten ist normal. Dass sie aber wirklich fast genau im Zentrum der Map ihr virtuelles Leben beginnen, ist ungewöhnlich.

Um diesen Vorteil auszugleichen wurden den Angreifern Routen auf den Flanken der Map gegeben. Diese sind schneller erreichbar und balancieren so den Vorteil der CTs wieder aus, was zu einer angenehm „gebalanceten“ Map führt.

de_import layout

Die beiden Mapper haben es geschafft der Map einigen frischen Wind einzuhauchen. Das schaffen sie durch gut platzierte Höhenunterschiede und Engpässe, an denen es fast immer zu Feuergefechten kommt. Hierbei hat es mir besonders die B-Route angetan.

Fazit

Mit de_import gibt es wieder einen heißen Kandidaten für die nächste Operation. Wer also seinen Gegenspielern einen Schritt voraus sein will, sollte mal den ein oder anderen Blick auf die Map werfen. Optisch und spielerisch wurde hier alles richtig gemacht! Durch die kleinen Feinheiten, die meist nur anderen Mappern auffallen, haben HoliestCow und The Horse Strangler ihre Map zu einem Gesamtkunstwerk gemacht, wie es leider nicht all zu viele gibt.

de_import cs go

de_import Download

Zum Hafen geht es hier lang: Download

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