Einsteigerhilfe

Counter-Strike: Global Offensive (CS:GO) ist ein taktischer First-Person-Shooter, bei dem ein besonders hoher Fokus auf das Teamplay gelegt wird. Klassischerweise spielen zwei Teams mit je fünf Spielern gegeneinander und versuchen in verschiedenen Szenarien zu gewinnen. Diese Einsteigerhilfe erklärt die Grundlagen des Spiels und gibt erste Tipps.

Welche Teams gibt es?

In Counter-Strike gibt es zwei Fraktionen, die gegeneinander kämpfen. Auf der einen Seite gibt es die Terroristen (“Terrorists” – werden mit “T” abgekürzt), welche gegen die Antiterroreinheit (“Counter-Terrorists” – kurz “CT”) antreten. Je nach Szenario haben die Teams ein bestimmtes Missionsziel zu erfüllen – meistens ist es das Legen einer Bombe oder das Befreien einer Geisel. Den beiden Teams steht dabei ein leicht unterschiedliches Arsenal an Waffen und Ausrüstung zur Verfügung.

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Welche Spielmodi gibt es?

Klassische Spielmodi

In CS:GO stehen eine Reihe an offiziellen Spielmodi zur Verfügung. Das Augenmerk liegt hierbei auf dem Defusion Mode. Es geht in diesem Modus darum, dass die Ts eine Bombe legen müssen, während die CTs versuchen müssen dies zu verhindern.Sollten die Terroristen es jedoch schaffen die Bombe zu legen, können die CTs immer noch versuchen diese zu entschärfen, bevor es zur Explosion kommt. Gelingt das, dann gewinnen die CTs. Sollte die Bombe jedoch explodieren, geht die Runde an die Ts. Wenn die Bombe noch nicht gelegt wurde können beide Teams auch gewinnen, indem sie alle Spieler des gegnerischen Teams ausschalten. Läuft die Rundenzeit ab, dann haben die CTs gewonnen.

Der Defusion Mode wird auf den dazu passenden Maps gespielt, welche mit dem Präfix „de“ abgekürzt werden. In den Menüs ist diese Abkürzung aber in der Regel nicht sichtbar. Jede Defusion Map besteht aus jeweils zwei Bombenplätzen, wo die Bombe gelegt werden kann. Bekannte Maps mit diesem Szenario sind z.B. Dust 2 und Nuke.

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Eine Alternative stellt der Hostage Mode dar, in welchem die Ts zwei Geiseln bewachen. Die Aufgabe der CTs ist es, eine der Geiseln zu befreien und zu einer Rettungszone zu bringen. Wenn ihnen das gelingt, gewinnen sie die Runde. Das Erreichen einer Geisel bringt übrigens extra Zeit ein. Läuft die Zeit dennoch ab, bevor eine Geisel die Rettungszone erreicht, dann gewinnen die Ts. Eine Runde ist auch beendet, wenn eines der beiden Teams keine lebenden Spieler mehr hat.

Der Hostage Mode war der erste Spielmodus, den das ursprüngliche Counter-Strike besaß. Maps für diesen Modus werden deshalb mit „cs“ abgekürzt. Bekannte Maps sind z.B. Office und Italy.

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Competitive vs. Casual

Es gibt zwei Arten wie Defusion und Hostage Maps gespielt werden können: Als Competitive (Wettkampf) oder als Casual (Gelegenheitsspiel). Die Missionsziele sind jeweils die gleichen, doch es liegen zwei unterschiedliche Regelwerke zugrunde.

Im Wettkampfmodus geht es darum als Team 16 Runden zu gewinnen. Dafür stehen gesamt 30 Runden zur Verfügung, womit auch ein 15:15 Unentschieden möglich ist. Nach den ersten 15 Runden wechseln beide Teams die Seiten. Man muss also in jedem Match beide Fraktionen spielen. Gespielt wird hier jeweils im 5 gegen 5. Online gelten verschärfte Regeln für den Wettkampfmodus: Sollte man das Spiel verlassen, bevor es beendet wurde, wird man mit einer temporären Sperre für Competitive Matches belegt. Wie der Begriff „Competitive“ bereits verrät, ist dies auch der Modus, welcher in offiziellen Turnieren gespielt wird. Dort können natürlich zusätzliche Regelungen in Kraft treten.

Anders ist es hierbei beim Gelegenheitsspiel. Hier reicht es 8 Runden zu gewinnen, um das Spiel als Sieger zu beenden. Hierfür stehen 15 Runden zur Verfügung, womit ein Unentschieden nicht möglich ist. Ebenso ist ein Seitenwechsel nicht vorgesehen. Es ist jedoch möglich, jederzeit zwischen den Teams hin und her zu wechseln, sofern ein Platz im anderen Team frei ist. Gespielt wird hier im 10 gegen 10, wobei die Spielerzahlen etwas variieren können. Beim Gelegenheitsspiel ist es nämlich jederzeit möglich, das Spiel zu verlassen, ohne eine Sperre zu erhalten.

Ebenso ist das Geldsystem ein wenig anders als im Wettkampfmodus. Das Geld, welches man im Laufe einer Runde verdienen kann, ist nämlich halbiert. Dafür ist es nicht notwendig Schutzwesten und Helme zu kaufen, da jeder Spieler sie automatisch bekommt. Außerdem werden die CTs automatisch mit Entschärfungskits ausgestattet. Ein weiterer Unterschied ist, dass die Rundenzeit ein wenig länger ist.

Fun Modi

Neben den beiden Spielmodi, gibt es in CS:GO noch weitere, welche jedoch mehr als Funmodi betrachtet werden. Da gibt es z.B.. das Deathmatch, wo es darum geht, innerhalb von 10 Minuten so viele Punkte wie möglich zu erreichen. Diese bekommt man hauptsächlich durch das Ausschalten gegnerischer Spieler.

Dann gibt es da noch das sogenannte Arms Race (dt. Wettrüsten). Hier geht es darum auf kleineren Maps eine bestimmte Anzahl an Kills zu erreichen. Man kann sich jedoch seine Waffe nicht aussuchen, denn diese werden dem Spieler in einer zuvor festgelegten Reihenfolge automatisch gegeben. Schafft man zwei Kills mit einer Waffe, bekommt man eine andere. Hat man alle vorgegebenen Waffen durchgespielt, bekommt man als letztes ein goldenes Messer. Wer als erstes mit diesem Messer einen Gegner ausschaltet, gewinnt das Match.

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Als letzten offiziellen Modus gibt es den Demolition Mode (dt. Zerstörung). Dieser ist eine Art Mischung zwischen Defusion und Arms Race. Auf unkomplizierten Maps mit nur einem Bombenplatz müssen die Ts wieder versuchen eine Bombe zu legen, während die CTs dies verhindern müssen. Allerdings kann man sich in diesem Modus seine Waffe nicht aussuchen. Schafft man es einen Gegner zu erledigen, dann bekommt man in der nächsten Runde eine andere Waffe. Schafft man mehrere Kills in einer Runde, bekommt zusätzliche Ausrüstung in Form von Granaten.

Waffen und Ausrüstung

Geld spielt in CS:GO eine wichtige Rolle. Mit den virtuellen Dollar können sich die Spieler nämlich Waffen und Ausrüstung kaufen. Ein kurzer Blick ins Kaufmenü offenbart bereits, dass sehr viele verschiedene Waffen zur Verfügung stehen.

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Waffen-Kategorien

Bei den Pistolen findet man alles von der präzisen und schallgedämpften USP-S bis zur mächtigen, aber schwer zu bedienenden Desert Eagle. Einzelne Pistolen lassen sich im Inventar austauschen, womit man z.B. einen Revolver oder eine vollautomatische CZ-75 kaufen kann.

Unter der Kategorie „Schwer“ findet man, wie der Name bereits andeutet, die schweren Waffen. Dazu gehören auf kurze Distanz äußerst gefährlichen Shotguns sowie die schweren (und extrem teuren) Maschinengewehre.

Bei den Maschinenpistolen (MPs) sind die leichten, wendigen und mit einer hohen Feuerrate ausgestatteten Waffen zu finden. Darunter befindet sich auch die von vielen Spielern geliebte, wie auch gleichzeitig gehasste, P90.

Die Gewehre beinhalten hier die stärksten, wie auch die legendärsten Waffen im Counter-Strike Universum. Die AK-47, die M4 sowie die AWP haben hier ihren Platz. Wie die AWP es bereits verrät, befinden sich in dieser Kategorie auch die Scharfschützengewehre.

Ausrüstung und Granaten

Bei der Ausrüstung lässt sich ein Taser sowie eine Kevlarweste mit dazugehörigem Helm erwerben. Sollte das nötige Geld nicht vorhanden sein, kann man auch auf den Helm verzichten. Für Counter-Strike ist es generell wichtig, dass man immer in eine Schutzweste mitsamt Helm investiert, sofern es das Geld und die Spielsituation hergeben. Die Weste reduziert den Schaden, welcher durch Treffer angerichtet wird und verhindert, dass das Fadenkreuz verzieht, sobald man getroffen wird. Der Helm wiederum kann vor tödlichen Kopftreffern schützen.

Die CTs können hier auch noch einen Bombenentschärfungskit oder ein Geiselrettungskit erwerben, welches die Zeit zum Entschärfen einer Bombe sowie dem Befreien einer Geisel drastisch verkürzt.

Wichtig: Im Casual Mode bekommt man Schutzweste mitsamt Helm sowie als CT ein Bombenentschärfungskit gratis beim Rundenstart. Im Competitive Mode hingegen müssen diese Gegenstände gekauft werden, was nicht gerade wenig Geld kostet.

Zu guter letzt befinden sich in der Ausrüstungskategorie auch noch die Granaten. Hier hat man die Auswahl zwischen einer hochexplosiven Handgranate, einer Rauchgranate, einer Blendgranate, einem Molotov bzw. einer Brandgranate sowie einer Ködergranate, welche das Aussehen einer Blendgranate hat und Geräusche der zuletzt getragenen Waffe von sich gibt.

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Zu den Granaten sei anzumerken, dass diese eine enorm wichtige Rolle im Spiel einnehmen. Dieser Punkt wird gerade von neueren Spielern (aber oft auch von erfahrenen Spielern) ignoriert. Granaten sind oftmals entscheidend für das Halten bzw. Erobern von Positionen. Deshalb kann ein sinnvoller Gebrauch von Granaten einen entscheidenden Vorteil bringen.

Teamplay und Kommunikation

Da es sich bei CS:GO um einen teambasierten Taktikshooter handelt, ist es wichtig, dass man mit seinem Team zusammenarbeitet. Ein gut funktionierendes Teamwork kann den Unterschied zwischen einem Sieg und einer Niederlage ausmachen. So hilft es beispielsweise, wenn man vor einer Runde die grundlegende Vorgehensweise bespricht und sich miteinander abstimmt. Dazu ist es von Vorteil, wenn man über ein funktionierendes Headset mit Mikrofon verfügt. Dadurch wird das Durchgeben von Informationen sowie spontane Taktikwechsel enorm vereinfacht. Schüchternheit ist hier nicht angebracht, denn Kommunikation ist der Schlüssel zum Sieg.

Es gibt auch die Möglichkeit Informationen über den Teamchat durchzugeben, doch dem ist abzuraten, weil das Tippe viel zu lange dauert und eine Chatnachricht im Eifer des Gefechts schnell mal untergehen kann. Die Kommunikation (bzw. der Gebrauch des Headsets) bezieht sich hierbei hauptsächlich auf den Competitive Mode, da das Teamplay in den anderen Modi eine untergeordnete Rolle spielt. Dort steht der Spaß im Vordergrund.

Das Spiel lernen

Counter-Strike ist anders als die meisten Spiele aus dem Bereich der Egoshooter. Deshalb ist es wichtig, dass man einige grundlegende Dinge beachtet.

Rückstoß der Waffen

So verfügt CS:GO beispielsweise über ein Recoil-System, welches in dieser Form einzigartig ist. Das bedeutet, dass die Waffen einen Rückstoß besitzen und bei Dauerfeuer verziehen. Hierbei folgt jede Waffe einem bestimmten Muster, welches man durch gezieltes Gegensteuern mit der Maus ausgleichen kann. Je länger das Dauerfeuer (im Spiel auch „sprayen“ genannt) anhält, desto schwerer wird es, den Verzug der Waffe auszugleichen.

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Deshalb sollte man Dauerfeuer nach Möglichkeit vermeiden, besonders dann, wenn man mit einer Waffe nicht ganz vertraut ist. Eine Waffe ist deutlich präziser, wenn nur einzelne Schüsse (“tapping“) oder kurze Salven (“Bursts“) abgibt. Die Verzugsmuster der einzelnen Waffen (“Spaypattern”) lassen sich jedoch erlernen. Detailliertere Informationen dazu gibt es in unserem Recoil Guide.

Schießen während des Laufens

In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig zu sagen, dass man gleichzeitiges Laufen und Schießen vermeiden sollte. Jede Waffe hat eine bestimmte Genauigkeit beim Laufen. Während die meisten Pistolen sowie die MPs eine relativ hohe Genauigkeit beim Laufen haben, leiden die Gewehre allesamt unter einer niedrigen Genauigkeit beim Laufen. So ist mit ihnen ein präziser Schuss nicht mehr möglich, wenn man in Bewegung ist. Die präzisesten Schüsse können im kompletten Stillstand abgegeben werden.

Eine der neuen Maps in CS:GO: ar_baggage

Mapkenntnisse und das Radar

Weil das Spiel sehr von Taktik geprägt ist, spielt es eine große Rolle, dass man sich auf den verschiedenen Maps auskennt. Dieses Wissen kommt hauptsächlich durch Erfahrung und Spielpraxis. Doch es schadet auch nicht, wenn man mal ein Offline Match ohne Bots startet und sich eine Map genauer anschaut. Spielt man beispielsweise über das Matchmaking mit anderen Leuten zusammen, dann ist es auch sehr wichtig, dass man diesen möglichst genaue Angaben über die Positionen gesichteter Gegner machen kann. Dazu muss man die sogenannten “Callouts” beherrschen, die sich über die Jahre auf den verschiedenen Maps etabliert haben.

Eine weitere große Hilfe ist das Radar. Es zeigt die Map aus der Vogelperspektive und hilft somit bei der Orientierung. Außerdem erweist es sich in einem Match als besonders nützlich, da es anzeigt, wo gerade ein Gegner gesichtet wurde. Außerdem zeigt es den Ts an, wo die Bombe liegt, sofern sie diese verloren haben sollten. Den CTs zeigt es wiederum an, wo sich der Bombenträger befindet, sofern ein Teammitglied Sichtkontakt zu diesem hat. Auch eine am Boden liegende Bombe wird den CTs solange angezeigt, wie Sichtkontakt besteht.

Weiterführende Tipps

Abschließend sei noch gesagt, dass CS:GO ein tiefgehendes Gameplay hat und schwer zu meistern ist. Wer die Grundlagen des Spiels beherrscht und gerne besser werden möchte, den verweisen wir an dieser Stelle auf unsere Tipps für Anfänger.