Tagging – Bewegungseinschränkung bei Treffern

Es gibt ein Spielelement in CS:GO, das „Tagging“ genannt wird. Dieses bewirkt, dass ein Spieler, der Schaden erleidet, weil er beispielsweise angeschossen wird, für kurze Zeit in seiner Bewegung eingeschränkt wird. Welche Faktoren bei diesem System eine Rolle spielen, verrät euch dieser Guide.

Was ist Tagging in CS:GO?

Dieser Effekt tritt immer dann auf, wenn ein Spieler Schaden erleidet. Also meistens, wenn er angeschossen wird. Genau in dieser Situation spielt das Tagging auch die größte Rolle. Die Laufgeschwindigkeit des getroffenen Spielers wird für zunächst reduziert. Während der Wirkungsdauer ist sowohl die Geschwindigkeit als auch die Beschleunigung auf einen bestimmten Wert limitiert.

cs go tagging

Wie funktioniert Tagging?

Wie sehr ein getroffener Spieler in seiner Bewegung eingeschränkt wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Die Stärke des Effekts hängt hauptsächlich davon ab, von welcher Waffe der Spieler getroffen wurde und wie oft. Mehrere Treffer hintereinander verstärken das Tagging. Es spielt aber auch eine Rolle, welche Waffe der getroffene Spieler gerade in der Hand hält.

Generell lässt sich sagen, dass leichte Waffen weniger Tagging verursachen und schwere Waffen für einen größeren Effekt sorgen. Wenn man im Kaufmenü mal einen Blick auf die ganzen Werte wirft, die zu den Waffen angegeben werden, dann wird man dort eine Zeile namens „Mobility“ finden. Dieser Wert gibt nicht nur an, wie schnell man mit der entsprechenden Waffe in der Hand laufen kann, sondern auch wie stark man von Tagging beeinflusst wird. Hohe Mobilität bedeutet, dass man bei Treffern weniger stark eingeschränkt wird. Die üblichen Waffen wie M4A4, Ak47 oder AWP haben aber meistens niedrige Werte. Leichte Waffen wie die Pistolen bieten hohe Mobilität.

cs go tagging weapon mobility

Beispielwerte

Leider ist die Formel zur Berechnung der Verlangsamung nicht bekannt. Valve hat im offiziellen Guide aber einige Beispiele aufgelistet. Wir möchten euch zur Veranschaulichung an dieser Stelle ein paar der Beispiele präsentieren.

Es wird angenommen, dass ein Spieler mit der maximal möglichen Geschwindigkeit läuft. Diese ist vom Gewicht der Waffe abhängig (siehe „Mobility“). Die zuerst genannte Waffe ist die des Angreifers, die zweite die des getroffenen Spielers. Das Ergebnis ist die prozentuale neue Geschwindigkeit des getroffenen Spielers.

  • Glock-18 -> M4A4 = 40,6%
  • AK-47 -> M4A4 = 31,9%
  • AWP -> M4A4 = 28,3%
  • AK-47 -> Glock = 36,0%
  • AK-47 -> AWP = 25,1%

Beispiel: Man hält eine M4A4 in der Hand, die eine maximale Laufgeschwindigkeit von 225 ermöglicht. Wird man von ein einem Spieler mit einer AK-47 einmal getroffen, dann wird die Laufgeschwindigkeit vorübergehend auf 225*0,319=71,775 reduziert.

Bei zusätzlichen Treffern innerhalb kurzer Zeit wird die Laufgeschwindigkeit weiter reduziert, in der Regel um etwa 5-15%, je nach Anzahl der Treffer.

Erholung vom Tagging

Man erholt sich von diesem Effekt relativ schnell. Voraussetzung für die Erholung ist, dass man nicht mehr getroffen wird und die Füße auf dem Boden hat. Pro Sekunde bekommt man etwa 40% der Laufgeschwindigkeit zurück.

Auswirkungen in der Praxis

Genug von der Theorie. Was genau bewirkt das Tagging in der Praxis? Es sorgt dafür, dass Spieler einem Feuergefecht nicht einfach so entkommen können. Getroffene Spieler werden zu einem leichteren Ziel. Aktive Angreifer werden dagegen für Treffer belohnt.

Quelle: Steam Community