Operation Hydra – Hat sich das Warten gelohnt?

Ach ja, was habe ich mich gefreut als am 23. Mai Operation Hydra endlich das Licht der Welt erblickte. Schließlich war es eine ganze Ewigkeit her seit Operation Wildfire seine Pforten schloss und uns in einem Zustand der Ohnmacht und des quälenden Wartens zurückließ. Endlich konnte ich wieder eine Operation in meinem geliebten CS:GO spielen.

Jetzt ist es bereits ein paar Wochen später. Der anfängliche Operation-Hype ist so langsam verflogen und jeder hatte nun Zeit sich alle neuen Features in Ruhe anzugucken. Jetzt stellt sich so langsam die Frage die sich jeder Counter-Strike Spieler im Laufe einer Operation stellt. War es das lange Warten wert? Mit dieser Frage möchte ich mich hier nun einmal näher beschäftigen. Es ist also Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Für mich besteht eine gelungene Operation immer aus drei Eckpfeilern: Maps, Missionen und neue Modes/Features. Diese drei Eckpfeiler werde ich mir nun einmal genauer anschauen.

Die Maps – Was gibts neues?

Maps gab es dieses Mal wieder reichlich: Sieben Stück an der Zahl. Neben vier neuen Maps, namentlich Thrill, Austria, Shipped und Lite, wurden wir auch mit drei Maps aus früheren Operations versorgt, nämlich Agency, Blackgold und Insertion.

Alles in allem finde ich die Mapauswahl dieses Mal sehr gelungen. Während es schon öfter mal Operations gab wo mir die Mapauswahl gar nicht gefallen hat (bei Operation Wildfire haben mir bspw. nur Tulip und Santorini einigermaßen gefallen) gibt dieses Mal kaum Maps die mir gar nicht gefallen. Allen voran gibt es jedoch eine Map die in mir Albträume und Würgereize auslöst, doch dazu später mehr.

Von den ganz neuen Maps finde ich alle gelungen. Vor allem Thrill und Lite haben bei mir schon für einige Stunden an Spielspaß gesorgt. Auch Shipped und Austria spielen sich ganz spannend und sorgen für etwas frischen Wind in den doch so langsam ziemlich eingestaubten Active Duty Mappool. Das einzige, womit ich mich noch nicht angefreundet habe, sind die Timings auf Austria, welche vor allem auf dem B-Spot doch ziemlich kaputt wirken.

de_thrill

Dazu kommen noch die oben bereits erwähnten „Klassiker“ Agency, Blackgold und Insertion. Zu Agency kann man gar nicht viel sagen. Es ist eine hübsch designte Geiselmap, welche sich wahrscheinlich besser spielt als alle Geiselmaps, die Valve sonst so zu bieten hat. Trotzdem stört mich etwas an der Map bzw. an der Auswahl dieser Map. Wenn man sich ältere Operations mal näher anschaut, wird einem auffallen, dass Agency bereits erstaunlich oft in ihnen vertreten war. Um es konkreter auszudrücken: Mittlerweile haben wir bereits die achte Operation und Agency war schon in ganzen vier von ihnen vertreten. Statistisch gesehen war Agency damit in jeder zweiten Operation drin und damit häufiger vertreten als jede andere Map.

cs_agency cs go

Da die Map sich immer noch größerer Beliebtheit erfreut, verstehe ich nicht, warum Valve sich nicht einfach mal einen Ruck gibt und Agency fest ins Spiel übernimmt, wie es auch mit Cache seinerzeit gemacht wurde. Gerade da der Geisel- und Reservemappool nicht sonderlich viel zu bieten hat, wäre das mal ein guter und konsequenter Schritt seitens Valve. Der einzige Grund, den ich mir zusammenreimen kann, warum wir Agency immer noch nicht fest im Spiel sehen ist, dass Agency eine ziemlich gute Backup-Map ist, wenn sich keine neuen, guten Geiselmaps im Workshop finden lassen. Dieses Argument würde ich aber trotzdem nicht durchgehen lassen, da mit Concert durchaus eine gute Geiselmap bis zur angegeben Deadline fertig war. Doch da hatte Valve wohl zu viel Angst vor dem Setting der Map…

Blackgold ist ebenfalls eine solide Map, welche durch ihre vielen Off-Angles doch etwas verwirrend sein kann. Sie hat sich schon zu Operation Breakout recht solide gespielt, jedoch gäbe es meiner Meinung nach deutlich bessere Operation-Maps die man hätte zurückbringen können. Ich persönlich hätte mich z.b. deutlich mehr über ein Comeback von Zoo, Resort oder Workout gefreut.

de_blackgold cs go custom map

Ich hatte vorhin eine Map erwähnt, die mir Albträume und Würgereize bereitet. Bei der Map handelt es sich um den dritten „Klassiker“, den wir wieder begrüßen durften: Insertion. Mein Hass auf diese Map ist unbeschreiblich. Eine Armee von 1000 Dichtern könnte nicht beschreiben, was ich empfinde wenn ich an diese Map denke. Ich hatte meine so ziemlichen schlimmsten CS:GO Traumatas auf dieser Map erlebt, als sie vor langer Zeit in Operation Breakout vertreten war. Viele Psychologen meinen, dass eine Konfrontationstherapie gegen sowas hilft, doch ich werde alles versuchen, um diesen Schritt zu umgehen. Auch wenn mein Hass auf diese Map unendlich groß erscheint, versuche ich mich mal diplomatisch auszudrücken: Es ist ein interessantes Konzept, welches aber einfach nicht funktioniert.

Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass die Mapauswahl dieses Mal ziemlich gelungen ist. Bis auf Insertion ist kein Totalausfall dabei und alle Maps spielen sich verhältnismäßig frisch und angenehm. Wie immer sollte man nicht erwarten, dass man hier die nächste große Competitive-Map findet (dafür ist die Community viel zu engstirnig). Aber ein paar spannende und abwechslungsreiche Runden sind garantiert. Ich störe mich nur immer noch ein wenig daran, dass so viele alte Maps zurückgekommen sind und dafür spannende Maps wie bspw. Waterfall es nicht reingeschafft haben.

Meine Ideallösung hierfür wäre, dass Valve neben dem Operation-Mappool (der dann nur aus neuen Maps besteht) einen zweiten, rotierenden Mappool hinzufügt, in dem sich dann ein paar alte Klassiker tummeln. Diese könntd dann auf wöchentlicher Basis wechseln. So könnte man gleichzeitig neue unbekannte Maps ins Spiel hinzufügen und hätte trotzdem noch etwas für die Nostalgiker, die ihre Lieblingsmaps von früher nochmal erleben wollen. Zu dieser Lösung wird es wahrscheinlich nie kommen, aber man wird ja wohl noch träumen dürfen..

Die Missionen – Ein Schritt zurück?

Seit längerer Zeit haben sich auch Missionen zu einem festen Bestandteil einer Operation gemausert. Auch wenn es schon einige ziemlich frustrierende Missionen gab, bin ich generell ein Fan von ihnen. Sie zwingen einen das Spiel auf verschiedene Weisen zu spielen und verschiedene Waffen, Maps und Spielstile kennenzulernen. Außerdem schlägt da wieder mein altes Sammlerherz zu, welches mich dazu zwingt jede Münze auf die höchste Stufe aufzuwerten bevor es Ruhe gibt. Daher sind die Missionen für mich ein Muss.

Dieses Mal hat uns Valve allerdings nur mit einer Reihe von Guardian Co-op-Missionen beglückt. Diese haben mir schon früher immer ziemlich gut gefallen. Nun sind die Co-op-Missionen allerdings die einzigen Missionen, die wir machen können. Das finde ich ein wenig schade, da die Missionen leider immer nach dem gleichen Schema ablaufen. Man steht auf einem Bombenspot und die Missionen lauten immer: „Töte X Anzahl Terroristen mit Waffe Y“. Auch wenn das Konzept an sich recht spannend ist, ist es auf Dauer auch etwas eintönig.

operation hydra campaign missions

Dazu kommt auch, dass je nach Schwierigkeitsgrad der Mission, die Bots teilweise lächerlich präzise werden. Ab einem gewissen Punkt drücken sie Headshots, die jeden Pro-Spieler vor Neid erblassen lassen. Während das immerhin dafür sorgt, dass sich die Missionen nicht mal so nebenbei bewältigen lassen, frage ich mich, wie vor allem schlechtere bzw. neuere Spieler diese Missionen schaffen sollen. Schließlich müssen sie diese Missionen machen, um ihre Münze auf die Diamantstufe zu bekommen. Neuere Spieler könnten damit einige Probleme bekommen.

Bezüglich der Eintönigkeit der Missionen: Bei Operation Wildfire gab es noch die Phoenix Compound Missionen, wo man zu zweit in die Basis der Terroristen eindringen musste und dort verschiedene Missionen erfüllen musste. Diese Missionen haben teilweise an Counter-Strike: Condition Zero Deleted Scenes erinnert und haben vor allem verdammt viel Spaß gemacht. Warum haben wir dieses Mal nicht solche Missionen bekommen? Im Vergleich zu früheren Operations wirken die Missionen von Operation Hydra etwas lieblos hingeklatscht.

Immerhin hat Valve dieses Mal auch an die Spieler gedacht, die keine Freunde zum CS:GO spielen haben. Dank der Public-Lobbys hat man nun auch die Möglichkeit mit unbekannten Leuten die Missionen zu spielen, um seine Münze aufzuwerten. Ich würde mir nur wünschen, dass diese Funktion nicht standartmäßig aktiviert ist, da ich schon (zu) oft irgendwelche Leute aus meinen Lobbys kicken musste während ich auf meine Freunde gewartet habe.

Neue Modes und Features

Bislang hat uns fast jede Operation irgendwelche neuen Features präsentiert, welche das Spiel zusätzlich frisch gehalten haben. Dieses Mal wurden uns die sogenannten Hydra-Events präsentiert. Diese sind namentlich „War Games“, „Wingman“ und „Weapons Expert“. Am besten gehe ich jeden Modus einzeln durch.

War Games

Die War Games sind eine Sammlung von verschiedenen Minispielen, welche allesamt für ein wenig Abwechslung sorgen. Unter den War Games gibt es folgende Minispiele:

  • Heavy Assault Suit: Ein normales Casual Match, jedoch hat man die Möglichkeit sich für 6000$ einen Heavy Assault Suit zu kaufen. Dieser macht einen langsam, aber dafür extrem widerstandsfähig. Letztendlich unterscheidet es sich aber kaum von einem normalen Casual Match.
  • Headshots Only: Ein Deathmatch, welches jedoch nur Headshots als Treffer anerkennt. Körpertreffer machen also keinen Schaden. Zusätzlich gibt es in diesem Modus keine Helme, womit so gut wie jede Waffe den Gegner mit einem gezielten Treffer direkt töten kann. Dieser Modus eignet sich ideal um Headshots zu trainieren.
  • Hunters-Gatherers: Dieser Modus erinnert an den „Kill Confirmed“-Modus aus diversen Call of Duty Spielen. Spielt sich erstmal wie ein normales Deathmatch. Der Clou: Nach dem Tod lässt jeder Spieler ein Dogtag fallen und nur durch Aufsammeln des Dogtags kriegt das eigene Team Punkte. Eine lustige Idee in der Theorie, jedoch sehe ich immer wieder Spieler welche diese Dogtags einfach ignorieren, wodurch der Sinn dieses Modis einfach ad absurdum geführt wird.
  • Stap Stap Zap: Ein Casual Match, welches jedoch nur bestimmte Waffen zulässt. Diese wären ein wiederaufladbarer Taser, das Messer und Granaten. Es erwartet einen also sehr viel Nahkampfaktion. Außerdem sollte man aufpassen wann man seinen Taser einsetzt. Wenn die Gegner einen funktionstüchtigen Taser haben während der eigene sich noch aufladen muss, bleibt einem nicht viel anderes übrig als wegzurennen. Ein ganz lustiger Modus, jedoch komme ich nicht darüber hinweg, dass sich die Hitbox und die Reichweite des Tasers irgendwie komisch und unkonstant anfühlen.
  • Trigger Discipline: Ein Casual Match, welches schlechtes Aim und zielloses Rumgeschieße bestraft. Für jeden Schuss, den man daneben setzt, kriegt man Schaden. Der Schaden richtet sich nach der Waffe mit welcher man den Schuss abgegeben hat. Die Lebensenergie geht runter bis zu 1 HP, danach erwarten einem keine Strafen mehr. Letztendlich endet es meistens damit, dass fast jeder Spieler mit 1 HP rumrennt, da viele die Strafen einfach ignorieren. Um den Namen des Spiels gerecht zu werden, müsste man sich selbst töten können, wenn man zu viele Schüsse daneben setzt. Dann wäre man wirklich gezwungen diszipliniert mit seinen Schüssen umzugehen. Aber so spielt es sich im Prinzip wie ein normales Casual.
  • Flying Scoutsman: Ein Modus, den viele noch als „Scoutknivez“ aus älteren Counter-Strike Teilen kennen sollten. Die Schwerkraft wird runtergesetzt und dafür bekommt man eine 100% präzise Scout in die Hand gedrückt. Es fühlt sich manchmal ein wenig so an als würde man Moorhuhnjagd spielen, wenn überall Gegner hochgeflogen kommen. Der feine Unterschied ist, dass sie zurückschießen können. Für diesen Modus hat uns Valve sogar eine eigene kleine Map gebaut. Sie nennt sich Dizzy und erinnert doch ziemlich stark an Vertigo. Jedenfalls ist das definitiv einer der spaßigsten Modis

dizzy cs go

Besonders hervorzuheben sind hier nochmals „Flying Scountsman“ für den Spaßfaktor und „Headshots Only“ für den Trainingsfaktor. Ein Headshots Only-Modus wurde schon lange für CS:GO gefordert. Man darf also gespannt sein, ob uns der Modus auch noch nach der Operation erhalten bleiben wird.

So spaßig die War Games auch sein mögen, so muss man doch sagen dass hinter ihnen nicht wirklich viel Arbeit steckt. Viele von ihnen sind abgewandelte Formen von Gamemodes welche man schon lange auf Community-Servern findet. Diese ließen sich meistens durch einfache Server-Commands bzw. Server-Plugins realisieren. Man sollte also nicht denken, dass Valve allzu viel Arbeit in die War Games investiert hat.

Wingman

Als zweites der wöchentlichen Hydra-Events haben wir den Wingman-Modus. Im Prinzip handelt es sich hier um eine Miniversion des klassischen Matchmakings. Der Modus wird im 2vs2 auf kleinen Maps mit nur einer Bombsite gespielt. Das ist dann entweder eine der Demolition-Maps, welche sonst nur wenig Beachtung kriegen oder eine der klassischen Counter-Strike Maps wie Inferno oder Cobblestone, wo jedoch nur eine Bombsite zugänglich ist.

Mit dem richtigen Partner kann dieser Modus wirklich viel Spaß machen, doch leider hat man überhaupt keinen Einfluss darauf auf welcher Map man spielt. Der Mappool besteht immer aus drei Maps, welche sich täglich abwechseln. Dadurch kommt zwar ein wenig Variation in die Matches, aber so wird man leider gezwungen auf Maps zu spielen, auf die man gar keine Lust hat. Denn seien wir mal ehrlich: Ein Map wie Lake ist einfach nicht gut. Immerhin hat uns Valve für diesen Modus mit Rialto eine eigene Map gebaut, welche auf diesen Modus zugeschnitten ist.

rialto cs go

Ich persönlich hätte diesbezüglich allerdings ein wenig mehr Content erwartet. Wenn Valve schon einen 2vs2 Modus macht, hätten es doch gerne noch 1-2 mehr Maps sein können, vor allem weil Rialto sehr an Canals angelehnt ist und dazu auch noch eine gewisse Symmetrie aufweist. Hier hätte man also ein wenig mehr erwarten können, doch stattdessen wird der Modus benutzt, um den eher unbeliebten Demolition-Maps einen Sinn zu geben.

Weapons Expert

Nachdem Operation Hydra vorgestellt wurde, war Weapons Expert der Modus, auf den ich mich am meisten gefreut habe. Ein Matchmaking mit dem simplen Kniff, dass man jede Waffe nur einmal kaufen kann. Man muss also genau bedenken wann man welche Waffe kauft und man muss sich als Team gut koordinieren, um den maximalen Erfolg rauszuholen. Schonmal vorweg: Mit Randoms ist dieser Modus eine Qual. Ein bunt zusammengemixter Haufen aus ganz Europa lässt sich schon im normalen Matchmaking schwer koordinieren. Wenn man sich dann noch als Team absprechen muss, wer wann die AWP kaufen darf, weiß man wie chaotisch es wird. Mit einem eingespielten 5-Mann Team macht der Modus deutlich mehr Spaß.

cs go awp tipps positionierung

Am Anfang ging dieser Modus 30 Runden lang und dauerte damit genauso lang wie ein normales Matchmaking. Wer durch Pech, schlechte Teamkommunikation oder einfach schlechte Leistungen oft gestorben ist wird dann schonmal in die Situation kommen, wo man einfach keine gute Waffen mehr zur Verfügung hat. Wer dann mit einer Sawed-off, Dual Berettas oder einer M249 im Lategame rumgelaufen ist wird nicht sonderlich viel Spaß gehabt haben.

Dies hat Valve in einem späteren Update etwas entschärft, indem der Modus auf 20 Runden verkürzt wurde. So sollte einem, wenn man sich nicht ganz ungeschickt anstellt, zumindest noch eine Hand voll einigermaßen brauchbare Waffen in den späteren Runden zur Verfügung stehen. Zusammen mit diesem Update wurden auch die beiden Autosnipers aus diesem Modus entfernt. Das war eine wichtige Änderung, da sonst das Team, welches zuerst die Autosniper gekauft hatte meistens das Spiel auch gewonnen hatte. Wenn man in den späteren Runden keine AWP oder AK-47 mehr hat, hatte man einfach keine Chance mehr gegen die Autosniper. Durch die Änderungen wurde der Modus so etwas besser und gerechter.

Wo wir schon bei gerecht sind: Dieser Modus nimmt absolut keine Rücksicht auf die Matchmaking-Ränge der einzelnen Spieler. Das bedeutet, dass es durchaus passieren kann, dass ein 5-Mann Global-Team gegen ein Team aus Silber und Gold Nova Spieler antritt. Das ist ein Problem. Ganz selten habe ich in diesem Modus mal ein ausgeglichenes und faires Match erlebt. In den allermeisten Fällen fährt man komplett über die Gegner hinweg oder wird von den Gegnern in Grund und Boden gestampft. Besonders ist mir das aufgefallen, als ich mit meinen Freunden gespielt habe, welche sich in den oberen Gold Nova / unteren Master Guardian Rängen aufhalten. In den meisten Fällen haben wir nicht den Hauch einer Chance gehabt. Es würde dem Modus gut tun, wenn er auch ein wenig Rücksicht auf die normalen Ränge im Matchmaking nehmen würde.

csgo-maps-office

Die Map auf der das Match gespielt wird, ist vorher festgelegt und wechselt täglich. Der Sinn dahinter ist wohl, dass so die Suchzeiten für ein Match nicht in die Höhe getrieben werden sollen. Auch wenn ich den praktischen Sinn dahinter durchaus nachvollziehen kann, ist es trotzdem ein wenig nervig da man gegebenfalls mehrere Matches auf einer Map spielen muss die man nicht mag. Wenn man bspw. am Ende der Woche seine wöchtenliche EP-Ration noch vollmachen möchte, man dann aber gezwungen wird mehrere Matches auf Office zu spielen, wird das schon etwas frustrierend.

Doch trotz der ganzen Negativpunkte macht dieser Modus wirklich viel Spaß, wenn man ein funktionierendes 5-Mann Team um sich rum hat. Ansonsten kann der Frust-Faktor doch schon ziemlich hoch sein.

Ist es denn nun eine gute Operation?

Wie man aus dem obrigen ewiglangen Text herauslesen konnte, gibt es eine Reihe positive und eine Reihe negative Dinge, welche es für mich nicht einfach machen, ein klares Urteil zu fällen. Um meine Meinung genauer zu erläutern, werde ich also zwei Urteile abgeben.

Wenn man nur die Operation an sich betrachtet, kann man Operation Hydra durchaus als solide bis gute Operation bezeichnen. Die Auswahl an Maps ist (bis auf Insertion) tadellos und die verschiedenen Hydra-Events sind spannend und abwechslungsreich. In dem Sinne hat die Operation ihren Zweck erfüllt. Sie hat eine frische Brise ins Spielt gebracht und damit die Langeweile und Eintönigkeit durchbrochen, welche sich im Spiel langsam aufgebaut hatte. Hier kann man also durchaus von einer gelungenen Operation sprechen.

Anders wird es hingegen wenn man dieser Rechnung noch den Faktor „Zeit“ hinzufügt. Mit Operation Wildfire endete die letzte Operation am 15. Juli 2016. Operation Hydra startete am 23. Mai 2017. Wir haben also fast ein ganzes Jahr auf diese Operation gewartet. Die Deadline, bis zu der die Maps eingereicht werden sollten, lag ebenfalls im Juli 2016. Das heißt, dass es wohl auch schon seit Ewigkeiten feststand, welche Maps in die neue Operation kommen. Da stellt sich die Frage: Was hat Valve in dieser ganzen Zeit gemacht?!

Anfang 2017 haben die Entwickler gesagt, dass die Operation für sie keine Priorität hat und sie eher an anderen Dingen gearbeitet haben. Ehrlich gesagt merkt man dieser Operation ein wenig an, dass sie nicht die volle Priorität genossen hat. Etwas lieblos hingeklatschte, eintönige Missionen sowie zwar spaßige Hydra-Events, welche aber nicht so viel Entwicklungszeit beanspruchen dürften, um so eine lange Wartezeit zu rechtfertigen. Die Community hat wirklich sehnsüchtig auf diese Operation gewartet und durch die lange Wartezeit sind die Erwartungen verdammt in die Höhe geschossen. Daran gemessen ist das, was wir bekommen haben, doch etwas mau. Wir haben nicht mal neue Skin Collections erhalten, abgesehen von der Hydra Case (dessen Skins von der Community gemacht wurden).

Natürlich gab es auch größere Updates zwischen den beiden Operations, vor allem seien das Inferno Remake und das Canals Update genannt. Aber ich zweifle daran, dass nur diese beiden Maps die Entwicklung und Veröffentlichung der Operation so nach hinten geschoben haben. Sicherlich werden die Entwickler auch ein großes Auge auf das kommende Dust 2-Remake gelegt haben, aber trotzdem lässt sich die lange Wartezeit zwischen den Operations nicht wirklich erklären.

Als Gesamtfazit sage ich also Folgendes: Für sich betrachtet ist Operation Hydra eine solide bis gute Operation. Doch gemessen an den Erwartungen und der langen Wartezeit komme ich nicht darüber hinweg diese Operation ein wenig als Enttäuschung zu betrachten.