Wenn man einen eigenen CS:GO Server betreiben will, gibt es vieles, was man wissen und beachten muss. In dieser FAQ werden deshalb einige grundlegende Fragen zum Thema Gameserver behandelt.

Diese FAQ ist in folgende Bereiche eingeteilt:
  • Grundlagen
  • Konfiguration
  • Maps
  • Plugins




CS:GO Server FAQ

Grundlagen

Wie bekommt man einen eigenen CS:GO Server?
Es gibt zwei Möglichkeiten, um einen eigenen CS:GO Gameserver zu bekommen.

1. Möglichkeit: Server leihen
Man leiht sich einen Server bei einem entsprechenden Anbieter. Das kostet zwar eine monatliche Gebühr, dafür bekommt man aber die Ressourcen gestellt und muss sich lediglich um die Einrichtung kümmern. Grundlegende Einstellungen kann man oft bequem über ein Webinterface vornehmen. Wer sich mit der Server-Thematik nicht so sehr auskennt, sollte auf jeden Fall auf diese Methode setzen.

2. Möglichkeit: Server selbst hosten
Man kann auch selbst einen Server betreiben, die nötigen Tools dafür stehen jedem zur Verfügung. Allerdings werden dabei zumindest grundlegende Kenntnisse vorausgesetzt und man muss sich selbst um die Ressourcen kümmern, im Gegenzug hat man den Server betreffend vollständige Freiheit und muss keine Gebühren bezahlen, außer die Stromrechnung. Wie man einen CS:GO Server aufsetzt erklären wir euch in unserem Tutorial: CS:GO Server unter Windows


Was ist ein Dedicated Server?
Der englische Ausdruck “Dedicated Server” bedeutet, dass nur die Serverkomponente des Spiels läuft (also ohne die Clientkomponente). Das Gegenteil wäre ein “Listen Server”, dabei ist ein Spieler der Host und kann selbst mitspielen.


Welche Software braucht man zum Betreiben eines Dedicated Servers?
Um diese Art von Server bei CS:GO zu betreiben, braucht man das sogenannte “SteamCMD” - ein Tool das man sich kostenlos herunterladen kann. Die Software gibt es für Windows, Linux und Mac OS X. Mehr Informationen dazu hier: VDC Artikel über SteamCMD


Was sind Startparamter?
Startparameter sind Befehle die entweder zum Start des Servers notwendig sind oder direkt ausgeführt werden müssen. Die Startparameter umfassen nur eine Handvoll von Befehlen, man kann hier also nicht beliebig Einstellungen am Server vornehmen, sondern nur das essentiell wichtige steuern.

Eine Kommandozeile mit verschiedenen Startparametern könnte beispielsweise so aussehen:

srcds -game csgo -console -usercon +game_type 0 +game_mode 1 +mapgroup mg_bomb +map de_dust2

Hinweis: Wenn man einen Server bei einem Anbieter mietet, kann man die Startparameter oft nicht direkt bearbeiten. Das ist aber nicht schlimm, da man die wichtigen Einstellungen entweder über ein Webinterface oder auf andere Weise vornehmen kann.


Welche Tickrate sollte man verwenden?
Für CS:GO sind folgende Tickrates vorgesehen: 64 oder 128. Die Tickrate gibt an in wieviele Zeitschritte der Server eine Sekunde unterteilt. Umso höher der Wert, desto präziser wird das Spielgeschehen vom Server dargestellt. Für Internetserver ist Tickrate 64 eigentlich vollkommen ausreichend.

Wer seinen Server mit 128 Tick laufen lassen möchte, der sollte bedenken, dass man dafür deutlich mehr Rechenleistung und Bandbreite braucht - das gilt übrigens auch für die Spieler, die darauf spielen. Man sollte also die Serverperformance im Auge behalten, bei mehr als 10 Spielern kann diese durchaus hin und wieder schwanken, je nachdem wie gut der Server ist. Und wenn die Performance leidet, dann nützt einem auch 128 Tick nichts.


GameTypes und GameModes - Was ist was?
In CS:GO gibt es etwas mehr Spielmodi als in den Vorgängern. Um die Übersicht zu bewahren hat Valve die Spielmodi in zwei Gruppen eingeteilt (“game_type”). Es gibt die klassichen Spielmodi (“Classic”), sowie die neuen “Arsenal” Modi. Diese sind dann folgendermaßen in ihre Untermodi (“game_mode”) unterteilt:

game_type 0 = Classic
- game_mode 0 = Casual
- game_mode 1 = Competitive

game_type 1 = Arsenal
- game_mode 0 = Arms Race
- game_mode 1 = Demolition
- game_mode 2 = Deathmatch



Konfiguration

Wie konfiguriert man einen CS:GO Server richtig?
Das ist leider nicht mehr ganz so einfach wie es in früheren Counter-Strike-Spielen noch war. Es gibt unter anderem völlig neue Config Dateien, mit denen man vielleicht zunächst nichts anzufangen weiß. Dazu kommen Features wie der Maps Workshop, die weitere Komplexität hineinbringen. Um die Übersicht zu behalten, empfehle ich die Konfiguration zumindest am Anfang auf folgende vier Dateien zu beschränken: server.cfg, gamemodes_server.txt, autoexec.cfg sowie eine selbsterstellte Config-Datei. Was in diesen Dateien stehen sollte und was nicht wird in den folgenden Fragen näher erläutert.


Für was braucht man die gamemodes_server.txt?
Die gamemodes_server.txt ist sozusagen die zentrale Schaltstelle des Servers. Sie sagt ihm, welche Einstellungen bei welchem Spielmodus verwendet werden sollen. Außerdem kann man in dieser Datei festlegen, welche Maps auf dem Server gespielt werden können (außer man möchte Maps aus dem Workshop verwenden). Wie man die Datei richtig aufbaut steht in dieser Anleitung: gamemodes_server.txt


Was sollte in der server.cfg stehen?
Am saubersten arbeitet man, wenn man in die server.cfg wirklich nur die wichtigsten Server-Informationen hineinschreibt und allle weitere Einstellungen über andere Config-Dateien vornimmt. Man sollte es vermeiden die server.cfg mit auszuführenden Befehlen vollzustopfen.

Eine minimalistische server.cfg könnte z.B. so aussehen:

Code:
hostname "Name des CS:GO Gameservers"
sv_tags "tags,mit,komma,trennen"
sv_password ""
rcon_password "abc123"

host_players_show 2

log on
log "1"

sv_cheats 0
sv_pure 1

writeid
writeip
exec banned_user.cfg
exec banned_ip.cfg

Was macht die autoexec.cfg?

Bei jedem Start sucht der Server automatisch nach einer Datei mit diesem Namen. Wenn sie existiert, dann führt er die darin enthaltenen Befehle aus. Das ist nützlich für Befehle die direkt beim Server start ausgeführt werden sollten und unabhängig von anderen Einstellungen sind.

Hier ein Beispiel:

Code:
game_type 0 //classic
game_mode 1 //competive

// Bans ausfuehren
exec banned_user.cfg
exec banned_ip.cfg

// Misc
sv_pure 1

host_workshop_map 239672577
log on

host_writeconfig
Wenn man das Gefühl hat, dass die autoexec.cfg nicht richtig ausgeführt wird, sollte man sicherstellen, dass in der letzten Zeile der Datei der Befehl “host_writeconfig” steht.


Wozu eine eigene Config erstellen?
Es empfhielt sich alle Einstellungen, die man am Server vornehmen will, in eine eigene Datei zu schreiben. Dadruch behält man Ordnung und muss später nicht alle Config Dateien durchsuchen, wenn man mal etwas ändern will. Die eigene Datei kann man nennen wie man will, man muss sie dann nur in der gamemodes_server.txt im “exec” Block ausführen lassen. Dadurch bekommt sie auch eine höhere Priorität als andere Config-Dateien, man kann also Einstellungen einfach überschreiben und muss die ursprünglichen Werte in Valves Dateien nicht bearbeiten. Das ermöglicht auch ein recht einfaches Zurücksetzen auf die Standardeinstellungen, falls Probleme auftreten sollten.

Man muss in der eigenen Config natürlich nicht sämtliche Einstellungen vornehmen, es reicht wenn man das hineinschreibt, was man abweichend von den Standardwerten haben möchte.

Hier ein kurzes Beispiel:

Code:
mp_warmuptime 45
mp_endmatch_votenextmap 1
mp_buytime 15
mp_freezetime 8
bot_quota_mode fill
bot_quota 4