Tipps für AWP-Spieler

Die AWP ist eine der mächtigsten Waffen in CS:GO. Allerdings muss man mit diesem Scharfschützengewehr auch umgehen können, damit man gefährlich ist und von den Gegnern gefürchtet wird. Aus diesem Grund haben wir ein paar Tipps für angehende AWP-Spieler zusammengetragen. Diese gelten größtenteils auch für die anderen Scharfschützengewehre im Spiel.

Einstellungen

Alles beginnt mit den richtigen Einstellungen. In den Optionen sollte man “Raw Input” aktivieren, damit Signale der Maus direkt verarbeitet werden und keine Sensibilitätseinstellungen des Betriebssystems dazwischenfunken. Die Mausbeschleunigung sollte man dagegen ausschalten, weil diese die eigene Koordination durcheinanderbringen kann. Speziell für Scharfschützen interessant ist die Einstellung für die Maussensibilität im Zoom-Modus. Da man im Zoom das Fadenkreuz gewöhnlich weniger bewegt, kann es Sinn machen hier einen Wert unter 100% einzustellen. Man muss allerdings selbst herausfinden mit welchem Wert man am besten zurecht kommt.

cs go aiming tips mouse settings

Natürlich sind die beschriebenen Änderungen an den Einstellungen nur Empfehlungen. Man kann auch andere Einstellungen verwenden, wenn man damit besser zurecht kommt.

AWP Aiming und Training

Das Zielen ist mit der AWP erfreulicherweise einfacher als mit anderen Waffen. Da ein Schuss in den Oberkörper den Gegner direkt tötet, muss man mit der AWP nicht auf den Kopf zielen. Man hat also deutlich mehr Trefferfläche zur Verfügung. Nur Treffer in Arme, Beine oder durch Wände können von Gegenspielern überlebt werden. Gutes Aiming ist trotzdem ein wichtiger Faktor, da man in Bedrängnis geraten kann, wenn man den Gegner nicht direkt ausschaltet.

Wie immer gilt, dass man während des Schießens nicht laufen sollte, da der Schuss sonst weit daneben gehen kann. Bei den Scharfschützengewehren wird das dadurch verdeutlicht, dass das Fadenkreuz im Zoom-Modus anfängt zu verschwimmen, sobald man sich bewegt.

Damit die Treffsicherheit mit der AWP besser wird, hilft natürlich nur viel zu üben. Beispielsweise Deathmatch ausschließlich mit AWP zu spielen bietet sich als Training an, weil man dabei viele Gegner in vielen verschiedenen Situationen hat.

cs go awp training

Man muss auch ein ruhiges Händchen haben und nicht sofort schießen, wenn sich etwas bewegt, sondern erst wenn man sich sicher ist, dass man den Treffer landet. Manchmal versuchen die Gegner einen Schuss zu provozieren, indem sie sich nur ganz kurz zeigen und dann wieder hinter der Deckung verschwinden. Schießt man dann daneben, hat der Gegner etwas Raum und Zeit gewonnen und kann gefährlich werden.

Taucht ein Gegner plötzlich direkt vor einem auf, dann darf man auch ruhig mal das Risiko eingehen und versuchen den Gegner mit einem “No-Scope”, also einem Schuss ohne Benutzen des Zielfernrohrs, auszuschalten. Auf sehr kurze Distanzen hat man nämlich trotzdem noch eine relativ gute Chance den Gegner zu treffen. Alternativ kann man auch schnell die Pistole herausholen und sich damit verteidigen.

Positionierung und Mobilität

Eine gute Positionierung ist für Scharfschützen von großer Bedeutung. Wenn man verteidigt oder einen Gegner abfangen will, dann sollte man sich hinter einer Ecke oder einer Deckung so positionieren, dass man einen vorteilhaften Winkel hat und möglichst wenig von sich selbst preisgibt. Es geht darum sich durch gute Positionierung einen Vorteil zu verschaffen. Außerdem sollte man nach Möglichkeit auch eine Rückzugsmöglichkeit haben, falls mal ein Schuss daneben geht oder die Gegner einen überrennen wollen.

cs go awp tipps positionierung

Bei guten AWP-Spielern sieht man oft, dass diese nur durch einen kleinen Spalt zielen, in dem der Gegner auftauchen kann. Mit einer guten Reaktionszeit und viel Talent kann man den Spalt auch sehr klein halten und reduziert damit die eigene Sichtbarkeit und Trefferfläche auf ein Minimum. Als normaler Spieler kann man sich aber ruhig etwas mehr Raum zum Zielen geben. Es bringt nämlich nichts durch einen Spalt zu zielen, wenn man den Gegner am Ende nicht trifft.

cs go awp tipps aiming

Auch wenn man mal eine gute Position gefunden hat, sollte man diese nicht jede Runde spielen. Die Gegner sind schließlich nicht dumm und werden sich Gegenmaßnahmen ausdenken. Am gefährlichsten sind die AWP-Spieler, die nicht berechenbar sind. Also warum nicht einfach mal die Position mit einem Teammitglied tauschen und für ein oder zwei Runden den anderen Bombenplatz bewachen? Im Idealfall bekommen die Gegner Angst und verfallen in eine passive Spielweise, obwohl sie eigentlich in der Rolle der Angreifer sind.

Auch innerhalb einer Runde sollte man sich natürlich dem Spielgeschehen anpassen und wenn nötig die eigenen Position schnell wieder verlassen, wenn es woanders brennt und man als Scharfschütze aushelfen könnte. Wichtig ist dabei die Kommunikation mit den Teammitgliedern.

Offensive und defensive Spielweisen

Je nachdem, ob man auf CT- oder T-Seite spielt, nimmt man natürlich die Rolle eines Verteidigers oder Angreifers ein. Man muss sich aber nicht immer strikt daran halten. Warum nicht mal als CT mit der AWP in die Offensive gehen und versuchen direkt einen Gegner zu erledigen, wenn dieser es nicht erwartet? Das kann sich durchaus lohnen. Man sollte es mit solchen Aktionen nur nicht übertreiben, da sich das gegnerische Team darauf einstellen wird und man sonst dem eigenen Team schadet, wenn man ständig draufgeht.

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Hält man sich eher defensiv, benötigt man manchmal auch viel Geduld. Es kann eine Weile dauern, bis die Gegner ihren Angriff ausführen und sich zeigen. Wenn es sonst nirgends brennt, kann man also ruhig eine Weile an seiner Position verharren. Auch auf T-Seite kann man das versuchen, manchmal werden die CTs ungeduldig und rennen einem direkt ins Visier.

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Reaktionszeit und Fokus

Die durchschnittliche Reaktionszeit eines Menschen auf optische Reize liegt bei etwa 250ms. Als AWP-Spieler ist eine möglichst niedrige Reaktionszeit besonders wichtig, da man oft Gegner treffen muss, die sich gerade aus einer Deckung heraus bewegen und man sich dabei keinen Fehler leisten darf, da man sonst in Bedrängnis gerät. Es gibt natürlich Möglichkeiten die Reaktionszeit zu trainieren. Am besten macht man das direkt im Spiel, da man dann gleich unter den richtigen Gegebenheiten trainiert.

Um die Zeit bis zum Schuss zu verkürzen, sollte man natürlich auch stets auf die Positionierung des Fadenkreuzes achten. In den meisten Fällen sollte es so positioniert sein, dass der Gegner direkt hineinläuft, wenn er um eine Ecke kommt. Sämtliches Nachjustieren kostet nämlich Zeit und addiert sich zur Reaktionszeit dazu.

Ebenfalls zu beachten ist, dass man den Fokus nicht verliert. Umso länger man auf das Fadenkreuz starrt während nichts passiert, desto unkonzentrierter wird man, wodurch sich die Reaktionszeit wieder erhöht. Das heißt man muss aktiv dagegenwirken. Das kann man beispielsweise durch minimale Bewegungen des Fadenkreuzes oder der Augen. Aber eben nicht zu stark, sondern nur so, dass man weiterhin fokussiert bleibt. Oder man entwickelt eine eigene Methode, um die Konzentration aufrecht zu erhalten.